Lukas Moodysson war vor seiner Tätigkeit als Regisseur auch als Autor tätig. Mittlerweile bringt es der Schwede auf sechs Spielfilme, von denen seine letzten beiden Werke "A Hole in my Heart" und "Container" das Publikum eher spalteten, da sie schon ziemlich experimentelles Kino waren. Nun besinnt sich Moodysson, der vor allem für "Raus aus Amal" bekannt ist, zurück auf den normalen Spielfilm.
In "Mammut" geht es um das Ehepaar Ellen und Leo. Die beiden Leben in New York ein recht sorgenfreies Leben, nachdem Leo mit dem Internet viel Geld gemacht hat. Seither arbeitet sie als Chirurgin, und er reist durch die Welt um neue Aufträge zu generieren. Die Tochter der beiden fühlt sich eher dem philippinischen Kindermädchen hingezogen denn der Mutter, wodurch diese sich zunehmend alleine fühlt. Als Leo auf seiner Reise in Bangkok ein Mädchen kennenlernt, ziehen dunkle Wolken auf, und sein Handeln hat Auswirkungen auf alle Menschen in seinem Umfeld.
Moodysson versuchte sich hier am Episodenfilm, der spätestens seit Meisterwerken wie "L.A. Crash", "Babel" oder auch "Powder Blue" ein fester Bestandteil der Filmwelt sein dürfte. Trotz der vielen Schelte, die er dafür von Kritikern weltweit einstecken musste, muss ich sagen fand ich den Streifen durchaus nicht schlecht! Die Darsteller sind gut gewählt, allen voran Gael Garcia Bernal, der zufällig auch in "Babel" schon in der Hauptrolle zu sehen war. Die Verstrickungen der einzelnen Handlungsstränge sind gelungen, einzig die Aussage des Films kommt einem am Ende dann etwas dünn vor. Hier fehlt eine klare Richtung und somit schlussendlich eine klarere Aussage. Aber das ist sehr subjektiv, denn ich würde sagen wer Filme dieser Machart mag, der kann auch mit diesem hier etwas anfangen.
An Extras bietet die DVD neben Interviews noch den Originaltrailer, sowie die obligatorische Trailershow.