"Manhattan Murder Mystery" ist der Remy Martin unter den Krimikomödien und Woody Allen's Tribut an Hitchcock's "Rear Window" ("Fenster zum Hof") oder auch Orson Welles' "Double Indemnity". Vor allem ist es ein geglückter Versuch des Regisseurs, eine klassische Krimihandlung mit den für seine Filme typischen Elementen anzureichern.
Diane Keaton und Woody Allen mimen ein Ehepaar in den besten Jahren, welches aber auch schon leidenschaftlichere Zeiten gesehen hat. Da kommt es gerade recht, dass die Nachbarin plötzlich das Zeitliche segnet, der Witwer aber so gar nicht zu trauern scheint, denn Diane Keaton stellt daraufhin voller Enthusiasmus mit ihrem Hausfreund Ted (Alan Alda hier wieder einmal grossartig als Allen-Feindbild) eigene Nachforschungen an - bei denen sich ihr Mann nur sehr widerwillig und zögerlich anschliest.
Wenngleich der Krimiplot nicht immer 100%ig glaubwürdig ist, ist es doch sehr erfrischend, einen typischen Woody-Allen-Film (inklusive Dinnerszenen, Beziehungskisten und One-Liner-Gags) mal auf etwas andere, ja fast spannende Art und Weise präsentiert zu bekommen. Das Beste an dem Film ist jedoch die Chemie der 4 Hauptdarsteller: Diane Keaton und Woody Allen harmonieren wie gewohnt, obwohl es ihre erste Zusammenarbeit nach vielen Jahren ist. Alan Alda und Anjelica Huston bringen mit ihren amüsanten Nebenrollen ebenfalls viel Witz ein, und dem ganzen Ensemble ist der Spass an der Zusammenarbeit förmlich anzumerken.
Der Film hat einige sehr witzige Szenen, etwa als sich die 4 zu später Stunde in New York noch zum Essen treffen und dann ihren grossartigen Plan mit dem fingierten Telefonanruf aushecken.