Ray Barretto, der dieses Jahr 76jährig verstarb, war einer der ganz großen Musiker des Latin Jazz. Und auch wenn man es kaum glauben mag, er war kein Südamerikaner, sondern wurde in New York geboren und begleitete als Conga-Virtuose u.a. Jazzlegenden wie Dizzy Gillespie, Charlie Parker und Jimmy Smith. Der Mann hatte definitiv ein Euro ins Phrasenschwein - den Rhythmus im Blut und spielte sich zeitweise als Conguero geradezu in Trance. Diese nun vorliegende Doppel-CD führt einen durch die schwungvollen 60er-, 70er-Jahre, der Zeit, als Barretto sehr produktiv für das erste von Latinos gegründete Label Fania Records musizierte. Sehr fröhlich das ganze, mit viel Partystimmung und vor allem durchgehend extrem rhythmusbetont. Da kommt gute Laune auf.