Abseits von den diversen Dokumentationen und Pseudodokumentationen zum Leben von Michael Jackson, die nun überall wie Pilze aus dem Boden schießen, bietet dieser für VH1 produzierte Spielfilm einen eher unaufgeregten und überaus authentischen Blick auf die Höhen und Tiefen im Leben des King of Pop.
Angefangen vom kometenhaften Aufstieg mit "Thriller", über den schrecklichen Unfall beim Dreh des Pepsi-Werbespots, seine Heirat mit Lisa Marie Presley, seinen diversen Schönheitsoperationen, den Vorfall im Berliner Hotel Adlon, die Entfremdung zu seinem Vater Joseph Jackson (und damit auch dem Jackson-Clan), bis hin zu den schweren Vorwürfen zum Kindesmissbrauch und den darauf folgenden Prozessen, werden alle Etappen seines Lebens nach den "Jackson Five" in objektiver Weise beleuchtet.
Hauptdarsteller Flex Alexander ("Snakes on a Plane") kann dabei in jedem Lebensabschnitt absolut überzeugen. Er spielt einen sehr privaten und sanften Michael Jackson, der nicht verstehen kann, warum die Welt so gemein zu ihm ist ("Was ist denn so falsch an der Liebe?"). Aber auch bei seinen grandiosen Tanzeinlagen vergisst man gerne einmal, dass hier nur ein Schauspieler agiert.
Ich kann daher "Man in the Mirror: Die Michael Jackson Story" jedem interessierten Michael Jackson Fan nur wärmstens ans Herz legen.