Produktinformation
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Moviemans Kommentar zur DVD: Das einigermaßen klare Bild wird leider etwas von Rauschen eingetrübt und auch die düsteren Kontrastwerte machen es Schärfe und Farbspektrum nicht eben leicht. Die Tonebene wird von der saftigen Sprecherstimme, künstlichen aber satten Naturgeräuschen und starkem Musikeinsatz geprägt. In punkto Extras wird eine menge an detsilreichen Infos geboten, die sich hauptsächlich über Interviews vermitteln.
Bild: Leider überzieht gerade in dunkleren Szenen immer mal wieder ein stellenweise sogar recht penetrantes Rauschen (Gesicht, 00:06:17) das ansonsten recht klar strukturierte Bild. Farblich wie in punkto Kontraste sieht sich das Bild stark von der künstlichen Studiobeleuchtung geprägt. So bleiben Überbelichtungen (Boden, 00:04:02) und sehr schwergängige Schwarzwerte, die sich weniger auffächern als dass sie dichte Dunkelfelder abbilden würden, keine Seltenheit. Dennoch bilden sich feine, kontrastreiche Strukturen recht plastisch ab. Die Schärfedarstellung funktioniert gut, nur innerhalb von Kamerabewegungen zieht die Optik nicht immer ganz konstant mit. Im Detail offenbaren sich zahlreiche Feinheiten wie diffizile Härchen, deren Glanz im Licht sehr konturiert wirkt. Die Kompression funktioniert so gut wie lückenlos und auch in schnelleren Kameraschwenks fängt das Bild kaum an zu Flimmern.
Ton: Das von einer künstlichen Soundkulisse lebhaft ausgeschmückte Tonmaterial (Regen, 00:36:33) legt besonders viel Wert auf seine Dialoge, die mit enormer Präsenz und Körperlichkeit den Raum durchdringen. Im Vergleich zwischen englischer und deutscher Tonspur fällt auf, dass das Original nicht das gleiche Volumen, dabei aber etwas natürlichere Signale mit sich bringt. Die deutsche Synchronisation klingt im Verhältnis eher hörspielhaft oder theaterähnlich, während die englischen Sprachsignale stark im Raum verhaftet sind, dabei aber nicht den gleichen Druck beinhalten. Die Kulissenarbeit, welche hauptsächlich aus künstlichen Naturgeräuschen und dem Hall der Stimmen im Studio besteht, bleibt entweder blass oder wirkt bewusst überinszeniert. So hört man beispielsweise Wasser, dass aus einem Brunnen hoch gepumpt wird, man sieht es aber nicht (oder auch die Hühner, 01:19:42). Die Überinszenierung der Tonebene ist also von erheblicher Bedeutung. Bezüglich der Räumlichkeit bleibt noch anzumerken, dass der Hintergrund zwar bedient wird, dies aber nicht allzu häufig über wirklich auffällige, dynamische Richtungswechseln geschieht. Sehr dominant fallen Musik und Sprecherstimme aus. Der Einsatz von Effekten geschieht sparsam aber wenn dann mit großer Präsenz und profunder Basslastigkeit, die auch eine Verwendung des Subwoofers mit einbezieht (Sturm zieht auf, 01:02:06).
Extras: Zu den Extras auf gehört ein untertitelter, über die Produktion äußerst aufschlussreicher Audiokommentar von Lars von Trier und Anthony Dod Mantle. Im eigentlichen Bonusmaterial finden sich folgende Features: "The Road to Manderlay" (44:31 Min.), ein Making Of, in dem sich der Regisseur und die Mitwirkenden mit der Produktion und dem Entstehungsprozess auseinandersetzen. Die folgenden "Kurzdokumenationen" teilen sich auf in "Visuelle Effekte in Manderlay" (12:58 Min.), wobei es um Greenscreen, Multi-Camera, Making Of a Scene, den Sandsturm, das brennende Pferd, etc. geht. Weiterhin finden sich die Kurzdokumentationen "Weniger ist mehr - Set-Design in Manderlay" (6:37 Min.) und "Jeremy, der Kaffee-Boy" (2:57 Min.). "Manderlay in Cannes" teilt sich auf in folgende Features: Das Von-Trier-Interview "The Cannes Experience in 2005" (29:30 Min.) und die skandinavische Pressekonferenz mit einzeln anwählbar jeweils Lars von Trier (27:13 Min.), Bryce Dallas Howard (10:00 Min.) und gemeinsam Isaach de Bankolé, Danny Golver und Willem Dafoe (10:42 Min.). Aber alldem ist noch nicht genug, denn es folgen weitere, sehr hintergründige Interviews mit Lars von Trier (22:48 Min.), Vibeke Windelov (4:02 Min.), Anthony Dod Mantle (4:42 Min.), Bryce Dallas Howard (5:40 Min.), Danny Glover (4:53 Min.), Willem Dafoe (5:47 Min.), Isaach de Bankolé, Lauren Bacall (5:18 Min.), Joseph Mydell (4:50 Min.), Willem Dafoe am Hotel du Cap (3:27 Min.) und schließlich noch eine Anekdote von Danny Glover (5:36 Min.). Zum Abschluss an diese zahlreichen Infos gibt es noch den Original (1:51 Min.), den deutschen Trailer (2:03 Min.) und zwei deutsche TV-Spots (0:55 Min.) zu sehen. --movieman.de
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