Produktinformation
|
Zwar toben sich die beiden hin und wieder an echten alten Vorlagen aus und interpretieren Perez Prado ganz wacker und locker, aber schräge Momente überwiegen auf dem Album, das mit seiner Abbildung einer alten Blechkarossenheckflosse die Augen täuscht. Da dreschen mal mehrere Trommler aufeinander ein, Galbán orgelt eine wahnsinnige Cumbia, zu der Cooder seine fette Bigsby-Pedal-Steel kreischen lässt, und manche Tracks scheinen nach dem Motto "Schaun ma mal, dann sehn ma scho" zu Stande gekommen zu sein. Und das ist das Schöne an dem Album. Entspannt, ohne Blick auf die Charts, voll aufeinander eingespielt agieren die ausgebufften Musiker, zu denen auch Jim Keltner, Cachaito, Joachim Cooder und Angá Diaz zählen. Sabroso! --Uli Lemke
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Das faszinierende an dieser Platte ist der - Entschuldigung - geile Sound. Es ist so, als wäre Galban Besitzer einer Autowerkstatt und die Aufnahmen hätten in seiner Garage stattgefunden. Ungeschliffen, spontan und verdorben kommen diese Stücke daher. Stücke, die so gar nichts Volksliedhaftes haben. Es singt diesmal auch fast niemand. Gitarren und Perkussion (u.a. Jim Keltner) dominieren. Trotz allem kubanischen Flair finden sich Cooder und Galban in einer seltsamen Spielweise von Twang und Rock'n'Roll zusammen. Ein karibischer James Dean betrinkt sich mit einem kalifornischen Che Verschnitt. Das Ergebnis ist Cooders beste Platte seit seinem Afro-Blues-Meisterwerk „Talking Timbuktu". Sexy und humorvoll ist Mambo Sinuendo und nach süßen Verheißungen duftend. Eine neue Kuba Krise wird sie aber wohl nicht auslösen. Dafür ist diese Musik zu schwer mit dem Bacardi-Feeling kompatibel. Zum Glück!
Im Gegensatz zu dem, was hierzulande unter dem Begriff Mambo subsummiert und nach wie vor durch Lou Bega popularisiert wird, ist Mambo Sinuendo ein ungemein entspanntes Album geworden. Cooder bezeichnete die CD in einem Interview unlängst als ein herrlich besoffen klingendes Album. Das trifft es genau: Wer die Augen schließt, findet sich schnell in einer verräucherten Bar unter dem hölzernen Deckenventilator wieder, den Cuba Libre auf dem Tisch, sich locker des Tanzkurses erinnernd, als einem das "Vor-Seit-Schritt-Zurück" noch feuchte Hände bereitete. Wie entspannend Mambo doch sein kann, wenn er von den Richtigen vorgetragen wird.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|