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Manager statt MBAs: Eine kritische Analyse
 
 
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Manager statt MBAs: Eine kritische Analyse [Gebundene Ausgabe]

Henry Mintzberg , Jan W. Haas
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (7. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593376814
  • ISBN-13: 978-3593376813
  • Größe und/oder Gewicht: 22,8 x 15,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 484.886 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Rücksichtslos, einzig mit dem Profit im Blick und trotzdem oft nicht erfolgreich, wie spektakuläre Missmanagement-Fälle zeigen -- zur Zeit macht sich die Wirtschaft nicht besonders beliebt. Könnte die Art, wie viele Manager ausgebildet werden, für die derzeitige Managementkultur und damit die Misere verantwortlich sein? Für Mintzberg ein klarer Fall. Er ist schon lange nicht nur ein profilierter Autor und Dozent, sondern auch ein bissiger Kritiker der MBA-Ausbildung. Bleibt zu hoffen, dass sein hervorragend recherchiertes und geschriebenes Buch die Diskussion auch in Deutschland voranbringt.

Mintzbergs Hauptargumente: Herkömmliche MBA-Programme richten sich an die falschen Leute und verwenden die falschen Methoden -- mit schädlichen Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft. Bislang ist der MBA ein Vollzeitstudium für junge Leute ohne Führungserfahrung. Nach der Ausbildung gelten sie als qualifiziert für die Leitung eines Unternehmens. „Das vorgebliche Formen von Managern aus Menschen, die noch nie geführt haben, muss als grober Schwindel bezeichnet werden“, urteilt Mintzberg kühl. Zudem sieht er es als Problem, dass sich für die MBA-Programme vor allem ehrgeizige, aggressive Persönlichkeiten interessieren, deren Motiv meist die Gehaltssteigerung durch das zusätzliche Zertifikat ist. Was herauskommt, sind, so legt er nahe, Söldner in der Chefetage, die oft arrogant und praxisfern agieren.

Mintzberg plädiert dafür, in Zukunft engagierte und verantwortungsbewusste Teilnehmer aus dem Pool der praktizierenden Manager auszuwählen – auf der Grundlage ihres nachweisbaren Erfolgs in dieser Funktion. Zudem sollte das Programm berufsbegleitend sein, damit die Teilnehmer in die Praxis eingebettet bleiben. Bisher steht Führungspraxis – eine der späteren Hauptaufgaben des Managementalltags! - in den Business Schools kaum auf dem Programm. Dort wird Management als eine Wissenschaft gesehen, unterrichtet wird mit Hilfe von Fallstudien, was, so Mintzberg, vor allem die Analysefähigkeiten schult. Ergebnis: der MBA begünstige einen „buchhalterischen“ oder „heroischen“ Managementstil. Detailliert hat er recherchiert, wie sich die Top-MBA-Absolventen einer Elite-Business School in der Praxis bewährt haben – herausgekommen ist eine Liste der Pleiten, Pech und Pannen.

Mintzbergs Argumente sind einleuchtend und detailliert mit Fakten und Beispielen untermauert. Er geizt auch nicht mit konstruktiven Vorschlägen: allein drei Kapitel sind Anregungen und neuen Konzepten gewidmet, wie man die MBA-Programme neu gestalten könnte. Allerdings bleibt ein Rest von Zweifel, wie umsetzbar seine an sich sehr sinnvollen Ideen sind: Manager, die im Berufsalltag stehen, sind üblicherweise schwer beschäftigt – wie viele würden einen anstrengenden berufsbegleitenden MBA packen? Und wie sollen sie überhaupt vorher, zu Anfang ihrer Karriere, in die Führung und ins Management einsteigen? Wenn sie schon erfolgreich führen, brauchen sie einen MBA vermutlich nicht mehr. -- Sylvia Englert

Pressestimmen

21.01.2005 / Handelsblatt: Scharfe MBA-Kritik jetzt auch auf Deutsch "Eine fulminante Kritik."

23.03.2005 / Die Zeit: Die Führungskrise "Mintzberg macht Vorschläge, die in die richtige Richtung gehen, können sie doch jene Wende herbeiführen, die notwendig ist, damit die Gesellschaft nicht länger die Zeche zahlt für den Erfolg des MBA."

06.06.2005 / Personalwirtschaft: Manager statt MBAs "Eine fundierte Auseinandersetzung mit dem 'Mythos MBA', sowohl in theoretischer Hinsicht als auch in der praktischen Umsetzung. Eine wertvolle Hilfe für MBA-Interessenten, ebenso wie für Personaler und Führungskräfte, die über neue und wirksame Wege der Managemententwicklung nachdenken."

01.08.2005 / WISU: MBA-Ausbildung: A Hard Look "Management-Papst Mintzberg kritisiert viele amerikanische MBA-Programme. Deutsche Hochschulen, die jetzt selbst welche entwerfen, können davon lernen."

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wichtiges Buch. 11. März 2005
Mintzberg ist sicherlich das, was man einen Management-"Guru" nennen koennte. Vor allem aber ist er ein herausragender Management-DENKER. Einer, der in seinen Veroeffentlichungen reflektiert, gruebelt, argumentiert, pointiert kommentiert und uns einfach mitdenken laesst. Seine Strategie-Buecher (Strategie-Safari und The Rise and Fall of Strategic Planning) sind zu Recht Legende. Denn Mintzbergs kontra-intuitive, kompromisslose Denke leistet wichtige Beitraege zu Lehre und Management-Praxis.
Dieses neue Buch von Mintzberg wendet sich nun einer ganz anderen Themenstellung zu: der Management-Ausbildung per MBA, die inzwischen auch ausserhalb der USA und zunehmend im deutschsprachigen Raum Fuss fasst (explizit, aber auch implizit, da ihre Philosophie auch die deutsche Hochschulausbildung beeinflusst). Dieses Buch ist, weil es ganz besonders den MBA amerikanischer Machart aufs Korn nimmt und seine Folgen fuer Management und Fuehrung seziert, zunaechst einmal ein Buch ueber amerikanische Probleme. Zur Mitte des Buches hin widmet er sich aber auch explizit den Problemen internationaler Management-Ausbildung und Praxis und reflektiert u.a. auch sehr gelungen ueber deutsche Eigenheiten.
Auch deutsche Wirtschaftsstudenten, MBAs, Manager und Personaler koennen aus diesem Buch viel lernen. Allein schon, weil Mintzberg zahlreiche, auch im deutschen Sprachraum sogar zunehmend gaengige Paradigmen radikal in Frage stellt.
Zum Stil des Buches: dies ist keine leichte Kost. Es ist ein umfangreiches, nachdenkliches, reichhaltiges und fuer deutsche Leser auch recht eigenartig strukturiertes Buch. Es ist so sorfaeltig recherchiert, dass man von der Vielseitigkeit der Argumentation manchmal ueberwaeltigt wird. Man muss sich also Zeit nehmen fuer diesen provokanten und wertvollen Waelzer.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Autor ist Managementprofessor an der Universität Montreal, zudem profilierter Autor und Strategieexperte. Früher unterrichtete er selbst an einer Business School, heute gilt er als scharfer Kritiker der MBA-Ausbildung.

Das Buch trägt den Untertitel mit vollem Recht. Zudem ist die Analyse sehr eingehend und dicht. Deshalb will ich nicht die ein oder andere These herausgreifen, sondern den Tenor der Kritik verdeutlichen: Wie man Management betreibt, lernt man auch heute noch an keiner MBA-Schule. Diese Einrichtungen teilen ein sehr verzerrtes Bild von der Management-Profession. Sie glauben nämlich, dass Management in viele kleine Teile zerlegt werden kann, die dann heißen: Marketing, Finanzen, Produktion, Personal. Aber wer sich durch diese Fächer gearbeitet, also den Lehrstoff gelernt hat, ist noch längst kein Manager. Er hat nur Bücher gelesen und Fakten gelernt, mehr nicht. Sie können gut analysieren und sich auf Basis von Zahlen, Berichten und Auswertungen in kurzer Zeit eine Meinung bilden und eine Entscheidung empfehlen - genau so, wie sie es in der Schule Hunderte Male gemacht haben. Der Nachteil? Sie haben nicht sehen gelernt: MBAs laufen durch den Betrieb, kommen mit Menschen zusammen, aber sie sehen nicht, was sich verändert, was zu tun ist, um das Unternehmen nach vorne zu bringen. Sie bleiben in ihren Analyse-Werkzeugen stecken, die allein auf dem Papier funktionieren. Für Unternehmen eine verheerende Konsequenz, aber auch für den einzelnen und für die Gesellschaft.

Mintzberg gliedert sein Buch in folgende Kapitel, deren Überschriften sehr pointiert gewählt sind:

1 Die falschen Leute

2 Die falschen Methoden

3 Schädliche Folgen I: Die Korrumpierung des Bildungsprozesses

4 Schädliche Folgen II: Die Korrumpierung der Managementpraxis

5 Schädliche Folgen III: Die Korrumpierung gestandener Unternehmen

6 Schädliche Folgen IV: Die Korrumpierung gesellschaftlicher Institutionen

7 Ein neuer MBA-Typ?

8 Managemententwicklung in der Praxis

9 Die Ausbildung praktizierender Manager

10 Die Entwicklung echter Managementschulen.

In dieser kritischen und profund vorgetragenen Kritik an MBA-Programmen geht es zentral um die Frage, wie Manager lernen und welche Bedeutung die Art des Lernens für den einzelnen, für das Unternehmen und für die Gesellschaft hat. Deshalb ist das Buch von unschätzbarem Wert - nicht nur für Management-Development- und Human-Resource-Leiter, sondern tatsächlich für alle, die in unserer Gesellschaft Verantwortung tragen.
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5 Geisteshaltungen 10. März 2012
Das Modell des internationalen Diplomstudiengangs IMPM richtet sich an praktizierende Manager, aber nicht an Einzelpersonen, sondern an Unternehmen.In einer gleichberechtigten Partnerschaft kooperieren die Business-Schools des India Institute of Management Banglore (ILMBA), des französischen Instituts Insead (Bussiness School of World), die englische Lancaster University,die kanadische MC Gill Universität, und die Universität desJapan Advanced Institute of Science and Technology, sowie Dozenten der Korean Development Institut sind beteiligt.In 5 Modulen werden in einem Zeitraum von 16 Monaten an 5 verschieden Orten den Teilnehmern die unterschiedlichen Geisteshaltungen vermittelt.Das Modul 1 hat das Thema der Reflexion an der Universität Lancaster. An der Mc Gill Universität folgt das Thema Analyse.Das Seminar an der Institut ILMBA vermittelt die Geisteshaltung Weltoffenheit mit einem nachfolgenden Manageraustausch. Die Universität Japan Advanced Institut of Sciene an Technology hat das Lernziel Zusammenarbeit. An dem Institut Insead ist der letze Schwerpunkt das Modul Handeln. Es folgt als Abschluss nach 16 Monaten das Diplom, und nach 6 Monaten die Diplomarbeit. Positiv zu bewerten ist neben der Weiterqualifizierung von Führungskräften, die Berücksichtigung von interkulturellen Aspekten in der Fortbildung.
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