20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
!!!!!!Telefonbuchdick und ein Manga!!!!!!, 1. April 2002
Rezension bezieht sich auf: Manga Power 01 (Taschenbuch)
Gleich das erste Auffällige: Die Manga Power ist dick, wirklich dick. 484 Seiten (incl. Cover), 3,5 cm Dicke, sind eben doch mehr als zwei Taschenbücher zusammen. Die Größe liegt mit DIN A5 zwischen der eines normalen Taschenbuchs und der der BANZAI!. Das Cover und das Rückenbild sind identisch. Bis auf die Cover gibt es keine weiteren Farbseiten, was natürlich heißt, dass die Farbseiten der Manga in s/w abgedruckt wurden. Vom Inhalt konzentriert sich die Manga Power sehr stark auf die Manga selbst, weniger auf redaktionelle Teile, und die einzelnen Serien sind von nie mehr als von maximal einer Werbeseite als Lückenfüller unterbrochen.
Die Serien selbst bieten einen angenehm bunten Mix aus Serien für Mädchen und Jungen verschiedener Altersstufen, auch verschiedenste Zeichenstile treffen aufeinander. Die Serien sind (der Reihe nach):
- Chobits (2 Kapitel pro Ausgabe)
- Turn A Gundam
- Gunsmith Cats
- Peach Girl
- Cyborg Kuro-chan
- Psychic Academy
- Ichabod
- The Big O
- Wings of Vendemiaire
- Kindaichi Shonen und
- What's Michael
Interessant bei der deutschen Umsetzung ist, dass sich die Schriftarten zwischen den einzelnen Serien gelegentlich voneinander unterscheiden und sich dabei am jeweiligen Zeichenstil orientieren - gerade bei dem Shoujo-Manga "Peach Girl" (ob es Zufall ist, dass auf der ersten Seite von "Peach Girl" gerade die beiden Ausdrücke "Gute Zeiten" und "Schlechte Zeiten" hervorgehoben sind?), wo die auffällig dünne Schrift recht gut zum sehr strichlastigen Zeichenstil passt. Einzig bei "Chobits" hat man gelegentlich das Gefühl, dass der tatsächliche Text für die Sprechblase zu klein ist. Sehr gut gelungen ist die Druckqualität: Moirée-Muster wird man nahezu vergebens suchen.
Der redaktionelle Teil ist recht knapp: Nach dem Vorwort sinniert Osiabi-sensei auf zwei Seiten über den japanischen Brauch von Pferdebildern, sogenannte "Ema", und dann geht's auch gleich mit den Manga los. Abgeschlossen wird das "Telefonbuch" mit einem Gewinnspiel, einem zweiseitigen Artikel über das Zeichnerteam CLAMP, vier Seiten über das "Gundam"-Universum und der obligatorischen "Sutoppu!"-Seite.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Meine Vorfreude hat sich sehr schnell gelegt, 1. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Manga Power 01 (Taschenbuch)
Bei mir (22) hat sich im Gegensatz zu den anderen Kritikern die Freude auf manga Power sehr schnell in Frust über den Inhalt gewandelt. Ich war zuerst von der Dicke der Bände begeistert, da ich Mangas sehr schnell verschlinge, wenn ich erstmal angefangen hab zu lesen. Also nahm ich begeistert die ersten 3 Bände mit.
Die erste Serie "Chobits" ist wirklich witzig und gelungen, "Turn a Gundam" fand ich ok.
Dann beginnt jedoch "Gunsmith Cats" mitten in der Story, ohne Vorgeschichte oder Einleitung. Man versteht zwar während des Lesens, worum es geht, aber das irritierte mich doch sehr.
"Peach Girl" ist GZSZ gedruckt, aber dank der witzigen Einlagen doch lesenswert zum Entspannen.
"Cyborg Kuro-Chan" ist etwas chaotisch, hat mir nicht so gefallen. "Psychic Academy" hat hingegen wieder eine ganz gute Story, die übertriebenen Oberweiten der Mädels nerven im sonst netten Zeichenstil.
Dann kommt allerdings eine Serie, die mir echt die Laune verdorben hat am Weiterlesen, "Ichabod". Über Zeichenstil lässt sich ja streiten, aber wenn ein Tennager sich im Krankenhaus eine Katheternadel in den Arm steckt und damit droht, sich Luft in die Venen zu pusten, um einem Häftling zur Flucht zu verhelfen, hörts bei mir auf. Dessen Schwester wurde nämlich von Ichabods geheimnisvollen Vater missbraucht und Ichabod will durch den Häftling seinen Vater, der ein Schwerverbrecher ist, finden. Etwas später schneidet sich Ichabod dann die Vorhaut seines * ab und geht bluttriefend, das abgeschnittene Stück in der Hand, zu seiner lesbischen Mutter. Die Serie ist so dermassend ekelerregend und geschmacklos, dass mir wirklich die Lust am Weiterlesen vergangen ist.
Die folgende Serie "The Big-O" ist interessant gezeichnet, aber nichts herausragendes.
"Wings of Vendemiaire" ist die zweite Serie, auf Grund derer mein schlechter Gesamteindruck von manga power entsteht. Die anfangs harmlose Geschichte wird immer absurder, das junge Robotermädchen mit Engelsflügeln zeigt dem Hauptcharakter der Geschichte, dass sie ein Roboter ist, indem sie ihren Rock hochzieht?! Der Junge will das Mädchen aus den Klauen ihres bösen Besitzers befreien, der bei fast jedem Auftritt irgendjemandem etwas mit seinem Säbel abhackt, und Ende Band 2 stürzt sich das Mädchen vom Kirchturm.
"Kindaichi-Shonen" ist ein Krimi, sind allgemein nicht so mein Fall, geht um einen Mörder, der die Kinder einer Theatergruppe nacheinander auf grausame Arten tötet, was Kindaichi zu verhindern versucht.
"What's Michael" war nicht mein Fall, das Leben eines Katers.
Über die in Band 3 anfangenden Serien kann ich nicht viel sagen, die einzige, die mir davon gefallen hat, war "Shinku Chitai".
Mein Eindruck von manga power ist, dass die Qualität der Serien der Quantität weichen musste. Von den 12 Serien haben mir 3 gut gefallen, Ichabod ist ekelerregend und Vendemiaire absurd. Das ein Mörder harmlose Theaterschüler tötet, finde ich auch nicht gerade sehr berauschend. Das sehr bekannte Gunsmith Cats hinterlässt einen faden Eindruck, weil man mitten in der Story einsteigt, auch Gundam Wing fängt nicht wirklich von vorne an, sondern beginnt damit, dass sich 3 Jungs voneinander verabschieden. Auf Grund der Beispiele sind einige Serien meiner Meinung nach auf keinen Fall für Kinder geeignet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
6 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Kauft lieber BANZAI!, 6. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Manga Power 01 (Taschenbuch)
Tja, schön dick ist die Manga Power ja schon. Allerdings ist die Qualität der zahlreichen Serien eher fragwürdig. Außerdem scheinen sich die Herausgeber nicht ganz über die Zielgruppe im Klaren zu sein. Einige Mangas sind "romantisch-schmalzig", einige Grenzdebil. Die Pointen fehlen meistens und überhaupt sind die Mangas größtenteils sehr düster. Außerdem enden einige Episoden einfach im Nichts, ohne irgendeine Auflösung (ich habe Band 2 zuerst gelesen, deswegen weiß ich das...). Einige Themen sind etwas zu krass, wie zum Beispiel "Ichabods" beinahe Selbst-Kastration (naja, im Comic wird das durch seine lesbischen Eltern erklärt). Ich könnte jetzt noch ewig weiterschreiben, aber mein Fazit ist: die 3 Sterne gibt's nur für den Wiederverwertungswert als Serviette oder Toilettenpapier... Kauft euch lieber Banzai, die ist zwar dünner, dafür gibt es da wenigstens Charaktere mit denen man auch mitfühlen kann!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein