Der Film Mann unter Feuer wurde in der Filmkritik stark kritisiert. Man äußerte sich negativ über Schauspieler, Filmkulisse und besonders über die "banale, ausgeluschte Story".
Gut, die Idee einen Film über einen Rachefeldzug zu drehen ist tatsächlich nicht die neueste.
Als ich den Film im Kino sah, erwartete auch ich zunächst keine großartige Unterhaltung.
Doch jetzt muss ich sagen, der Film ist einfach klasse!
Er beruht auf dem Roman "Der Söldner" von A.J. Quinell und wurde von Tony Scott ein wenig runderneuert, sprich moderne Filmkulisse, erstklassige Schauspieler. Mexico City als Handlungsort zu wählen war eine geniale Idee. Ich kenne die Stadt von mehreren Reisen nach Mexico. Ein Stadt mit so viel Charkter passt ideal zu der Story.
Denzel Washington überzeugt in der Rolle des Ex Agent Creasy nicht nur Lupita Ramos ( Dakota Fanning ) sondern auch sein Publikum, denn die Rolle hat viel mehr zu bieten als " hin und wieder mal mürrisch mal traurig" in die Kamera zu schauen. Hier geht es um Gefühl! Ex Agent Creasy sieht nach langen Zeiten der Gewalt, der Kriege und des Todes keinen Sinn mehr im Leben. Da tritt Lupita Ranos in sein Leben. Ein reiches, intelligentes aber sehr einsames kleines Mädchen, das von seinen reichen Eltern zwar geliebt jedoch oft vernachlässigt wird. Creasy ist ihr neuer Bodygurad, da die Eltern , besonders die Mutter, eine Entführung befürchten.
Die kleine Pita verschafft sich sanft aber entschlossen Zugang zu dem morschen Innern seines Herzen. Gerade als sie sicher ist ihren "Creasy-Bär" für sich gewonnen zu haben wird sie entführt. Creasy wird bei dem Versuch sie zu retten schwer verletzt. Als er von seinem alten freund und Kameraden Ray erfährt, dass sie bei der Übergabe des Löse geldes getötet wurde, schwört Creasy grausame Rache. Ein Feldzug beginnt und endet mit einer Überaschung...
Die kleine Dakota Fanning, die die Pita spielt , gewinnt das Publikum mir Charme und überzeugender Kindlichkeit. Sie ist ideal um das Bild des kleinen, reichen aber einsamen Mädchens zu erschaffen. Wie dem auch sei, ein Film von großer Klasse. Ein Film der meiner Meinung nach zu Unrecht so zerissen worden ist.
Pita verschafft sich langsam Zugang zu dem morschen Innern seines Herzen und gewinnt ihn mehr und mehr für sich.