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Manila
 
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Manila

Jürgen Vogel , Michael Degen , Romuald Karmakar    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Jürgen Vogel, Michael Degen, Chin Chin Gutierrez
  • Regisseur(e): Romuald Karmakar
  • Komponist: Ric Manrique Jr., Giuseppe Verdi
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Senator Home Entertainment (Vertrieb Universum Film)
  • Erscheinungstermin: 21. Juli 2008
  • Produktionsjahr: 2000
  • Spieldauer: 110 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0017LFFJW
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 53.549 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Flughafen von Manila: Eine Reisegruppe, zusammengesetzt aus den unterschiedlichsten Menschen, wartet in der Abflughalle darauf, dass der Flug nach Stuttgart endlich zum Start freigegeben wird. Eine Ratte wurde im Gepäckraum gesichtet und bevor der renitente Nager gefangen ist, ist mit Erteilung einer Starterlaubnis nicht zu rechnen. Also bleibt den Menschen nichts anderes übrig, als sich auf eine unbestimmte Wartezeit einzustellen und das beste aus der Nerven aufreibenden Situation zu machen. Man unterhält sich, tauscht Höflichkeitsfloskeln aus, schließt Freund- und Liebschaften, nimmt teil an den Lebens- und Leidensgeschichten der Mitreisenden. Der Zuschauer lernt den Sextouristen und Frührentner Franz (Martin Semmelrogge, Das Boot) kennen, der versucht, mit der philippinischen Toilettenfrau anzubandeln; den Ex-Soldaten Rudi (Jürgen Vogel, Fette Welt), der seine Armeeerlebnisse nicht richtig verarbeitet hat und sich mit einer Journalistin anfreundet; den Barbesitzer Walter (Michael Degen) mit seiner jungen einheimischen Lebensgefährtin, der den bodenständigen Ex-DDR-Lehrer und Langweiler Knut (Peter Röhring) sehr zum Missfallen von dessen Ehefrau Regine (Margit Carstensen) abfüllt, sowie viele einfache und doch einzigartige Menschen mehr.

Manila ist ein Ensemblefilm, der von der angespannten Situation der festsitzenden Passagiere lebt, die wohl oder übel miteinander in Berührung kommen und kommunizieren. Regisseur Romuald Karmakar legt wie schon bei Der Totmacher und seiner eindringlichen Dokumentation über zwei Söldner, Warheads, mehr Wert auf das Innenleben der Menschen als auf Handlung. Es wird dargestellt ohne bloßzustellen oder zu werten. Ein interessanter Film mit deutscher Kino- und TV-Prominenz (außer den oben genannten sind auch Eddie Arent, Herbert Feuerstein, Manfred Zapatka und Sky Dumont zu sehen), dessen Schlusssequenz mit einer eigenwilligen Version des Gefangenenchores dem Zuschauer wohl am besten in Erinnerung bleiben wird. --Benno Limberg

Produktbeschreibungen

Der internationale Flughafen von Manila. Die Maschine nach Deutschland verzögert sich. Die Passagiere, erfüllt von Ihren Reiseerlebnissen, kommen ins Erzählen. Und alles, was sie fern der Heimat erlebt haben, ist nichts gegen das, was ihre Geschichten im Laufe dieser Nacht in Gang setzen: Das Restaurant wird zur Bühne, die Toilette zum Ort der letzten Geheimnisse und der Wartebereich verwandelt sich in eine Opernarena für den "Chor der Gefangenen

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mehrmals sehen 11. Juni 2001
Format:Videokassette
Dieser Film zeichnet sich besonders durch seinen augenzwinkernden Sarkasmus aus. Er lebt vor allem durch die ueberzeichneten Charaktere, welche sich einer Extremsituation stellen muessen und so langsam ihre Fassade broeckeln sehen. Man muss diesen Film einfach mehrmals gesehen haben, um ihn in seiner Gesamtheit zu begreifen und jede kleine Spitze zu bemerken.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein bitterböses Drama von Romual Karmaker, teilweise zur Satire zugespitzt, aber so böse, daß einem das Lachen im Halse stecken bleiben kann. Alle Figuren werden mit Dauer des Films immer mehr überzeichnet, doch sind "Normalität" und Absurdität wirklich so weit von einander entfernt?

Man muß sich auf "Manila", die Sezierung und Ironisierung "der Deutschen" einlassen - dann erlebt man einen pointierten Film mit exquisitem Darstellerensemble, u.a. Manfred Zapatka, Martin Semmelrogge, Jürgen Vogel, Margit Carstensen, Sky Dumont, Michael Degen sowie Herbert Feuerstein und Eddi Arent.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von verdoux
Format:DVD
Was machen Menschen, die aus der "Normalität herausfallen", etwa durch einen unabsehbaren Aufenthalt auf einem Flughafen in einem exotischen Land? Es entstehen Freiräume in diesem (auch metaphorisch zu begreifenden) Warteraum, der Wahrnehmungsbereiche öffnet, Gespräche nehmen unerwartete Wendungen, Konventionen sind außer Kraft. Der von der Fluggesellschaft kostenlos gestellte Barbesuch wirkt katalisatorisch auf die seelischen Befindlichkeiten und der durch die Unabsehbarkeit der Aufenthaltsdauer steigende Druck läßt die Beteiligten seltsame Dinge tun. Ein wenig wie in Sartres "Eingeschlossenen" werden die Reisenden auf eine Art mit sich und anderen konfrontiert, die existenziell ist. Daß ein Großteil der Passagiere Deutsche sind, ist kein Zufall, die Kultur trennt und verbindet gleichermaßen. Auf dem konstruierten Tableau des exotischen Warteraumes (einer Art Fegefeuer?) zeigen sich Wesenseigenschaften und Lebenslügen deutlicher als im "Schutzraum" häuslicher Gewohnheit. Die innere Provinz ist überall, egal wie weit man reist. So wird die genau beobachtete und teilweise großartig gespielte psychologische Studie des Regisseurs zu einer offenen Frage nach dem "deutschen Wesen". Trieb- wie auch Zwanghaftigkeit, Nettigkeit wie auch Angeberei und Weltmannsposen bringen die Handlung wechselnd voran, einige Masken fallen, Haltungen wechseln und nicht alle Begegnungen, die der Nährboden des geteilten Warteraums hervorbringt, haben Bestand und oder bringen Bleibendes. In einem gewagten poetischen Bild läßt der Regisseur seinen "Reigen" schließlich zusammenfliessen: der spontan entstehende Choral, in dem die Passagiere für kurze Zeit in einem absurden Gesangsakt zu einem Wesen zusammenzuwachsen scheinen, ist ein großartiger Kinomoment mit irrealer Note - der jedoch nichts von der vorangegangenen Seelenschau zurücknimmt oder relativiert... Man muss diesen Film weder lieben noch genial finden - doch er liefert zweifellos eine Menge angerissene Fragen und lädt zum Denken ein über Konstruktion und Zerfall von Identität. Wer das Thema langweilig findet, der hat den falschen Film erwischt.
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