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Produktinformation
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In einer rasanten Fahrt zwischen Psychologie und Biologie, Anthropologie und Kulturwissenschaften belegt er seine Behauptung mit überzeugenden Argumenten. Er beschreibt alltägliche Situationen und versetzt sie völlig selbstverständlich in andere Kulturen und an andere Orte und siehe da, auch hier passen sie. Er erklärt in der Sprache eines neuen Wissenschaftszweiges, der Evolutionspsychologie, warum wir uns so verhalten, wie wir es tun. Er belegt warum Kooperation der Selektionsvorteil des Menschen ist und zeigt wie Aggression, Sprache, Sexualität, Emotionen und Moral entstanden sind.
Sein Buch regt zum Nachdenken an: Paßt mein Verhalten denn überhaupt in eine veränderte Situation? Kann es in der Evolution überhaupt ein besser oder schlechter geben? Wieso mißverstehen Mann und Frau sich so häufig? Wie ist Sprache entstanden, und welche Problem haben wir beim Lernen einer Sprache? Haben äußere Bedingungen einen Einfluß auf unsere Entwicklung gehabt? Was ist für die Entstehung der Intelligenz verantwortlich, Werkzeuggebrauch oder unser Sozialleben? Wer hat bessere Chancen im "Kampf ums Überleben", der Nette oder der fiese Egoist?
Der Washingtoner Journalist hat mit seinem klaren, pointierten Sachbuch echtes Lesefutter erschaffen. Man möchte (und das ist bei Sachbüchern selten) das ganze Buch an einem Stück durchlesen. Auf jeder Seite trifft man auf neue, überraschende, aber einleuchtende und überzeugende Argumente. Die Beispiele, die Allman heranzieht, sind aus dem Leben gegriffen. Das Buch ist nicht zuletzt deswegen empfehlenswert, weil man sich und seine Mitmenschen besser verstehen lernt. --Sven A. Zörner -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Bereits der deutsche Untertitel wird dem Buch nicht gerecht: Es geht dem Autor offenbar nicht darum zu zeigen, "wie das Erbe der Evolution unser Denken und Verhalten prägt", sondern darum, jede, aber auch wirklich jede Entwicklung der Menschheit durch ihre (evolutionär entstandene) Kooperationsfähigkeit zu erklären. Zum Teil ist Allmans Argumentation recht überzeugend, an anderer Stelle kann man sie allerdings nur als an den Haaren herbeigezerrt bezeichnen. Wie er "zeigt", dass die Entstehung des Ackerbaus auf zufällig am Lagerfeuer herabgefallene Körner zurückzuführen sei, entbehrt zum Beispiel wirklich nicht der Komik! Ein bewusstes Beobachten oder kreatives Ausprobieren der Frühmenschen kommt ihm anscheinend nicht in den Sinn.
Wirklich ärgerlich sind allerdings Allmans Postulierungen "plötzlicher" Ereignisse in der Menschheitsgeschichte. Da wird nicht nur mittels eines Feuersteinblocks gleich "die Zukunft" an sich erfunden (zusammen mit der Vorratshaltung), sondern es beginnen unsere Vorfahren auch "urplötzlich" vor 40.000 Jahren, Schmuck anzufertigen, und zwar aus keinem geringeren Grund als der Herstellung von Rangabzeichen (die nun "plötzlich" wichtig sind, da die Gruppen in den eiszeitlichen Höhlen enger zusammenrücken). Kann es nicht auch sein, dass die Menschen der Eiszeit aufgrund der langen Winter einfach viel Zeit "drinnen" verbringen mussten und z.B. im Schnitzen von Schmuck eine (soziale) Möglichkeit des Zeitvertreibs fanden? Ich behaupte ja nicht, dass dies die beste Erklärung ist, aber wird eine Behauptung richtiger, wenn sie auf möglichst verschlungenen Pfaden begründet wird, damit sie nur ja ins Konzept passt? Ich glaube nicht.
Obwohl das Buch streckenweise durchaus interessant und aufschlussreich zu lesen ist, erscheint es mir doch recht aufgebläht. Von Kapitel zu Kapitel wiederholt sich der Autor immer wieder, was auf die Dauer entnervend wirkt. Glaubt er, das Gedächtnis des Leser beschränke sich auf ein Kapitel? 50% weniger hätten dem Buch gut getan. Außerdem ist der Gedankengang mitunter ohne klare Linie, so dass der Eindruck entsteht, als wisse der Autor selber nicht, wohin der den Leser führen will.
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