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Managerismus: Unternehmensführung in Not
 
 
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Managerismus: Unternehmensführung in Not [Gebundene Ausgabe]

Manfred Hoefle
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 247 Seiten
  • Verlag: Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA; Auflage: 1. Auflage (6. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3527504605
  • ISBN-13: 978-3527504602
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 558.197 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Selbstüberschätzung als Wesenszug
Manfred Hoefle, ein ehemaliger Siemens-Manager,
rechnet mit seiner Zunft ab.

Kritik an Industrie-und Bank-Managern ist wieder en vogue.
Meist kommt sie von Leuten, die selbst gerne Manager
geworden wären, es aber leider nur zum Politiker,Talkmaster oder Journalisten gebracht haben. Wohltuend unterscheidet sich das vorliegende Buch vom Grundrauschen der gesellschaftskritischen Debatten durch Sachkenntnis und das ernstgemeinte Anliegen, zur Verbesserung der Unternehmensführung beizutragen.
 
Im ersten Teil seines 240 Seiten starken Werkes beschreibt der Autor Manfred Hoefle punktgenau die Unarten einer bestimmten Manager-Spezies, die ihr Biotop vorzugsweise in großen, börsennotierten Gesellschaften findet. Kurzfristige Profit-Orientierung, kreditfinanzierte Zukäufe zu überhöhten Preisen, ermanente Umstrukturierungen, Vernachlässigung der Mitarbeiter, Verzicht auf langfristige Entwicklungen, einseitige Ausrichtung der Unternehmenspolitik auf die Steigerung des Shareholder-Values - das sind die Kennzeichen des sogenannten Managerismus.
 
Hoefle möchte ihn ersetzen durch mehr Gediegenheit. Die
Unternehmen, so postuliert der Ex-Manager sollten wieder die Balance finden zwischen den Interessen der Sareholder, Mitarbeiter, Kunden und der Öffentlichkeit. Im zweiten Teil zeigt er Mittel und Wege auf, wie die Unternehmen wieder mehr Robustheit gewinnen und sich im Einklang mit der Gesellschaft entwickeln können. Den Managern, die seiner Ansicht nach häufig an Selbstüberschätzung und Egozentrismus leiden, schreibt er ins Stammbuch, daß sie ihre Privilegien nur dann
langfristig sichern können, wenn sie mehr Verantwortung fürs Gemeinwohl übernehmen. Daß solche Appelle keineswegs überflüssig sind, beweist die jüngste
Initiative einer Reihe von Topmanagern um Jürgen Strube,
den Aufsichtsratsvorsitzenden des BASF-Konzerns, die ihre Standeskollegen auf ein "Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft" verpflichten wollen, um den Konflikt zwischen "denen da oben" und "uns da unten" zu entschärfen.
Das Buch "Managerismus" von Manfred Hoefle leistet dazu einige Überzeugungsarbeit.
(Günter Ogger)
 
"Privilegiert Klassen. Kasten von eigener Gnade. Persönliche Vorteile. Reines Eigennutzstreben. Gutsherren, Profiteure. Pathologische Unternehmensführung hat viele Ausprägungen. Exekutiert durch Schrempper von Esser bis Zumwinkel. Manfred Hoefle legt den Finger in die Wunde. Und der Initiator der Managerismus-Bewegung schockiert."
Werben & Verkaufen, 18.11.2010, Nr. 46/2010
 
"Manager-Kaste, aufgepasst!"
Handelsblatt, 26.11.2010
 
"Provokativ soll es sein, das neue Buch von Manfred Hoefle. Und das ist in der Tat nicht übertrieben. [...] Hoefle tritt ein für verantwortungsvolle Unternehmensführung, zeigt den Weg heraus aus dem Managerismus."
Harvard Business Manager, 01.11.2010
 
"Unter dem Strich ein Buch, das kontroverse Reaktionen hervorrufen dürfte, dem aber zu wünschen ist, dass es in der Flut der Neuerscheinungen gesehen und gelesen wird."
Baumarkt Bauwirtschaft, Nr. 12/2010
 
"Vorstand zu sein, bedeutet aber nicht nur Verantwortung zu übernehmen, sondern andererseits auch Finanzmarktkrisen, Verfall der Werte im Geschäftsleben, Vertrauensverlust in der sozialen Marktwirtschaft - das Bild das Manfred Hoefle zeichnet, ist düster.
getAbstract empfiehlt das Buch allen Geschäftsführern, Vorstandsmitgliedern, Aufsichtsräten und politischen Entscheidern."
rechnungswesen & controlling, 2/11

Kurzbeschreibung

Der von Manfred Hoefle geprägte Begriff des "Managerismus" umschreibt die heute häufig anzutreffende Form, wie Unternehmen gesteuert, über Wertschöpfung verfügt und wie mit Menschen und Werten umgegangen wird.
Beraten von externen Consultants und stimuliert von Finanzanalysten hat sich bei vielen Managern eine Distanz zu den Mitarbeitern eingeschlichen. Diese werden im Allgemeinen nur noch als "FTEs", "Köpfe", "Humankapital" bezeichnet. Gerade in jüngster Vergangenheit erleben wir einen Mangel an der Verbundenheit zu Standorten oder Unternehmensteilen, ein Schwinden sozialer Verantwortung und einen Verlust an Werten.
Manfred Hoefle beschreibt das Phänomen Managerismus als generische Fehlentwicklung im Management (keine Ideologie) vor allem von börsennotierten Großunternehmen (mit unterschiedlichen nationalen Ausprägungen). Im Wesentlichen ist es eine Deformation des Managements, wie es vor allem von Peter Drucker gesehen und gelehrt wurde. Anders ausgedrückt: Es handelt sich um das Gresham'sche Gesetz: Schlechtes Verhalten verdrängt das gute, weil es vermeintlich erfolgreicher ist.
Die auslösenden Gründe sind:
- Vordringen (globaler) Kapitalmärkte,
- das Auseinanderdriften von Nominal- und Realwirtschaft,
- die Wettbewerbskonzentration,
- die systemischen Folgen von Großorganisationen (z.B. Management Development, Incentivierung),
- die Grundverfasstheit von Menschen bzw. "Organization men" (Machtstreben, Gier), und
- die Auswirkung von News- und Story-getriggerten Medien, anmaßenden Consultants und interventionistischen Politikern.
Diese hierzulande in den 1990er-Jahren einsetzende Entwicklung hatte ihren ersten Kulminationspunkt im Internet-Hype zur Jahrtausendwende und einen weiteren in der aktuellen Bankenkrise; sie wiederholt sich in immer kürzeren Abständen.
Der Managerismus tritt besonders deutlich hervor in der Art, wie Unternehmen gesteuert, wie über Wertschöpfung verfügt und wie mit Menschen und Werten umgegangen wird.
Dies wird anhand der Aspekte Planwirtschaft, Outsourcing, Unternehmensaufsicht, Organisation und Führung ausgeführt, und zwar nach dem Schema: Problem, Diagnose/Ursachen und (unternehmerische) Lösung.
Besondere Facetten des Managerismus werden im Stile von Denkzetteln einzeln beleuchtet, beispielsweise das Söldnertum im Management, die Rolle von Consultants als "Modemacher", die Titelsucht usw.
Das Buch benennt und beschreibt die Deformation konkret. Gleichzeitig werden aber gangbare Auswege und Abhilfen gezeigt.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Um was geht es in diesem Buch genau?
Bereits auf den ersten Seiten wird erklärt: Managerismus ist die Verfalls- und Kümmerform des von Verantwortung und Weitsicht getragenen Managertums ' und wir alle erleben es täglich, stehen ihm machtlos gegenüber oder leiden körperlich darunter.

Warum dieses Buch lesen?
Der Autor Manfred Hoefle begegnet der defizienten, korrupten Form der Unternehmensführung durch von Eitelkeit und Gewinnsucht getriebene Egomane mit einer Rückbesinnung auf die ethisch-moralischen Verhaltensnormen des traditionellen Unternehmertums ' das sollte uns generell, nicht nur wegen der vor kurzem erst erlebten Offensichtlichkeit von Missständen, zu denken geben.

Warum gerade jetzt?
Nach Ereignissen der letzen Jahre mit negativen Milliarden-Effekten bei Mercedes, Opel, Siemens, der Bayerischen Landesbank, vielen anderen Unternehmen und der gesamten Volkswirtschaft wundert man sich, warum erst jetzt ein Autor dieses Thema an der Wurzel packt und den "Managerismus" und die daraus resultierenden Missstände grundlegend anprangert.

Warum werden Sie dieses Buch mit Gewinn lesen können?
Gut recherchierte Falldarstellungen untermauern die Hypothese des Autors "Managerismus ist eine Verfallsform". Er nennt deutlich Ross und Reiter, d.h. er verweist auf die für manageristisches Verhalten typischen Unternehmen, Akteure und ihre Helfershelfer. Wir können uns wundern, wir können aber auch die Strukturen erkennen, die sonst gerne vernebelt werden.

Warum ist das Buch trotz aller Darstellung von nebligen Verfalls-Strukturen unterm Strich sehr konstruktiv und praxisorientiert?
Der Autor schreibt aus Überzeugung und aus seiner Erfahrung in der Praxis und mit der Praxis. Und er zeigt die Gegenseite ' wie es sein könnte und wie es in der Werte-Welt robuster, geistig-kulturell intakter Unternehmen, die eine verantwortliche und erfolgreiche Unternehmensführung praktizieren, auch heute (noch) ist.

Wird dieses Buch wirklich ihr Leben verändern?
Das flüssig und verständlich geschriebene Buch ist eine interessante, aufschlussreiche Lektüre. Wer "manageristisches Verhalten" verstanden hat und erkennen kann, wird schon wegen der zu vermeidenden negativen Einflüsse auf seine eigene Lebenspraxis nach der Lektüre bewusster handeln. tom (g)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Managerismus

Der Autor unterscheidet zwischen guter Unternehmensführung und Managerismus, jener Variante, die von Gier und Eigennutz geprägt ist.

Was das Buch heute so interessant macht ist die Tatsache, dass wohl noch nie in der Wirtschaftsgeschichte eine Handvoll Unternehmen,wie HRE, GM, AIG und einige andere mehr bzw. deren "Macher" in der Lage waren, die Welt fast in den Abgrund zu reißen, wären sie nicht gestützt worden und konnten damit den Schaden weiter reichen. Das Buch appelliert: Gewöhnen wir uns nicht daran, diese Praktiken als unvermeidbaren Makel der Marktwirtschaft zu sehen.

Die global agierenden Kapitalgesellschaften sind eine eigene Welt. Das Kapital auf der einen Seite in Form oft anonymer Großinvestoren wie Pensionsfonds, Kapitalsammler, die ständig nach renditeträchtiger Anlage suchen. Und es gibt Vorstände und Aufsichtsräte, die, - man staunt -, wenn auf dieser Etage angekommen, nicht mehr viel riskieren. Und die Mitarbeiter, die oft mit ihrer sozialen Existenz wirklich haften. Dazu führt die zunehmende institutionelle und menschliche Entfernung zwischen den "Partnern", der Trieb bei den Manageristen alles zu beschleunigen, um das eigene Einkommen zu maximieren und die Unternehmen als Finanzprodukte zu benutzen. Großunternehmen als Getriebene der Erwartungen des Kapitalmarktes - kein gutes Szenario.

Die zweite Hälfte zeigt Grundsätze, die Generationennachhaltigkeit in der Unternehmensführung bewirken können. Regeln die konservativ anmuten und einer bodenständigen Logik folgen: Ein Unternehmen hat für interessante Produkte in bester Qualität zu sorgen, vertrauensvoll gegenüber allen Partnern, Kunden, Mitarbeitern, Banken, Lieferanten. Der Autor unterlegt das mit guten Beispielen. Er ist kein Romantiker, er sieht die Grenzen der Belastbarkeit von Unternehmen. Es wird der Nachweis geliefert, dass die langfristige Perspektive in der Unternehmensführung zu anderen Schlussfolgerungen kommen muss, als die "manageristisch",quartalsgetriebene.

Das Ohm'sche Gesetz wurde gefunden. Um Regeln nachhaltiger Unternehmensführung muss immer wieder gekämpft werden. Gegen die Manageristen und jene, die nur schmallippig dürre Renditevorgaben diktieren. Das Buch tut es engagiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Finanzmarktkrisen, Verfall der Werte im Geschäftsleben, Vertrauensverlust in der sozialen Marktwirtschaft - all das beklagt Manfred Hoefle. Verantwortlich dafür macht er die selbstsüchtigen Manageristen" bzw. deren Entourage an Beratern, ihr kurzfristiges Denken und ihre überhöhten Gehälter. Hoefle nimmt kein Blatt vor den Mund, nennt Namen und ruft zur öffentlichen Ächtung der Manageristen" auf. Denn das sei es, was diese Selbstdarsteller am härtesten träfe. Er schlägt teilweise radikale Maßnahmen vor, etwa die Abschaffung von Quartalsberichten oder eine Maximalgröße für Firmen. Gute" Unternehmer im Sinne Hoefles und Politiker finden hier pointierte Argumente gegen exzessive Vergütungen, gegen das Shareholder-Value-Denken und gegen staatliche Rettungsmaßnahmen. getAbstract empfiehlt das Buch allen Geschäftsführern, Vorstandsmitgliedern, Aufsichtsräten und politischen Entscheidern - auch und gerade solchen, die den Status quo verteidigen wollen.
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