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Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur [Broschiert]

Michael Schmidt-Salomon
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (64 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Juni 2006
Wir leben in einer Zeit der Ungleichzeitigkeit: Während wir technologisch im 21. Jahrhundert stehen, sind unsere Weltbilder mehrheitlich noch von Jahrtausende alten Mythen geprägt. Diese Kombination von höchstem technischen Know-how und naivstem Kinderglauben könnte auf Dauer fatale Konsequenzen haben. Angesichts der Gefahren, die aus der Renaissance unaufgeklärten Denkens in einem technologisch hoch entwickelten Zeitalter erwachsen, entwirft das Manifest des Evolutionären Humanismus eine säkulare Gegenposition, die im Einklang mit den häufig desillusionierenden Ergebnissen der (natur-) wissenschaftlichen Forschung steht. Das Manifest liefert auf diese Weise nicht nur eine kompakte Zusammenfassung der Grundpositionen einer "zeitgemäßen Aufklärung", es ist auch ein entschiedenes Plädoyer für eine "alternative politische Leitkultur", die auf die besten Traditionen von Wissenschaft, Philosophie und Kunst zurückgreift, um das unvollendete Projekt der aufgeklärten Gesellschaft gegen seine Feinde zu verteidigen.

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Manifest des evolutionären Humanismus: Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur + Keine Macht den Doofen!: Eine Streitschrift + Jenseits von Gut und Böse: Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind
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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
92 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich ein MENSCHLICHER Leitfaden 23. Juli 2008
Format:Broschiert
Michael Schmidt-Salomons "Plädoyer für eine zeitgemäße Leitkultur" hat große Verbreitung gefunden. Darüber darf man froh sein. Er greift die wesentlichen Aspekte unserer Gesellschaft auf, unterzieht sie einer strengen Prüfung und stellt uns eine (auf)geklärte, geläuterte Version vor. Kritik an der Kirche und ihrer Apologetik ist ein wesentlicher Teil von Schmidt-Salomons Werk:
Er entlarvt die Theorie des "Intelligent Design" als den hilflosen Versuch, wissenschaftliche Erkenntnisse in Glaubensschemata zu pressen. "In Anbetracht des weltweit fortschreitenden religiösen Fundamentalismus ist es deshalb von absoluter Dringlichkeit, auf einen Prozess weltweiter religiöser Abrüstung hinzuwirken."
Grundbedingung dafür sei, dass auch minderprivilegierte Menschen Zugang zu Wissenschaft, Philosophie und Kunst finden. Rationale Aufklärung über Wesen und Wirkungsweise von Religion muss den gebührenden Stellenwert im Bildungssystem erhalten.

Besonders erhebend fand ich das vierte Kapitel über Sinn und Sinnlichkeit, mit dem Untertitel: "Warum uns der evolutionäre Humanismus nahe legt, aufgeklärte Hedonisten zu sein": Einen Sinn des Lebens kann man nur in diesem Leben erfahren (ist eigentlich logisch), mit und durch seine Sinne. So gesehen vertritt der Autor hier ein wunderbar einleuchtendes Theorem, das uns erlaubt, durch unsere Sinne zu leben und ihnen auch zu vertrauen - ganz im Gegensatz zur kirchlichen Lehre, die Leib- und Sinnesfreuden gegenüber feindlich eingestellt ist und die den Sinn des Lebens nicht in diesem aktuellen irdischen, sondern in einem jenseitigen, himmlischen (oder höllischen) Leben sucht.

Schmidt-Salomon beweist, dass eine Ethik ohne Gott möglich ist, mehr noch: dass wichtige Errungenschaften wie Menschenrechte und Demokratie nicht dem Konto des Christentums gutgeschrieben werden können, "musste doch jedes einzelne Menschenrecht dem Christentum ... in einem erbitterten Machtkampf abgerungen werden. ... Eine Ethik aber, die die Grundbedürfnisse (Interessen) der Menschen derart ignoriert, verdient es nicht, 'Ethik' genannt zu werden".
Bis heute hat der Vatikan die Europäische Menschenrechtskonvention nicht ratifiziert!

Schmidt-Salomon beschränkt sich nicht nur auf die christlichen Religionen. Religionen an sich kommen bei ihm schlecht weg. Dazu gehören auch die sog. "politischen Religionen" in totalitären Systemen.
Dort, wo er Kritik übt, tut er das unbarmherzig, tabulos, aber fair. Er bietet immer Auswege an und stellt Alternativen vor. Diese scheinen logisch, plausibel und durchdacht.
Es sieht aber auch die Grenzen: die "prinzipielle Unverträglichkeit von aufklärerischem und religiösem Denken". Klar arbeitet er heraus, dass das "Christsein" keine halbe Sache sein kann: "Ein christlicher Fundamentalist weiß - und das ist sein Vorteil gegenüber dem liberalen (Tauf-)Schein-Christen! -, dass Jesu Erlösungstat ohne Voraussetzung von Hölle und Teufel in etwa so sinnlos ist wie ein Elfmeterschießen ohne gegnerische Mannschaft." Dies ist mit ein Grund dafür, dass nicht nur die Anzahl der konfessionslosen Menschen steigt, sondern auch die der religiösen Fundamentalisten.
Als zusammenfassende Erklärung darf man im Anhang B die zehn Angebote (nicht: Gebote!) des evolutionären Humanismus verstehen, die den Zehn Geboten des Buches Exodus (Anhang A) gegenübergestellt werden. Diese zehn Angebote sind im Vergleich zu den beklemmenden "göttlichen" Zehn Geboten erhebend, befreiend und vor allem unverbindlich.
Zu vorletzt möchte ich noch auf die Anmerkungen hinweisen, in denen ich zahlreiche interessante Literaturhinweise fand.
Und zuletzt gilt mein Werben der Seite 196, wo Sie einen Aufruf zur Diskussion finden und das Manifest online unterzeichnen können. Die Giordano Bruno Stiftung ist allemal einen Besuch wert!
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117 von 143 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Humanismus 20. Juni 2007
Von Kritiker
Format:Broschiert
Ein sehr gutes Buch! Mit messerscharfem Verstand und mit fundierter Kenntnis stellt Dr. Michael Schmidt-Salomon allgemein verständlich den säkularen Humanismus vor. Dabei wird auf Religionskritik (neben den theistischen Religionen" werden auch die atheistischen und politischen Religionen kritisiert) nicht verzichtet.

Er stellt die Stützpfeiler des evolutionären Humanismus vor (Wissenschaft, Philosophie, Kunst). Es wird klar, dass der Evolutionäre Humanismus kein dogmatisches, sondern ein "offenes System" ist. Es wird deutlich warum der rationale Glaube an die Wissenschaft nicht mit "Wissenschaftsgläubigkeit" zu verwechseln ist.

Kritik und Verbesserung ist der Motor des evolutionären Humanismus, der damit im totalen Gegensatz zu der Ideologie der Religionen steht, die absolute nicht zu hinterfragende "Wahrheiten" verkünden.

Es werden brandaktuelle und kontrovers diskutierte Themen behandelt (halbierte Aufklärung, Fundamentalismus, ID, Bioethik, Sozial- und Bildungssystem usw.) Sehr gefallen hat mir das Kapitel "Den Eigennutz in den Dienst der Humanität stellen!" und die Zehn Angebote (nicht Gebote) des evolutionären Humanismus.

Fazit: Ein sehr lesenswertes Buch ! 5 Sterne !
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63 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wo bleibt die Empathie? 26. August 2008
Format:Broschiert
Wenngleich ich - als gemässigter Atheist mit naturwissenschaftlicher Vergangenheit - mit den Aussagen des Buches im vollen Einklang stehe, vermisse ich beim Autor doch die von ihm vielbeschworene Empathie. Ich hätte etwas mehr Fein- und Taktgefühl erwartet, denn man startet keine Revolution, wenn man nur diejenigen überzeugt, die bereits eingeschworen sind.

Religiöse Menschen sind meist sehr sensible, verletzliche und nach hohen Idealen strebende Menschen, die mehr auf ihr Gefühl als auf ihren Verstand hören. Sie finden in der Religion den Trost, die Geborgenheit und den Sinn des Lebens, den ihnen anscheinend die Gesellschaft in anderer Form nicht bieten kann. Wenn man ihnen diese "Krücken" wegnimmt, drohen sie ins Bodenlose zu fallen, wie man oft in Foren erkennt, in denen die offensichtlichen Parallelen zwischen Jesus und zahlreichen Göttern der Antike emotional und polemisch abgestritten werden. Halbwegs nüchterne und wissenschaftliche Diskussionsbeiträge findet man hier seitens der Theisten nur selten, denn in Sachen Geschichte, Biologie, Evolution und Psychologie sind sie oft gnadenlos weltfremd.

Leider geht Schmidt-Salomon aber auf die psychologischen Hintergründe und die gesellschaftlichen und evolutionären Vorteile der Religion nur allzu selten ein, schlägt keine Brücken durch empathisches Verständnis, sondern zelebriert stattdessen knallharten Verstand mit einer Prise verletzender Polemik. Auf diese Weise argumentiert der promovierte Denker stellenweise doch sehr "unhumanistisch" und plakativ, und rennt bei ähnlich hochgeistigen Köpfen offene Türen ein, statt neue zu öffnen.

Ich befürchte daher, dass das Manifest hauptsächlich der Polarisierung als der Aufklärung dient, was der Autor ja auch schon selber im letzten Kapitel dunkel erahnt. Eine Versöhnung zwischen Atheisten und Theisten findet nicht statt, denn letztere werden mit seinen Argumenten in die Defensive und damit Richtung Fundamentalismus getrieben. Schade, denn die Ideen hinter dem Manifest sind weitgehend geeignet, die Welt lebenswerter zu machen und gerade solche Menschen aufzufangen, die in der Religion ihren - wenn auch naiv übersinnlichen - Lebenssinn gefunden haben. Wer hat - ethisch gesehen - das Recht, Ihnen ihre glückselige Wunderwelt wegzunehmen?
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4.0 von 5 Sternen Ein intelligenter Vorschlag für eine neue konfessionslose Ethik
Sehr sachlich, wissenschaftlich, ohne Idealismen und auch ohne Zynismen, spricht der Author über Gott und Religion, und dann von einer besseren menschlichen Ethik ohne die... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Tagen von ESLEBEBÜCHER veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Haben Religionen wirklich keine Zukubnft?
In meinen Vorstellungen über Humanismus verband ich stets die Oper Zauberflöte und die Ode an die Freude. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Rudolf Draka veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Als Schullektüre dringend empfohlen
Ein dringend nötiges, hervorragend zu lesendes Buch, von einem der besten Autoren, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Erika Hösl Erika Hösl veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Philosophie - gut erklärt von einem genialen Wissenschaftler
Lesen - lesen- und immer wieder lesen. Man entdeckt dieses Buch immer wieder neu. Herr Schmidt-Salomon ist u.a. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Ingeborg Albert veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wie der Namme schon sagt...
...eine sehr gute Zusammenfassung all dessen, was das Weltbild eines Atheisten ausmacht. Ohne Anspruch auf 100-%ige Gültigkeit für Alles und Jeden, aber ausgesprochen... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Jakob Schulze veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch, vor allem für Entscheidungsträger
Dieses Buch zeigt auf, wie die Zukunft der Menschen, der Tierwelt und der gesamten Umwelt besser, humaner, geregelt werden könnte!
Vor 3 Monaten von Mario Strunk veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen humanistisch mit einem hauch religionshetze
ich fand das buch gut, obwohl mich anfänglich sehr überrascht hat, wie sehr die religion "verteufelt" wird. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von vincent veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ein grandioses Manifest
Das Manifest des evolutionären Humanismus habe ich jetzt schon ein zweites Mal gelesen, es ist einfach fantastisch, wie Michael Schmidt-Salomon darlegt, wie eine... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Breidenbach veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Selten spannendes Buch
Diese kleine Büchlein habe ich mit anfänglicher Skepsis, aber dann rasant zunehmender Begeisterung gelesen und schon oft verschenkt. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Herbert Deininger veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Lohnt sich nicht
Wer Michael Schmidt-Salomon schon ein paar Mal live erlebt hat, der weiss, was er vom Buch erwarten kann.

Das war auch so. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Lombardei veröffentlicht
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