Um mit dem Positiven anzufangen: "Mammut" hat ein oder zwei parodistische Szenen, bei denen man tatsächlich Schmunzeln muss, aber der Rest des Films ist so bleiern und langweilig aufgezogen, dass beim Anschauen gefühlt eine komplette geologische Epoche vorbeizieht: Ein Meteorit lässt (warum auch immer) ein tiefgefrorenes Mammut von seinem Museumspodest heruntersteigen, und in einer Kleinstadt amoklaufen - ein örtlicher Angestellter tritt dem Untier entgegen und versöhnt sich gleichzeitig wieder mit seiner entfremdeten Tochter - Abspann.
Von dem Mammut selbst sieht man in 90 Minuten so gut wie gar nichts, die Angriffe vollziehen sich als kurze Großaufnahmen von entweder einem schlecht animierten Fellhügel, oder einem entsetzten Gesicht, von Blut oder tatsächlichen Maskeneffekten brauchen wir gar nicht erst reden, und kaum ist die Szene vorbei und die "spannende Musik"(TM) abgeklungen, dürfen wir ersteinmal wieder 10 Minuten Dialoge aus dem Abfalleimer des letzten Drehbuch-Autoren-Seminars über uns ergehen lassen.
Ich hatte kein Meisterwerk erwartet, aber die Schnittmenge zwischen Billigtrash und Unterhaltungskino ist auch 2011 noch groß genug, um mit wenig Geld einen sauberen Unterhaltungsfilm zu produzieren, und genau hier bricht der Film ein: Trash kann man sich schönsaufen, aber Wandfarbe beim Trocken zusehen ist auch nach 12 Bier langweilig. In diesem Sinne...