Bei mir (22) hat sich im Gegensatz zu den anderen Kritikern die Freude auf manga Power sehr schnell in Frust über den Inhalt gewandelt. Ich war zuerst von der Dicke der Bände begeistert, da ich Mangas sehr schnell verschlinge, wenn ich erstmal angefangen hab zu lesen. Also nahm ich begeistert die ersten 3 Bände mit.
Die erste Serie "Chobits" ist wirklich witzig und gelungen, "Turn a Gundam" fand ich ok.
Dann beginnt jedoch "Gunsmith Cats" mitten in der Story, ohne Vorgeschichte oder Einleitung. Man versteht zwar während des Lesens, worum es geht, aber das irritierte mich doch sehr.
"Peach Girl" ist GZSZ gedruckt, aber dank der witzigen Einlagen doch lesenswert zum Entspannen.
"Cyborg Kuro-Chan" ist etwas chaotisch, hat mir nicht so gefallen. "Psychic Academy" hat hingegen wieder eine ganz gute Story, die übertriebenen Oberweiten der Mädels nerven im sonst netten Zeichenstil.
Dann kommt allerdings eine Serie, die mir echt die Laune verdorben hat am Weiterlesen, "Ichabod". Über Zeichenstil lässt sich ja streiten, aber wenn ein Tennager sich im Krankenhaus eine Katheternadel in den Arm steckt und damit droht, sich Luft in die Venen zu pusten, um einem Häftling zur Flucht zu verhelfen, hörts bei mir auf. Dessen Schwester wurde nämlich von Ichabods geheimnisvollen Vater missbraucht und Ichabod will durch den Häftling seinen Vater, der ein Schwerverbrecher ist, finden. Etwas später schneidet sich Ichabod dann die Vorhaut seines * ab und geht bluttriefend, das abgeschnittene Stück in der Hand, zu seiner lesbischen Mutter. Die Serie ist so dermassend ekelerregend und geschmacklos, dass mir wirklich die Lust am Weiterlesen vergangen ist.
Die folgende Serie "The Big-O" ist interessant gezeichnet, aber nichts herausragendes.
"Wings of Vendemiaire" ist die zweite Serie, auf Grund derer mein schlechter Gesamteindruck von manga power entsteht. Die anfangs harmlose Geschichte wird immer absurder, das junge Robotermädchen mit Engelsflügeln zeigt dem Hauptcharakter der Geschichte, dass sie ein Roboter ist, indem sie ihren Rock hochzieht?! Der Junge will das Mädchen aus den Klauen ihres bösen Besitzers befreien, der bei fast jedem Auftritt irgendjemandem etwas mit seinem Säbel abhackt, und Ende Band 2 stürzt sich das Mädchen vom Kirchturm.
"Kindaichi-Shonen" ist ein Krimi, sind allgemein nicht so mein Fall, geht um einen Mörder, der die Kinder einer Theatergruppe nacheinander auf grausame Arten tötet, was Kindaichi zu verhindern versucht.
"What's Michael" war nicht mein Fall, das Leben eines Katers.
Über die in Band 3 anfangenden Serien kann ich nicht viel sagen, die einzige, die mir davon gefallen hat, war "Shinku Chitai".
Mein Eindruck von manga power ist, dass die Qualität der Serien der Quantität weichen musste. Von den 12 Serien haben mir 3 gut gefallen, Ichabod ist ekelerregend und Vendemiaire absurd. Das ein Mörder harmlose Theaterschüler tötet, finde ich auch nicht gerade sehr berauschend. Das sehr bekannte Gunsmith Cats hinterlässt einen faden Eindruck, weil man mitten in der Story einsteigt, auch Gundam Wing fängt nicht wirklich von vorne an, sondern beginnt damit, dass sich 3 Jungs voneinander verabschieden. Auf Grund der Beispiele sind einige Serien meiner Meinung nach auf keinen Fall für Kinder geeignet.