Die CIA-Agentin Jaz Parks verfolgt weiterhin mit ihrem Team - bestehend aus ihrem Vampirboss Vayl, dem erfinderischem Genie Bergmann, der Seherin Cassandra und dem ehemaligen Privatdetektiv Cole- den "Raptor", einen Vampir, der die fünf schon seit einiger Zeit mit seinen finsteren Machenschaften auf Trab hält. Sie folgen einer heißen Spur bis zu chinesischen Akrobaten, deren Anführer Lung, ein boshafter Vampir, eine Verbindung zu Edward Samos, dem Raptor, zu haben scheint. Selber als Schausteller verkleidet, nimmt das Team um die taffe Jaz die Jagd auf. Doch was hat es mit dem gestohlenen Anzug, einer Erfindung Bergmanns, auf sich, den der chinesische Vampir Lung gestohlen hat? Und woher kommen die äußerst realen Träume, die Jaz immer wieder einholen und drohen, sie in den Wahnsinn zu treiben und die Mission gefährden könnten und somit auch den Zugriff auf Samos?
Der zweite Band um Jaz Parks ist genauso turbolent und unterhaltsam, wie der erste, wenn nicht sogar etwas besser! Jaz besitzt noch immer ihren trockenen Sarkasmus, der die Geschichte mit vielen komischen Szenen und Konversationen bereichert und Vayl zeigt immer mehr, wieviel Mensch unter seiner unterkühlten Maske steckt.
Die Charaktere sind im allgemeinen sehr plastisch und facettenreich beschrieben. Es sind einfach Menschen, die genauso ihre Probleme und Fehler haben, wie jeder andere auch, was sie sehr realistisch erscheinen lässt.
Noch immer gibt sich Jaz die Schuld für den Tod ihres ehemaligen Teams und obwohl sie es vor ihren Freunden nicht zugibt (sie ist schließlich der "Boss"), zerbricht ihre Seele mehr und mehr an dieser Last. Ihre Reaktionen und Gefühle sind nachvollziehbar und man leidet in diesem Punkt förmlich mit der Protagonistin.
Und auch Vayl schleppt einiges mit sich rum. Das Verhältnis zwischen den beiden wird Stück für Stück ausgebaut. Allerdings fand ich es manchmal etwas störend, dass die ganzen Begegnungen der beiden durch Vayls Tagesschlaf unterbrochen wurden. Dadurch geriet die Beziehung für kurze Zeit unmerklich ins Stocken.
Die Geschichte an sich ist jedoch flüssig und interessant geschrieben. Man möchte teilweise mitkämpfen, dann wieder mitlachen und auch stellenweise mitheulen, was durch die Ich-Erzählung aus Jaz' Sicht verstärkt wird.
Neueinsteigern empfehle ich, erst den 1. Band zu lesen und dann nach der Reihe zu lesen, da die Handlungsstränge aufeinander aufbauen und im zweiten Band nicht nochmal erläutert werden. Das bedeutet, dass Personen und Szenen aus dem ersten Band im zweiten wichtige Aufgaben übernehmen, aber nicht erneut in diesem Buch eingeführt wurden.
Hätte ich den ersten Band nicht gelesen, hätte ich nie erfahren, wem genau Jaz hinterhertrauert und warum sie sich die Schuld dafür gibt oder was aus dem Mörder wurde usw.
Wer also Spaß an diesem Buch haben möchte, sollte auf jeden Fall den Vorgänger gelesen haben!
Band 1: Ein Vampir ist nicht genug
Band 2: Man lebt nur ewig
Band 3: Ein Quantum Blut (März 2010)