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Der Mann, der den Zügen nachsah. SZ-Bibliothek Band 24
 
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Der Mann, der den Zügen nachsah. SZ-Bibliothek Band 24 (Gebundene Ausgabe)

von Georges Simenon (Autor), Linde Birk (Autor)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 223 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (28. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937793232
  • ISBN-13: 978-3937793238
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 231.639 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eine weitere Variation des Simenon'schen Hauptthemas, wobei hier der Protagonist nicht nur innerhalb seines gewohnten Umfeldes auf Unverständnis stößt und immer weiter ausgegrenzt wird, sondern sich auch gezwungen sieht, dieses Umfeld zu verlassen und mit Lebensumständen konfrontiert wird, die sein "Weltbild" zutiefst erschüttern.

Beeindruckend ist die Gelassenheit, mit der der Prokurist Kees Popinga den Bankrott seiner Firma und die Flucht seines Chefs zur Kenntnis nimmt. Da er mit der Reederei finanziell verbunden ist, bedeuten diese Ereignisse auch eine private Katastrophe, zumal die Umstände fälschlicherweise nahe legen, er sei an dubiosen Machenschaften seiner Firma beteiligt gewesen.

Popinga flieht nach Paris, nachdem er in Amsterdam "versehentlich" eine Prostituierte erwürgt hat, und versucht sich dort alleine durchzuschlagen. Anfangs glaubt er noch, auf die Hilfe einer Autoknackerbande angewiesen zu sein, doch als auch diese ihn zu verraten versucht, verlässt er sich auf seine eigenen, im Geschäft und beim Schachspiel geschulten Fähigkeiten, und entspricht so nur unwesentlich der Erwartungshaltung der Pariser Polizei. Tagelang läuft er durch die unterschiedlichen Arrondissements, beobachtet Menschen bei ihren alltäglichen Verrichtungen und ist sich nur einer Sache wirklich sicher: Diese Welt hat er hinter sich gelassen. --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Die Welt steht kopf: die Firma, in der der holl„ndische Familienvater Kees Popinga arbeitete, geht bankrott, und Popingas bewunderter Chef Julius de Coster verschwindet mit der Firmenkasse. Auch fr den braven Popinga fallen in diesem Moment die moralischen Schranken, er bricht aus und nimmt den n„chsten Zug via Amsterdam nach Paris. Einmal richtig leben und lieben - dafr geht Kees Popinga sogar ber Leichen.

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Maigret bleibt außen vor...., 20. August 2001
Von Ein Kunde
Dieses Buch war der erste Nicht-Maigret, den ich von Simenon gelesen habe. Von den Maigret Romanen des Autors begeistert war ich anfangs skeptisch, ob auch die "normalen" oder "ernsten" Romane diese mitreißende Wirkung hervorrufen können. Um es kurz zu machen: Sie können. Die Geschichte des Herrn Popinga, dessen Entsozialisation aus der gemütlichen und geregelten Behäbigkeit des niederländischen Bürgers zum jegliche Selbstkontrolle verlierenden, paranoiden Verbrecher im Pariser Großstadt-Dschungel hier plastisch und eindringlich geschildert wird, ist mitreißend bis zum - nüchternen und letzlich offen bleibenden - Schluß. Besonders apart: Die Ermittlungsarbeit der Pariser Kriminalpolizei, also Maigrets Arbeitsplatz, wird hier aus der anderen Perspektive beschrieben, ja man fragt sich, ob nicht Maigret und seine Inspekoren hier ermitteln. Eine Lektüre, die man verschlingen wird.
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Identitätssuche, 29. August 2004
Von Martin Stauder - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
In Groningen wohnen nur anständige Leute. Sie haben einen Beruf, eine nette Familie und auf der Straße wird dort niemand von schamlosen Frauen angesprochen wie in Amsterdam. Ein schwarzes Schaf gibt es trotzdem in der Verwandtschaft Kees Popingas. Sein Schwager hatte einmal gut Geld verdient, hatte acht Kinder. Er verlor seinen Job, nun bettelt er. In Kees Popinga scheint sich ein ähnliches Schicksal zu wiederholen. Er ist Prokurist einer Reederei. Die Firma ist in betrügerische Machenschaften verstrickt und macht Pleite. Den Jobverlust und die hohe Hypothekschuld seiner Villa vor Augen, entschließt sich Popinga, aus der Stadt zu verschwinden und ein ganz neues Leben zu beginnen. Wenn er den Zügen nachsah, spürte er immer eine "merkwürdige Beklemmung, die vielleicht eine unbestimmte Sehnsucht verriet." Und jetzt macht er sich auf zum Bahnhof und will ein freies Leben beginnen.

Es dauert nicht lange und er wird von der Polizei gesucht, weil er eine Protituierte umgebracht haben soll. In Paris ist Kommissar Lucas hinter ihm her. Kees Popinga fühlt sich völlig missverstanden, wenn er in Zeitungen als "Lustmörder" verschrieen wird, hat er die Frau doch nur versehentlich getötet. Er schreibt sogar an die Zeitungen um sich zu rechtfertigen. "Stellen Sie sich einmal vor, in allen Zeitungen schreiben wildfremde Leute, daß Sie so und so einer seien, obwohl dies gar nicht stimmt..."

Georges Simenons Roman handelt von der Suche eines Mannes nach seiner wahren Identität. In Groningen, im Kreis seiner Familie, musste er der brave Ehemann und Familienvater sein. In der Freiheit, in Paris, fühlt er sich durch die Berichterstattung der Presse verleumdet. Dem Kommissar fühlt er sich n o c h überlegen. Ein tiefgründiger und spannender Roman bis zur letzten Seite.

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spannendes und faszinierendes Psychogramm eines Ausbrechers, 12. Januar 2005
Von Thomas Leibfried (Ludwigshafen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Georges Simenon habe ich immer ausschließlich mit den Kriminalromanen rund um Kommissar Maigret in Verbindung gebracht. Welch ein Fehler. Glücklicherweise hat die SZ-Bibliothek mir ein Werk außerhalb dieser Mammutreihe quasi auf dem Präsentierteller gereicht.

„Der Mann, der den Zügen nachsah" ist eine fesselnde psychologische Beschreibung eines holländischen Prokuristen, der durch die illegalen Machenschaften seines Chefs zuerst in die Arbeitslosigkeit und dann indirekt auch zu Verbrechen getrieben wird. In den Jahren der Zurückhaltung, in einer allzu gezwungenen Welt, mit einer Ehefrau, die ihn und die er siezt, hat sich in Kees Popinga ein Überdruck aufgebaut, der schlagartig entweicht, als er durch exogene Faktoren frei wird. Zuerst entlädt sich dieser Druck im Mord an einer Prostituierten, die ihn abweist, dann in einer ruhelosen Flucht, einem genial geschilderten Versteckspiel vor der Pariser Polizei, unterbrochen durch wenige zwischenmenschliche Kontakte, insbesondere zu Pariser Prostituierten.

Bereits in den dreißiger Jahren entstanden, ist dieser Roman als Abbildung einer Gesellschaft, die jedem einzelnen viele Zwänge auferlegt, so gültig wie damals. Zuviel Beherrschung, die Unterdrückung der eigenen Bedürfnisse, die Zwangsjacke der beruflichen und privaten Existenz, verursachen auch heute noch Ausbruchversuche auf er einen, es muss ja nicht immer gleich Mord sein, oder zerbrochene Existenzen auf der anderen Seite.

„Der Mann, der den Zügen nachsah" gehört für mich neben von Keyserlings „Wellen" zu den überraschend positiven Werken der SZ-Bibliothek. (Und nicht immer sind sich die Rezensenten so einig wie in diesem Fall.) Unbedingt empfehlenswert.

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4.0 von 5 Sternen Lesbar, interessant, gut!
Endlich wieder ein lesbares Buch der SZ-Reihe.
Interessant, gefühlvoll und nachvollziehbar, wird der Weg in den Wahnsinn von Kees Popinga geschildert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. November 2007 von J. Binder

5.0 von 5 Sternen Eine von unzähligen Wahrheiten
Das Buch endet mit dem Satz: Es gibt keine Wahrheit, oder?"

Als Leser möchte man eingreifen in die Handlung, ihr eine andere Wendung geben, sie in eine positive... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Oktober 2007 von Udogi-Sela

4.0 von 5 Sternen Auf nach Amsterdam
Auf was für verrückte Ideen man doch kommt, wenn man sein Leben über hat. Man setzt sich den Zug, verläßt die Familie und beginnt ein neues Leben. Weit weg. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juli 2007 von Polar

4.0 von 5 Sternen Ein Klassiker, der wirklich in diese Reihe gehört
1938 kam dieser Roman das erste Mal heraus und ist dafür, dass man damals noch nicht so viel über so genannte Psychopathen wusste, erstaunlich genau in der Charakterezeichnung,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Juli 2007 von K. Beck-Ewerhardy

5.0 von 5 Sternen Paris, Tragödie
Ich muss leider meine Unwissenheit eingestehen: George Simeon ist ein Klassiker oder? Ich dachte immer, dass ist ein Klassiker in der Art, wie beispielsweise Grass einer ist. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. März 2007 von Sven Huff

4.0 von 5 Sternen Ein Mann in der Krise, spannend zu lesen
Ein Krimi? Nicht unbedingt. Selbstmitleidiger Roman eines Menschen in der Krise? Auch nicht. Was dann? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. März 2006 von variety

5.0 von 5 Sternen Zeitlos
1947 ist Simenons Roman erschienen. Romanen, die an die 60 Jahre alt sind, merkt man ihre zeitgeschichtliche Einbettung meist an. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Oktober 2005 von Tapir1962

1.0 von 5 Sternen Große Langeweile
Schade, dass es keine Bewertung null Sterne" gibt. Nie zuvor habe ich ein Buch mit größerer Langeweile gelesen. Zwischenzeitlich musste ich mich zum lesen zwingen. Lesen Sie weiter...
Am 6. September 2005 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Sichere bürgerliche Existenz als trügerische Scheinwelt
Der Süddeutschen Zeitung gebührt die Anerkennung, mit der Neuedition von 50 großen Romanen des 20. Jahrhunderts unter dem Motto "Lese. Freude. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Februar 2005 von Karl-Heinz Heidtmann

5.0 von 5 Sternen Die Sehnsucht nach der Weite
Der arme Mann, der Hauptcharakter, hat sich zu Liebe der anderen Menschen selbst immer vernachlässigt und seinem Hang zur Freiheit schleifen lassen. Lesen Sie weiter...
Am 5. Januar 2005 veröffentlicht

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