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Manieren. 2 CDs. [Audiobook] [Audio CD]

Asfa-Wossen Asserate , Gunter Schoß
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Produktinformation

  • Audio CD: 140 Seiten
  • Verlag: Eichborn; Auflage: 1 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3821853557
  • ISBN-13: 978-3821853550
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 12,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 536.631 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Asfa-Wossen Asserate
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Die letzte Dame, dahingesunken - Prinz Asfa-Wossen Asserate über die Sitten der Deutschen Ursula Pia Jauch Das Verhältnis des deutschen Menschen zu den sogenannten Manieren ist, gelinde gesagt, ein schwieriges. Misstrauisch beäugt von den Franzosen, den Spaniern und den Engländern, die sich von alters her als die einzig eleganten Nationen verstehen, versucht der Deutsche, seinem Auftreten etwas Schliff zu geben. Kommt er dann im tiefvioletten Sakko einher und hat auch nicht vergessen, dass für das Schuhwerk ein englisches «after six no brown» einzuhalten ist, hat er gleich dreifach gefehlt. Violett gehört in die katholische Liturgie, «Sakko» ist ein Unwort, das nur ein Herrenoberbekleidungsverkäufer ungefährdet verwenden darf, und für den Engländer zeigt sich der deutsche Untertanengeist exakt darin, wie pedantisch in Germanien abends braunes Schuhwerk gemieden wird. Dennoch ist Verzweiflung nicht angesagt. Auch die Grossen unter den deutschen Denkern wussten, dass, wo es um «Manieren» ging, mindestens leichte Vorsicht angebracht ist. Dem Betrüger, so Immanuel Kant in der «Metaphysik der Sitten», ermangle es an guten Manieren ebenso wenig wie dem Trunkenbolde am Wein. In Herders «Briefen zur Beförderung der Humanität» findet sich eine wütende Predigt gegen die «Gallicomanie» mit ihren Moden, Kleidern und Manieren, die jeden properen Deutschen zu einem ungeschickten Affen machten. Nietzsche schliesslich befindet (in der «Dritten Unzeitgemässen Betrachtung» und sowieso nach einer länglichen Invektive gegen alles wohl- und übelriechend Sublimierte), dass die Franzosen gar nicht so Unrecht hätten, «wenn sie bei dem Verlangen einzelner Deutscher nach Eleganz und Manieren sich an den Indianer erinnert fühlen, welcher sich einen Ring durch die Nase wünscht und darnach schreit, tätowiert zu werden». Neue Perserbriefe? Kurzum. Das Verhältnis der Deutschen zu den Manieren ist historisch und philosophisch prekär. Nun aber, im Jahre 2003, kommt einer, ein äthiopischer Prinz von dunkler Hautfarbe, und reist durch Deutschland wie einst Usbek in den Montesquieu'schen «Perserbriefen» durch Frankreich. Er studiert die Deutschen und ihre Sitten – dazu gehören auch die Manieren –, und zwar vom politisch längst untergegangenen baltisch-deutschen Adel bis hin zu den handfesten Hausgebräuchen der heutigen Bajuwaren. Zur Person von Asfa-Wossen Asserate liesse sich steckbrieflich sagen, dass er 1948 in Addis Abeba als Grossneffe des Kaisers Haile Selassie geboren wurde, in Cambridge und Tübingen studierte, dass er sich nach der äthiopischen Revolution von 1974 (die seinen Vater als Vertreter des äthiopischen Feudalregimes das Leben kostete) in Deutschland niederliess, wo er heute dem durchaus bürgerlichen Beruf eines Unternehmensberaters nachgeht. Dass Asserate sein Buch über das Verhältnis des Einzelnen zum Comment mit dem schlichten Titel «Manieren» überschreibt, gehört zum Prinzip des Understatements, das aus all diesen Seiten und Kapiteln spricht. Es geht hier kaum je um die Do's und Dont's der trivialen Benimmkultur, um deren korrekte und vollständige Auflistung sich gegenwärtig und paradoxerweise gerade jene Gesellschaft wieder bemüht, die noch vorzeiten die «guten Sitten» auf den Misthaufen der Geschichte zu werfen für stilvoll hielt. Asserate, der viel und gerne von sich spricht (allein das erste Kapitel beschreibt, auch hier mit viel politischem Understatement, seinen «Weg nach Deutschland») – Asserate also, der «in Cambridge mit Trotzkisten und Maoisten im Smoking debattiert hat» und trefflich über die Unterschiede beim Tragen von bretonischen Hauben und Schwälmer Unterröcken und über sardisch umwickelte Hirtenwaden zu parlieren versteht, weiss zugleich, dass, was wir Manieren nennen, nur ein ganz dünner Firnis ist. Manieren sind allenfalls die äusserste Hülle der Menschwerdung, sie halten sich nicht an steife Regeln, sondern gehören mit den Werten der Erziehung, der kulturellen Herkunft, der Urteilskraft und des Sinnes für Nähe und Distanz, zu einer Ästhetik der eigenen Existenz. Börsen-Parvenüs (sofern es sie noch gibt) und Kaderseminar-Organisatoren werden hier keinen pragmatischen Leitfaden finden. Und sowieso plädiert Asserate weder für ein feinsinniges Spiessertum noch für eine Rückkunft der guten alten Sitten. Die besten Kapitel seines Buches sind lesbar nicht als Benimm-Fibel, sondern als Versuch einer deutschen Sittengeschichte unter den erschwerten Bedingungen der Moderne. Das ist ein paradoxes Unternehmen. Denn es fragt danach, wie wir in Zeiten der Egalisierung, der Aufhebung von Differenz und Distanz doch noch ein empfindsam unterscheidendes Selbst sein können, und zwar frei von Gravität und steifer Würde. Ade, edler Ritter Nehmen wir etwa Kapitel vier und fünf. Das eine handelt von der Dame, das andere entwickelt einen «Versuch über den Herrn». Jeder empfindsame Leser weiss, dass wir hier auf dem Minenfeld der konservativen Kulturkritik lustwandeln. «Die Dame ist unerklärlich.» Sie lässt sich weder literarisch noch soziologisch begreifen, eine verlässliche Damen-Ontologie gibt es nicht. Die Dame ist eine Höchstleistung der europäischen Kultur, sie kann eine Anarchin sein, aufsässig und unbezähmbar, und doch bleibt sie der immer schon bessere Mensch. Marie Anne Charlotte Corday d'Armont, nach dem Mord an Marat auf ihre Hinrichtung wartend, gestattete dem Abgeordneten Barbaroux, der sie vor dem Schafott retten wollte, einzig die Ehre, ihre Schulden zu übernehmen. Als ästhetisches Wesen konnte die Dame nur in einer Zeit leben, in der die bedingungslose Hingabe noch nicht unter den Verblendungsverdacht fiel. Wenn Schopenhauer zu Beginn des 19. Jahrhunderts gegen das europäische Damenunwesen zu polemisieren beginnt, zeigt sich in ihm nicht der Weiberfeind, sondern (und durchaus schopenhauerianisch gedacht) der abstrakte Wille kommender Egalisierung. Der Feminismus entstand, so Asserate, als die Demokratie mit dem Ideal der Dame «krachend» zusammenstiess. Folgerichtig ist für Asserate der Feminismus der Versuch, das für die europäische Zivilisation wesentliche Ideal der Dame unter den Bedingungen der industriellen Massengesellschaft aufrechtzuerhalten. – Das ist als These immerhin so schön wie provokativ, und nach einigen gut gelaunten Bemerkungen über die ästhetische Absurdität einer gender-korrigierten Sprache weinen Autor und Rezensentin jener Dame, die dereinst als letzte ihres Standes dahingesunken sein wird, eine Träne nach. Doch auch für den Herrn sehen die Zeiten nicht rosiger aus, time of chivalry has gone. Gelegentlich sehen wir noch ein rares Exemplar, inmitten der Geducktheit des ökonomisch dressierten Bürgertums. Kaum ein Vertreter ritterlicher Männlichkeit würde es heute noch wagen, hoch zu Pferd in den Salon (nicht: Saloon) einzureiten und nach dem Abservieren Kristallglas und goldenes Geschirr aus dem Fenster werfen zu lassen. Wo früher die Geste selbst zählte und diskrete Wertmarken bei jenen setzte, die sie zu dechiffrieren verstanden, lauert heute, in säkularen Zeiten, der blosse Unverstand. Die Zeichensprache der Désinvolture, mit der sich der Herr – gerade, weil er «Seele» hatte – über die Sache stellte, hat nichts gemein mit jener funktionalen Anteillosigkeit, mit der die Geschäftsträger der Gegenwart ihre Pflichten routiniert exekutieren. Ein Herr lässt keine Markenartikel auf seinen Leib kommen, der Geschäftsmann von heute trägt «Boss» und ähnlich geschwätziges Tuch, schon damit ist das Verhängnis besiegelt. Klugheitslehre Und so fort. Ohne Zweifel kann man sich des Längern darüber unterhalten, ob der Herr ein Portemonnaie auf sich tragen darf, wie alt der Familienadel sein muss, damit Verlobungen per Telegramm zu annoncieren sind, und ob Blindprägung und Antiqua für eine Visitenkarte ausreichen oder vielleicht doch ein Grafiker auf das kleine Papier losgelassen werden muss. Asserate streift all diese wichtigen Petitessen, und nicht ohne Eitelkeit gibt er dem deutschen Leser zu verstehen, dass dieser längst nicht mehr weiss, was «Volapük» bedeutet. Wohl ist Asserates Blick ins Museale gerichtet, doch der grosse Bogen des Buches hat nichts mit kleinlichen Manieren (oder gar Manierismen) zu tun. Wie einst seinem Vorläufer Freiherr Knigge (den Asserate, obwohl ein Freund extensiver literarischer Bezüge, nie erwähnt) geht es Asserate um eine Klugheitslehre, in der die Frage nach dem Selbst in einer sich rasant verändernden sozialen Umwelt zur Sprache kommt. Hier spricht kein Manierenpapst und auch kein Sittenrichter, sondern (wenn auch mit einem Stich ins Selbstgefällige) der alltagsdienliche Gebrauchsphilosoph. Längst sind wir alle Spiesser geworden, und dass einer gescheit, mit Lebenserfahrung und dem nötigen Sarkasmus über Grobianismen und Ehre, über Nachlässigkeit und Aufmerksamkeit, gar über «Manieren im Kommunismus» zu reden versteht, darf mit einem guten alten Compliment bedacht werden. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 08.10.2003
Achtung, dies ist keines der typischen Benimm-Bücher, warnt Ijoma Mangold, auch wenn es aus Adelskreisen stammt. Sein Verfasser, Asfa-Wossen Asserate, ist ein Neffe des letzten äthiopischen Kaisers und lebt heute als Unternehmensberater in Frankfurt, informiert der Rezensent. Sein "Manieren"-Buch atmet für Mangold einen ganz freien Geist und liefert zugleich ein prächtiges Sittenbild der deutschen Gesellschaft. Zur Illustration liefert Mangold ein Beispiel: Wo üblicherweise im Benimm-Kanon vor Unpünktlichkeit gewarnt werde, kümmere sich Asserate nicht um den Unpünktklichen, sondern um die Wartenden, denen es obliege, den Unpünktlichen nicht bloßzustellen. Das ist wahrer Benimmadel! Am vergnüglichsten findet Mangold denn auch die Stellen im Buch, wo sich Asserate den Distinktionsversuchen der "schönen Welt" - wie er die Adelskreise von heute nennt - widmet. Wo das Bürgertum nachahmt, muss sich die "schöne Welt" absetzen, und so weiß Asserate, berichtet Mangold, dass es in Adelskreisen zur Zeit dazugehört, das en face-Schnauben bei starkem Schnupfen auszuhalten und nicht etwa den Kopf abzuwenden. Das alles wirkt ein wenig wie aus vergangenen Zeiten, gesteht Mangold ein; er verweist auf den Autor, der versichere, dass vieles davon, zumindest "als regulative Idee", in Adelskreisen heute noch lebendig sei.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Floetelei TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Zur Zeit Friedrichs des Großen stritten sich zwei adlige Damen, welcher von ihnen bei Hofe der Vortritt gebühre. Die Randbemerkung des Alten Fritz, der sich ja um alles selbst kümmerte: Die größere Närrin gehe voran."

Den beiden Damen mangelte es vielleicht nicht an Standesdünkeln wohl aber an guten Manieren. Asfa-Wossen Asserate gibt in seinem Bestseller Manieren" eine ganz einfache Antwort auf die Frage der Rangfolge: Der Höhergestellte ist immer der andere. Denn gute Manieren haben laut Asserate weniger mit äußerer Etikette zu tun als vielmehr mit innerer Haltung. In einem Interview sagte er: Jemand, der alle Benimmregeln kennt, der aber keine Herzensbildung hat, ist für mich noch lange kein Mensch mit guten Manieren."

Gute Manieren, das sind für ihn eine Mischung aus Aufmerksamkeit und Nachlässigkeit. Die ganze Aufmerksamkeit müsse dem anderen gelten. Die eigene Person hingegen sei auf jeden Fall zu vernachlässigen. Außerdem sollen die Manieren beiläufig und ohne Angeberei daher kommen. Diese Mixtur aus Anmut und Demut saugten der Adel und die alten bürgerlichen Eliten quasi mit der Muttermilch auf.

Manieren lernen, das wollten traditionell immer nur die Aufsteiger. Prinz Asfa-Wossen bezweifelt, dass das Pauken von Anstandsregeln auf dem Weg nach oben hilfreich ist - und die 68er scheinen ihm Recht zu geben. Sie sind zwar durch die Institutionen marschiert, haben dabei aber bewusst die Manieren als bourgeois auf der Strecke gelassen.

Die Kinder und Enkel der Revoluzzer aber scheinen sich wieder nach verbindlichen Regeln zu sehnen. Davon zeugt unter anderem eine fast schon groteske Fülle so genannter neuer Knigges für alle Lebenslagen.

In der Flut aktueller Titel findet man den Ess- und Tischknigge, den Japan-Knigge, den Campusknigge, den Business-Knigge, den Sex-Knigge, den Krawattenknigge - und, wen wundert's bei so viel Knigge, auch die Knigge-Fallen". Soviel Knigge in der Optik" trübt den Blick auf das, was Manieren wirklich ausmacht. Denn der unfreiwillige Namenspate all dieser Benimm-Büchlein, Adolph Freiherr von Knigge, hat als einziger in dieser Liste gar keinen Knigge geschrieben, sondern ein Buch mit dem Titel: Über den Umgang mit Menschen." Asserate teilt diese Fehleinschätzung als Manieren-Papst mit Knigge, den er als großen Mann der deutschen Aufklärung bewundert. Auch Asserate hat keine Aufzählung von Anstandsregeln verfasst. Viel eher geht es ihm bei seiner brillant geschriebenen Untersuchung der europäischen Manieren um das Herausbilden eines bestimmten Menschentypus."

Und schon gar nicht lehrt ein äthiopischer Prinz den Deutschen Mores", wie das etliche Journalisten formulierten. Erstens würde er sich das nie anmaßen, denn er hat gute Manieren. Zweitens ist er seit vielen Jahren selbst Deutscher.

Er lebt seit 1968 in Deutschland und arbeitet heute in Frankfurt als Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten. Prinz Asfa-Wossen kennt seine deutschen Landsleute so gut wie kaum ein Zweiter. Hinzu kommt bei ihm freilich der Blick eines Menschen, der in zwei Welten zuhause ist. Eine Journalistin nennt Asserate den Ethnologen mit dem klaren Blick." Tatsächlich hat er in Tübingen, Cambridge und Frankfurt neben Jura und Volkswirtschaft auch Geschichte und Ethnologie studiert. Doch anders als ein Völkerkundler betrachtet Asserate seine Studienobjekte nicht nur wissenschaftlich kühl von außen sondern auch mit Herzenswärme von innen.

Die Lektüre dieses Buches bereitet von der ersten bis zur letzen Seite reinstes Vergnügen, ist darüber hinaus ein aufklärerisches Werk im besten Wortsinn und gehört in jeden Bücherschrank.
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114 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Marc Rohde VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Was gibt es über dieses Buch zu sagen? Womit fange ich an? Dass der Autor ein äthiopischer Prinz ist? Dass er seit etwa 30 Jahren in Deutschland lebt? Dass er offensichtlich über eine hervorragende Beobachtungsgabe verfügt, und was fast noch wichtiger ist, ein ausgesprochenes Talent für Formulierungen?

"Manieren" ist wirklich kein Ratgeber im eigentlichen Sinn. In diesem Buch beschreibt der Autor auf eine doch irgendwie persönliche, durchaus humorvolle Art und Weise seine Beobachtungen zu den Manieren in der Welt, vorrangig in West-Europa, vorrangig in Deutschland. Dabei hilft ihm der Blick des Aussenstehenden, den er glücklicherweise auch nach so langer Zeit in Deutschland noch nicht verloren hat. Er verknüpft hier aktuelles mit geschichtlich mehr oder weniger bedeutenden Vorfällen, beschreibt selbst oder von guten Freunden und Bekannten erlebte Anekdoten und ist durch diese persönlich Note sehr, sehr angenehm zu lesen. Ach ja, für viele Leute (wie auch für mich) ist Anfangs ein Fremdwörterbuch sicher eine gute Hilfe. Das Buch ist diesen Aufwand aber ganz bestimmt wert! Letztlich fragt man sich, ob das Buch vielleicht nicht doch ein Ratgeber ist; wenn ja, dann ein ziemlich subtiler.

Dieses Buch ist übrigens auch ein nahezu perfektes (Weihnachts-)geschenk: man denke nur mal an das Lange Gesicht des Beschenkten, wenn er den Titel des Buchs sieht. Spätestens nach ein, zwei Kapiteln sollte aber ein eventuell aufgekommener Gram dann doch in Dankbarkeit umschlagen... Wenn nicht, hat's der Beschenkte nicht gelesen.

Mein Fazit: Lesen, staunen, gut-finden.

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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
So wunderbar! 23. September 2005
Format:Taschenbuch
Asfa Wossen Asserate stammt aus dem äthiopischen Kaiserhaus, dass immer der deutschen Kultur sehr zugetan war. Nun lebt er seit vielen Jahren in Deutschland und ist ein profunder Kenner der deutschen Kultur und Seele. Dennoch hat er noch immer genügend Distanz, deutsche Befindlichkeiten kritisch zu sehen. Ihm ist mit "Manieren" - das nun als Taschenbuch vorliegt - ein Sittenbild gelungen, das ganz bestimmt lange Bestand haben wird. "Manieren" ist kein Benimmbuch und kein Ratgeber. Es ist vielmehr ein Kopfkissenbuch für all' jene Menschen, die mit Neugier am gesellschaftlichen Leben teilhaben möchten. Asserate hat so feinsinnig und treffsicher Selbstverständliches und Besonderes auf den Punkt gebracht, dass man bestimmte Passagen immer und immer wieder liest. Er macht keinen Hehl aus seiner eigenen distinguierten Herkunft, zeigt aber dennoch deutlich auf, dass Manieren eben kein Privileg der wohlsituierten Bildungsbürgerschicht sind, sondern vielmehr eine Frage der inneren Haltung. Manchmal mutet sein geschliffenes Deutsch, dass das Lesen dieses Buches zu einem zusätzlichen Vergnügen macht, ein wenig nostalgisch-altmodisch an. Auch einen leichten Snobismus kann man durchaus ausmachen. Aber all'das trägt zu einem ganz besonderen Buch bei, dass dem Leser nicht nur Vergnügen bereitet sondern im positivsten Sinne auch die eine oder andere Lektion erteilt, die man so schnell nicht vergisst!
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... wenn man nicht nach einem Sammelsurium von Ge- und Verboten auf dem öffentlichen Parkett sucht; Oder einer Anleitung, sein eigenes Wesen möglichst gekonnt hinter... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Eric F. veröffentlicht
Platt, anmaßend, enttäuschend - hier geht es eher um...
Nachdem ich "Vom Umgang mit Menschen" von Freiherr von Knigge gelesen hatte - ein erstaunlich freidenkerisches, sehr aufschlussreiches, weises Buch - war ich von "Manieren" sehr... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von V. Franziska Bartl veröffentlicht
Ein hervorragendes Buch!
Wer sich unter dem vorliegenden Buch einen modernen "Knigge" erwartet hat, um zu erfahren welches Glas zu welchen Wein genutzt wird, wird enttäuscht sein. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von M. Scholz veröffentlicht
Wertvoll, gerade weil kein "Knigge"
Ein "Knigge" ist dieses Buch gewiß nicht, aber es ist ein pointiert geschriebener, unterhaltsamer und lehrreicher Denkanstoß für unseren alltäglichen... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von K. München veröffentlicht
Manieren - unterhaltsam aufbereitet
Für mich war es reinster Lesegenuss von a bis z eine vergnügliche Darstellung wie sich die verschiedenen Verhaltensregeln entwickelt haben und wo die Ursprünge... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Helmut Frerker veröffentlicht
Melancholischer Abgesang
Möglicherweise ist es unmanierlich, den vielen klugen Rezensionen hier noch eine weitere hinzuzufügen - aber ein paar Aspekte sind doch noch nicht genannt worden. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Konkordant veröffentlicht
manieren
Das Buch ist ja nicht brandneu. Ich bin allerdings über die Literaturangabe des Buches "Respekt" von P. Mauritius Wilde (Münsterschwarzach) darauf gestoßen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Februar 2010 von henry
Manieren
Ein sehr aufschlussreiches Buch über europäische und besonders deutsche Lebensart und manchmal auch nicht mehr vorhandene Manieren aus der Sicht eines Äthiopischen... Lesen Sie weiter...
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Warum stand Immanuel Kant noch als Todkranker auf, um seinen Arzt anständig zu empfangen? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. November 2008 von Dr. Reinhart Clemens
Höchst chrarmant....
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Veröffentlicht am 19. April 2008 von Marina C. Watteck
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