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Man muss kein Held sein: Auf welche Werte es im Leben ankommt
 
 
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Man muss kein Held sein: Auf welche Werte es im Leben ankommt [Gebundene Ausgabe]

Chesley B. Sullenberger , Jeffrey Zaslow , Michael Bayer , Norbert Juraschitz , Henning Dedekind
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Man muss kein Held sein: Auf welche Werte es im Leben ankommt + Notlandung im Hudson River: Was geschah auf Flug 1549? Passagiere und Augenzeugen rekonstruieren die sensationelle Notwasserung von Flugkapitän Sullenberger
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (9. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570100499
  • ISBN-13: 978-3570100493
  • Originaltitel: Highest Duty
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 219.214 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Am 15. Januar 2009 startet der Inlandsflug 1549 in New York. In einer Höhe von etwa 1000 Metern – die Maschine befindet sich gerade über der Bronx – kollidiert ein Schwarm Wildgänse mit dem Airbus, an Bord sind 150 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Kapitän Sullenberger meldet Schubverlust in beiden Triebwerken und entscheidet sich wegen der geringen Flughöhe für eine hochriskante Notwasserung. Nur sechs dramatische Minuten nach dem Start trifft die Maschine im Gleitflug auf dem Hudson auf, rund anderthalb Kilometer vom Times Square entfernt. Rettungskräften gelingt die Evakuierung der Passagiere. Die Bilder von der spektakulären Landung und Rettungsaktion gehen bald um die Welt.

Chesley Sullenberger, der sich eher ungern als »Der Held vom Hudson« tituliert sah, blickt nun auf sein Leben zurück und beschreibt, wie er zu dem Ausnahmepiloten wurde, der in schwierigster Notsituation Augenmaß und Entschlusskraft bewahrt und der Verantwortung für die ihm anvertrauten Mitmenschen gerecht wird. Er berichtet von seiner Kindheit in Texas, wie er bereits im Alter von fünf Jahren den Traum hegte, Pilot zu werden, und bereits mit sechzehn seinen ersten Soloflug bestritt; er erzählt von den prägenden Jahren bei der Air Force und seinen Erlebnissen als Flugkapitän, seit er 1980 zur zivilen Luftfahrt wechselte.

Sullenberger ist überzeugt, dass seine gesammelten Lebenserfahrungen ihn auf die dramatischen Augenblicke, die sein Leben radikal verändern sollten und die er minutiös und mitreißend schildert, vorbereitet haben, als er sich – entgegen der Anweisung aus dem Flughafentower – für die Landung im Hudson entschied. Hier, so der Kapitän, konnte er auf all das an Einsichten und Tugenden zurückgreifen, was er nicht nur in seinem Beruf, sondern für sein gesamtes Leben als unerlässlich ansieht: Disziplin und Pflichtgefühl, Genauigkeit und Sorgfalt, Verantwortungsgefühl und Vertrauen, aber auch den Mut, notfalls im Alleingang eine Entscheidung zu treffen.



Über den Autor

Chesley (»Sully«) Sullenberger, geboren 1951 in Denison, Texas, ist Flugkapitän der US Airways und seit seiner spektakulären Notwasserung eines Airbus im Hudson am 15. Januar 2009 weltbekannt. Er fliegt seit seinem 16. Lebensjahr und absolvierte die U.S. Air Force Academy. Bis 1980 war er Kampfpilot bei der U.S. Air Force, danach wechselte er in die zivile Luftfahrt.



Jeffrey Zaslow, Journalist und Kolumnist beim Wall Street Journal, war bereits Co-Autor des Weltbestsellers »Last Lecture« von Randy Pausch.

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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nasse Landebahn - Wet Runway 24. Dezember 2009
Von Uwe-Jens Has TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Sullenbergers Buch ist schnell zu lesen, weil es gut geschrieben ist,
und man gerade weil man das glückliche Ende kennt, mehr darüber wissen will.
Und die Details sind das wahrhaft interessante: Die strenge Hierarchie
im Cockpit, wo der Co-Pilot nur begrenzt Vorschläge machen darf.
Wie sieht eine Checkliste aus? Die für den Notfall: 160 Seiten..
Er schreibt umfassend, gründlich, manchmal pathetisch.

Er hat einen Journalisten vom Wall Street Journal mit ins Schreib-Cockpit genommen.
Ein Profi: Beim Landen läßt er sich vom Fluglotsen beraten und beim Buchschreiben
eben auch vom Fachmann.

Er beschreibt sein Leben und es ist über die bloße Schilderung der dramatischen
5 Minuten eine Soziologie einer amerikanischen Familie.

Als Pilot ist er an 18 Tagen im Monat nicht zu Hause. Er wohnt in Kalifornien und muß
zum Dienst an die Ostküste. Muß auf die Warteliste und wenn kein freier Platz da ist,
darf er im Cockpit auf dem Notsitz mitfliegen. Mit selbstgemachter Stulle
und aus der ersten Klasse wehen die Düfte vom Rinderfilet ins Cockpit.
Früher gab es wilde Zeiten in den Piloten-Stewardessen-Hotels:

'Coffee, Tea, or Me ?'

Heute , alle schon bissel älter, verschwinden die meisten sofort in ihrem Hotelzimmer bis
zum Abflug am nächsten Tag.

Seine Frau sagt einmal zu ihm 'Du glaubst das Leben ist eine Checkliste, aber das ist es nicht.'
Und er zu ihr: 'Wenn alles in Ordnung ist, warum müssen wir dann so oft darüber sprechen?'

Sie kann keine Kinder bekommen, selbst als sie ihm nachfliegt, um im Hotel besser die fruchtbaren
Tage nutzen zu können klappt es nicht.
Die bürokratischen Schwierigkeiten die es mit sich brachte zwei Mädchen zu adoptieren werden
geschildert. Bis zum Alter von 40 Jahren hatte sie ihren Körper dafür gehaßt. Dann hat sie
ein Outdoor-Fitness -Studio für Frauen gegründet und hat verblüffende Erfolge damit, weil
sie irgendwie zur Rettung der Ehen der Frauen beiträgt.

Der Geist des do-it-yourself ist zu spüren: Er baut als Junge mit seiner Familie, Vater Zahnarzt,
Mutter musikalische Lehrerin, ein Haus auf diese Art inklusive der elektrischen Leitungen.
Später wird der Vater seinem Leben ein Ende setzen.

Es gibt einen Einblick in die notwendigen und überflüssigen Riten der Militärzeit:

'Yes, Sir!
'Nein, Sir!'
'Mein Fehler, Sir !'
'Ich weiß es nicht, Sir!'

Aus seiner Klasse von 35, Einführungskurs für Kampfpiloten, wurden nur zwei
genommen. Der 1,88 Meter große Sullenberger und ein anderer.
Vier Millionen Dollar Material dreißig Meter über dem Boden mit 900 km/h durch
die Wüstenluft zu jagen, da nehmen sie nicht Jeden.

Sullenberger schreibt:

In meinen Jahren beim Militär hätte ich an Dutzenden von Tagen auf dutzenderlei Weise
ums Leben kommen können. Und er beschreibt einige Fälle in denen es so geschehen ist.

Wenn Piloten nach Hause kommen ist es für die Familien nicht durchweg angenehm. Erst sind sie
noch garnicht richtig da, Jetlag, und müssen sich erst wieder in das Familienleben einfinden,
was gerade so los ist, was passiert ist während ihrer Abwesenheit und dann fangen sie an ihrer
Frau zu erklären wie der Geschirrspüler besser zu bestücken ist.

Der große Crash beginnt auf Seite 222 und man könnte noch beim Lesen schier wahnsinnig werden:
Er ruft MAYDAY MAYDAY MAYDAY und der Lotse hört es nicht, weil der gerade selber etwas zu Sullen-
berger sagt.

Man dachte eigentlich, daß die 'glatte' Landung im Hudson River mit Sullenbergers Segelflug-
erfahrung zu tun haben könnte. Hat sie aber nicht. Sondern mit seiner Erfahrung als Jagdflieger.
Er ist nun fast alles geflogen , was es so gibt, diverse Cessnas, T 33, T 38, F-4 Phantom,
Boeing 727, Airbus A 320.

In den heikelsten 5 Minuten seines Lebens war ihm instinktiv folgendes bewußt: Viele Piloten
scheuen sich eine Bruchlandung zu machen weil das immer ein schwarzer Punkt in ihrem Flieger-
buch sein würde. Sie zögern daher zulange , etwa beim Betätigen des Schleudersitzes. Sie denken
sie hätten jede Zeit der Welt. Das war dann ihr letzter Gedanke gewesen.

Auch dessen eingedenk konnte sich Sullenberger so schnell entschließen den Hudson zu nehmen, statt
ohne Power noch zu versuchen einen der Flughäfen zu erreichen.

Am Schluß des Buches ist in Tabellenform die Cockpit-Kommunikation und die Cockpit-Boden-
Kommunikation abgedruckt. Mit Zeitangaben in Minuten und Zehntelsekunden.

Man liest es mit Bewegung.

Kapitän: Mein Flugzeug
Co-Pilot: Ihr Flugzeug

Das geht alles in Zehntelsekunden, bloß, als Sullenberger sagt:
'Wir werden im Hudson landen' Da braucht der Lotse gestrichene 5 Sekunden,
bis er das rafft und sagt: 'Entschuldigung, wiederholen Sie das nochmal'.

Früher gab es einen etwas abgegriffenen Spruch: Da staunt der Laie und der
Fachmann wundert sich. Trifft hier aber voll zu.

Diese Rezension zu lesen , dauert ungefähr so lang wie der Flug von,
Rufname, Cactus fünfzehn-neunundvierzig..

Over
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Flugkapitän zur See 3. März 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch bedient die Frage: Wer ist der Mensch hinter der Nachricht? Welche Voraussetzungen waren in der Person des Piloten angelegt, damit die Sache gut ging? Rechnen Sie also neben einer spannenden Schilderung der Ereignisse von USAir-Flug 1549 am 15. Januar 2009 mit einer ausführlichen Autobiographie des Piloten einschließlich seiner Bemühung, seine Wertvorstellungen als Amerikaner, Texaner und Perfektionist zu vermitteln und einschließlich der wiederholten Darstellung seines schlechten Gewissens als Pilot gegenüber seiner Familie. Wenn z.B. von "gesundem Menschenverstand" kaum die Rede ist, so lernen wir dadurch die hohe Rigidität im Wesen des Autors kennen. Hier spricht der sehr spezifische Mensch "Sully" Sullenberger, der plötzlich eine öffentliche Person geworden ist, und wir sollten einfach zuhören, was er meint, uns sagen zu sollen. Und es spricht der etwas verbitterte USAir-Mitarbeiter, der aber auch aus großem Verantwortungsbewußtsein darum besorgt ist, daß das Geiz-Prinzip in der Luftfahrt letztlich zu Lasten der Sicherheit gehen könnte. Der Autor dieser Besprechung - selbst Flieger - hat freilich mehr fachliche Informationen und Positionen zu Hintergrund-Fragen erwartet: Kann man mehr gegen Vogelschlag tun? Muß man Crews besser auf Notwasserungen vorbereiten? Wie sähe ein Szenario aus, wenn sich der gleiche Unfall an anderen Flughäfen - z.B. in Berlin-Tegel - ereignen würde? Wir können vor allem zwei konkrete Botschaften mitnehmen: für Flieger: aus den Fehlern der Anderen lernen - Berichte und Vorträge über Flugunfälle lesen und besuchen! Und für Passagiere: sich nicht genieren, vor dem Start immer wieder die Sicherheitshinweise zu lesen! Vorsicht ist niemals unprofessionell. Vertiefung bei Wikipedia: u.a. "Chesley B. Sullenberger", "Vogelschlag", "Notwasserung"
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein sehr gutes Buch 19. Dezember 2010
Von Victor
Format:Taschenbuch
Ich habe dieses Buch innerhalb von drei Tagen gelesen. "Sully" beschreibt sein Leben in einem flüssigen Schreibstil, ohne Schnörkel. Er beschreibt das Leben, das ihn dazu befähigt hat, diese Meisterleistung zu vollführen.

Er schreibt über die Werte, die ihm in diesem Leben vermittelt wurden. Werte die er seiner Ansicht nach gebraucht hat, um auf dem Hudson zu landen.

Er schreibt über seine Jugend, als er auf einer Graspiste in Texas bei L.T. Cook jr. das Fliegen gelernt hat. Er schreibt über seine jungen Jahre bei der Airforce, über die anfänglichen Schikanen, aber auch über die spätere Freude als Kampfpilot. Er schreibt über den Job als Verkehrsflieger, über seine Familie und auch über die Probleme (wie z.B. die schweren wirtschaftlichen Probleme der Luftfahrtindustrie und seine damit verbundenen finanziellen Sorgen, die Unfruchtbarkeit seiner Frau, seine Wortkargheit), die er mit all dem hatte, aus denen er aber immer gestärkt und gereift hervorgegangen ist.

Und dann schreibt er natürlich auch über den Flug, der sein Leben veränderte. Über den Flug, auf dem er so reif und erfahren gehandelt hat, weil ihn sein ganzes Leben darauf vorbereitet hat.

In diesem Buch gelingt es ihm sehr gut, die eigene Leistung nicht durch falsche Bescheidenheit herunterzuspielen, aber auch, nicht prahlerisch zu wirken.

Sullenberger präsentiert sich als ein Mann, der auch einfach gerne einmal nichts sagt, sich nicht gern ins Rampenlicht rückt, lieber im Hintergrund steht. Und dann plötzlich vom Schicksal ins Rampenlicht gerückt wird, weil er seinen Job getan hat, so gut wie er konnte, so gut, dass niemand ihn hätte besser machen können.

Für jeden, der einmal wieder ein wirklich gutes Buch lesen möchte, ist dieses hier schon fast Pflicht!
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