Manfred Rommel hat als Politiker und Redner ein instrumentelles Verhältnis gegenüber Witzen. So jedenfalls ist es seinen Überlegungen im Vorwort dieses Büchleins zu entnehmen. Der Witz als Mittel, das Publikum wachzuhalten; als Entkrampfungsinstrument; als Werkzeug zur Gedankenillustration und "Waffe in den Händen des politischen Redners" (S. 13). Was Rommel unter diesem Blickwinkel in seinem "langen Verwaltungsdasein gehört und notiert" (S. 17) hat, liest sich recht amüsant. Manche Pointen sind schon abgestanden. Andere ließen mich und meinen Bekanntenkreis herzhaft lachen. Es sind Witze darunter, deren Thematik im Umfeld einer politischen Rede eher verblüfft. "Weitgehend verzichtet" hat Rommel allerdings auf erotische Witze. "Nicht aus Prüderie", wie er augenzwinkernd zugibt, "sondern weil ich ein Schwabe bin und weil die Schwaben die Erotik in das Grobe und Unappetitliche verdrängt haben" (S. 18). Bleibt zu hoffen, daß das Büchlein sein Ziel, "eine Ermutigung zur Verwendung des Witzes in der deutschen Rede" zu sein (S. 7), erreichen wird. Schön wäre es. Doch so recht dran glauben, kann ich nicht.