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Issues Management steht für die Erkenntnis, daß relevante Risiken, Chancen, Krisen und Themen für Unternehmen frühzeitig erkannt, evaluiert und langfristig bearbeitet werden müssen. In den USA längst zur Unternehmenskultur zählend, gewinnt dieses Management-Instrument auch in Europa zunehmend an Bedeutung.
In Chefsache Issues Management bieten Vertreter aus Forschung, Unternehmen und NGOs, den Medien und der Kommunikationsbranche ein umfassendes Bild des aktuellen Entwicklungsstandes und gehen den wesentlichen Fragen auf den Grund: Was leistet Issues Management? Wo entstehen Issues, und wie lassen sich diese identifizieren? Mit welchen Mitteln lassen sich aus Risiken Chancen generieren? Was sind die Best Practices in Unternehmen?
Fachlich fundiert und praxisnah, leistet Chefsache Issues Management einen wesentlichen Beitrag zur notwendigen Etablierung in der strategischen Unternehmensführung.
Dr. Gero Kalt ist Geschäftsführer am F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformationen GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, in Frankfurt. Er studierte Germanistik und Anglistik in Bonn und Birmingham, arbeitete als Volontär und Redakteur und schrieb unter anderem für F.A.Z., Süddeutsche Zeitung, Die Welt und Die Zeit. Berufsbegleitend studierte er Volkswirtschaftslehre an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie. In seinen zahlreichen Büchern und Fachbeiträgen befasst er sich mit dem Verhältnis von Wirtschaft und Medien. Kalt hatte verschiedene Lehraufträge an den Universitäten Siegen und Mainz und hielt Gastvorlesungen an den Universitäten Moskau, St. Petersburg, Riga, Tallin und Vilnius. Sein besonderes Interesse gilt der Medien- und Kommunikationsanalyse für große Unternehmen sowie der strategischen Kommunikationsberatung.
Dr. Achim Kinter hat 1999 ein Issues Management-System bei der Deutsche Bank AG aufgebaut. Für sein Konzept wurde 2000 erstmals die Goldene Brücke in dieser Kategorie vergeben. Mit seiner Firma tabula rasa.corporate communication ist er heute auf Krisenkommunikation und Change Management-Prozesse spezialisiert und für namhafte Unternehmen tätig. Er ist Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Issues Management Gesellschaft (IMAGE) Deutschland e.V.
Michael Kuhn leitet die Abteilung Global News & Issues Management/Reputation Research im Bereich Kommunikation bei der DaimlerChrysler AG in Stuttgart. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nürtingen und PR-Praktika in den USA war 1995 die Kommunikationsplanung in der Unternehmenspresse der Mercedes-Benz AG die erste berufliche Station. Seit 1998 koordiniert er die systematische Beobachtung und Analyse meinungsführender Medien und unterstützt die Kommunikationsplanung. Im Jahr 2002 wurden alle Image- und Medienimage-Marktforschungsaktivitäten für die Corporate Brand in seiner Abteilung gebündelt. Zweiter Schwerpunkt ist der globale Issues Management-Prozess, den er seit 2002 verantwortet. Daneben ist Michael Kuhn Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes der 2003 gegründeten Issues Management Gesellschaft (IMAGE) Deutschland e.V..
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Heutzutage sind wenige Unternehmen gegen drohende Krisen gewappnet. Zahlreiche Umfragen bestätigen das erschreckende und beinah fahrlässige Ergebnis: mehr als fünfzig Pronzent der deutschen Unternehmen können keinen Krisenplan vorweisen. Hektisches Reagieren und planloses Agieren im Ernstfall sind demnach keine Ausnahme. Klar ist aber auch, dass ein ein derartiges Verhalten in der Öffentlichkeit, z.B. bei Boykotten oder Produktrückrufen imageschädigende Konsequenzen für das betroffene Unternehmen mit mit sich ziehen kann. Wobei dies im heutigen Zeitalter der Globalisierung und des sekundenschnellen Informationsaustauschs bereits schnell das Aus im Markt bedeuten kann.
Hier knüpft der Gedanke des „Anliegen“-Managements an.
Als untergeordnete Disziplin der Unternehmenskommunikation, überwacht sie mithilfe unterschiedlicher interner und externer Analyemethoden das Umfeld. Medien und Marktteilnehmer werden ebenso unter die Lupe genommen wie die an Einfluss gewinnenden Interessenverbände (Umwelt- und Verbraucherschützer). Deuten mehrere Indikatoren auf einen branchenaffinen Trend oder eine drohende Krise hin, kann die Konzernleitung umgehend mit taktischen Mitteln entgegenwirken oder vorausschauend Potenziale ausschöpfen.
In „Chefsache Issues Managenent“ wird der Interessierte nach und nach an den Kern herangeführt. Schaubilder und aktuelle Studien sowie bewährte Beispiele aus der Unternehmenspraxis werten den Informationsgehalt dieses Fachbuches auf und machen es zu einem durchaus gelungenen Einstieg in die Thematik.
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