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Man wird nicht als Frau geboren
 
 
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Man wird nicht als Frau geboren [Taschenbuch]

Alice Schwarzer
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 278 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch (April 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462029142
  • ISBN-13: 978-3462029147
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 12,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 843.686 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung


Man wird nicht als Frau geboren
Feministinnen aus aller Welt ziehen Bilanz - und blicken in die Zukunft.
Zu einem "wahrhaft historischen Ereignis" (Marlene Streeruwitz) gerieten 1999 drei Oktobertage in Köln. Schriftstellerinnen, Philosophinnen und Praktikerinnen aus aller Welt waren gekommen, um Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu blicken.Wie aktuell ist 5o Jahre nach Erscheinen Simone de Beauvoirs Epoche machender Essay "Das andere Geschlecht"? "Aktueller denn je zuvor!" konstatierte Elisabeth Badinter, jüngste Umfragen gaben ihr Recht: 62% aller Frauen wünschen sich heute eine "starke Frauenbewegung" (und 53% aller Männer!). Allen voran, ganz im Gegensatz zum Klischee, die jungen Frauen. Doch ihnen bläst der Wind ins Gesicht. Die Veränderung der Realität hinkt der Revolution in den Köpfen hinterher.
"Männlichkeit" und "Weiblichkeit" haben wieder Konjunktur, der Backlash will die Frauen erneut auf ihr "Anderssein" festlegen. So "anders" wie Schwarze oder Juden, analysierte Historikerin Gerda Lerner: "Mit einem Unterschied: Frauen haben noch nicht einmal eine Geschichte". Der Kölner Kongress "Man wird nicht als Frau geboren" hat ein Stück Frauengeschichte gemacht. Hier das Buch dazu.Alice Schwarzer, geboren 1942, seit 1971 Autorin zahlreicher Bücher und seit 1977 Herausgeberin der Zeitschrift EMMA. Veranstaltete im Oktober 1999 in Zusammenarbeit mit dem von ihr gegründeten FrauenMediaTurm den Beauvoir-Kongress. "Eine tödliche Liebe, Petra Kelly und Gert Bastian", 1993. "PorNo", KiWi 338, 1994. "Marion Dönhoff, Ein widerständiges Leben", 1996. "So sehe ich das!", KiWi 449, 1997. "Romy Schneider, Mythos und Leben", 1998. "Simone de Beauvoir, Rebellin und Wegbereiterin", KiWi 538, 1999.

Autorenportrait

Alice Schwarzer, geboren 1942, Journalistin und Essayistin, ist seit 1977 Herausgeberin und Verlegerin der Zeitschrift "Emma".
Sie veranstaltete im Oktober 1999 in Zusammenarbeit mit dem von ihr gegründeten FrauenMediaTurm den Beauvoir-Kongress. Seit 1971 zahlreiche Buchveröffentlichungen, Mitglied des PEN-Clubs.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Euryale TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die interessanteste Äußerung des ganzen Buchs fand ich bereits im Vorwort Alice Schwarzers. Dort (13) erklärt sie nämlich in griffigen Worten den Unterschied zwischen den beiden feministischen Hauptströmungen:

"Die eine Strömung, das sind die Antibiologistinnen, genannt die Radikalen bzw. Universalistinnen bzw. Gleichheitsfeministinnen. Sie gehen von einer grundsätzlichen Gleichheit der Menschen und damit der Geschlechter aus. Nicht der biologische Unterschied, sondern die sozialen, ökonomischen und politischen Unterschiede sind für sie die Ursache der heutigen Differenz zwischen den Geschlechtern. In dieser Tradition stehen historische Feministinnen (...) - und alle AutorInnen dieses Buches.

Die andere Strömung beruft sich auf den Unterschied der Geschlechter, auf die Differenz. Die Differenzialistinnen halten den Unterschied zwischen Frauen und Männern für unabänderlich; sei es, dass er naturgegeben oder aber, dass er irreversibel geprägt, also quasi genetisch verankert sei. Sie sind für 'Gleichberechtigung' aber gegen 'Gleichheit' und wollen den bestehenden Unterschied nicht aufheben, sondern umwerten."

Die AutorInnen sind Elisabeth Badinter, Genoite Groult, Rita Süssmuth, Sheila Jeffreys, Kathleen Berry, Slavenka Drakulic, Marlene Streeruwitz, Khalida Mesasouide, Mina Ahadi, Gerda Lerner, Rita Thalmann, Obioma Nnaemeka, Fey Weldon, Christina Bergmann, Rosa Logar, Barbara Schaeffler-Hegel, Sonja Bischoff, Sigrid Metz Göckel, Margaret A. Simmons und Kate und Edward Fullbrook, die insgesamt 20 Artikel zu unterschiedlichen Frauenthemen verfasst haben.

Es ist sicherlich interessant zu wissen, dass sich selbst Rita Süssmuth zum antibiologistischen Feminismus bekennt, immer leitete sie von 1985 - 1988 das Bundesfamilienministerium.

Das Bedauerliche ist nun, dass die Grundannahmen des antibiologistischen Feminismus nicht mit der Evolutionstheorie vereinbar sind, was nun mal gar nicht geht. Höhere Lebewesen benötigen zwingend die Geschlechterdifferenz (mit durchschnittlich voneinander abweichenden Rollenmustern), um sich fortlaufend weiterentwickeln zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass der Differenzfeminismus nicht selten durchaus starke kreationistische Wurzeln besitzt (Adam und Eva als Gottes Geschöpfe). All dies zeigt, dass ein moderner Feminismus eigentlich auch ein modernes und wissenschaftlich gestütztes theoretisches Fundament benötigt, welches zurzeit jedoch nicht in Sicht ist, denn dafür müsste man sich zunächst u. a. von einigen Aussagen Simone de Beauvoirs trennen, die heute so nicht mehr haltbar sind.

Die meisten Artikel schienen mir in erster Linie politisch motiviert zu sein. Zum 50. Geburtstag des bedeutendsten theoretischen Grundsatzwerkes des Feminismus hätte man eigentlich etwas mehr erwarten dürfen.
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