Der "Kleine Sprachbegleiter für Indien-Freunde" (wie der Untertitel lautet) bietet eine kurze Grammatik-Zusammenfassung sowie eine Einführung in Davanagari, die hindi-Schrift. Leider ist beides viel zu kurz geraten, um im Folgenden wirklich hilfreich zu sein.
Die 300 gesammelten Sätze sind genau das, was man in einem Sprachführer erwartet: "Wie komme ich zum Bahnhof?", "Sprechen Sie bitte langsamer", "Warum hat mein Flugzeug Verspätung?", usw.
Alle Sätze werden in Deutsch, Hindi und einer Umschrift zur Erleichterung der Aussprache widergegeben. Letztere fällt leider unnötig kompliziert aus und ist, wenn es um richtige Aussprache geht, wenig hilfreich. Wer sich die Mühe machen will, Devanagari zu lernen (Hier sei "Teach Yourself Beginner's Hindi Script" von Rupert Snell empfohlen), kann sich aber zumindest an den Hindisätzen orientieren.
Die Auswahl der Sätze ist auf jeden Fall gelungen und nützlich für die Reise, aber ein großes Problem tut sich auf, wenn man bestimmte Satzteile ändern will. So wird einem z.B. die Übersetzung für "Ich hätte gern ein Hähnchen und ein Glas Bier." geliefert. Aber was ist, wenn ich lieber Wasser hätte? Es gibt keine Möglichkeit, ohne langes Suchen herauszufinden, welches Wort im hindi-Satz mit welchem deutschen Wort übereinstimmt.
Insgesamt ist das Buch leider wenig nützlich, wenn man auf Reisen ist, da die Sätze manchmal nicht allgemein genug gehalten und eben auch nicht abänderbar sind. Dazu kommt noch die etwas konfuse Lautschrift.
Auch zum Erlernen der Sprache (wenigstens in den Grundzügen) eignet sich das Buch aufgrund seiner zu kurzen Grammatikerklärungen nicht.
Zwei Sterne bekommt das Buch trotzdem, da es sich eignet, um grundlegende Aussagen über den eigenen Namen, Herkunft, u.ä. machen zu können und einige kurze, aber interessante Einblicke in die indische Kultur enthalten sind.