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Mambo Italiano
 
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Mambo Italiano

Luke Kirby , Paul Sorvino , Emile Gaudreault    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

VideoMarkt

Im italienischen Viertel von Montréal führt Familienoberhaupt Gino Barberini ein hartes Regiment. Darunter haben Mama Maria, Tochter Anna und Sohn Angelo jahrzehntelang gelitten. Doch eines Tages wird es Angelo zu bunt. Er zieht aus und mietet sich bei Nino, einem Freund der Familie, ein. Als die Barberinis wenig später erfahren, dass sich Angelo und Nino sogar das Bett teilen, kommt dies einem Weltuntergang gleich. Von nun an lässt Gino nichts unversucht, seinen Sprössling auf den Pfad der Tugend zurückzubringen.

Video.de

In seiner Familienkomödie macht sich der Kanadier Émile Gaudreault mit viel Sarkasmus und Ironie über italienische Lebensart lustig, ohne jedoch seine Figuren zu denunzieren. Auch wenn dieser locker-leichte "Mambo" kaum Neues bietet, wird das Altbekannte doch auf recht originelle Weise variiert. In punkto Witz und Lebenslust kann es der italophile Spaß, aus dessen Ensemble Paul Sorvino als Patriarch herausragt, durchaus mit dem griechischen, im Kino aber wesentlich erfolgreicheren Pendant "My Big Fat Greek Wedding" aufnehmen.

Blickpunkt: Film

An den Grundfesten der italienischen Familie rüttelt Emile Gaudreault und folgt damit dem Trend zum Culture-Clash im Kino. In Montreals 'italian community' wagt es der einzige Sohn des Hauses, mit Ende 20 auszuziehen und teilt bald mit einem alten Jugendfreund nicht nur die Wohnung, sondern auch das Bett. Erst einmal leidet 'Tutta la famiglia' unter dieser schrecklichen Schande. Aber am Ende gewinnt in dieser witzigen, berührenden und sehr menschlichen Komödie, die streckenweise an 'My Big Fat Greek Wedding' erinnert, die Leichtigkeit des Seins über die Beschwerlichkeit des Scheins.

Raus aus dem Schatten der Tradition, hinein ins selbstbestimmte Leben, der Zusammenprall gegensätzlichen Kulturen als Chance -lockerer als Vorgänger wie Stephen Frears ('Mein wunderbarer Waschsalon'), Damien O'Donnell ('East is East') oder Drehbuchautor Hanif Kureishi und mit viel Sinn für Sitatuationskomik lässt Emile Gaudreault seine Protagonisten gegen Eltern und Gesellschaft rebellieren. So bricht bei den Barberinis eine Welt zusammen: Da zieht Single-Sohn Angelo einfach aus dem familiären Nest und bald mit einem früheren Jugendfreund zusammen. Besser als mit einem nicht italienischen Flittchen denken die besorgten Eltern, die von einer gebärfreudigen Schwiegertochter und vielen Bambinis träumen. Um so größer das Entsetzen, als Angelo sich als schwul outet. Der Schock sitzt tief, ein schwuler Italiener, das gilt als Widerspruch in sich und darf nicht sein. Aber nach längerer Kontaktpause entdecken Mutter und Vater Toleranz und halten zu ihrem Jungen, der nach einer Liebesenttäuschung auch noch Mr. Right findet, während der Ex-Lover ganz konventionell heiratet. Emile Gaudreault nimmt mit deftigem Humor Lust und Last des 'Italienischseins' auf die Schippe, die Pasta kochende Mamma, den gestrengen Patriarchen mit ehernen Grundsätzen und die im Therapeuten-Hopping geübte Tochter, die nur im Valiumrausch die Sippe ertragen kann. Dabei räumt er im Chaos von Montreals Little Italy mit so mancher Heuchelei und folkloristischem Klischee auf, ohne die Charaktere der Lächerlichkeit preiszugeben. Jeder interpretiert die Welt auf seine Weise. Der Vater (Paul Sorvino) leidet darunter, es nur bis zum 'billigen Plagiat' Kanada geschafft zu haben, statt ins gelobte Land der USA, und findet eine einfache Erklärung für Angelos Homosexualität, 'das passiert eben, wenn man von zu Hause auszieht', während die Mutter diese seltsame sexuelle Neigung für eine Krankheit hält und hofft, ihren Sprössling durch die Präsenz dickbusiger Damen heilen zu können. Autor Steve Galluccio entwarf nach seinem gleichnamigen Theaterstück die einzelnen Personen und griff dabei auf eigene Erfahrungen in Freundeskreis und Verwandtschaft zurück. Die Jokes sind zwar nicht sophistacated, sondern eher simpel, aber der verrückte Clan überzeugt durch rauen Charme, die kleinen Brüche im Alltag und Fluchten in falsche Illusionen machen die Mischpoke liebenswert. Gaudreault überzeichnet Realität und Figuren, setzt gekonnt auf das komische Potenzial. Das sollte einen Überraschungserfolg möglich machen. mk.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Schwule Variante des Culture-Clash-Erfolgs "My Big Fat Greek Wedding": Ein Kanadier versucht, seine schwule Beziehung vor seiner italienischen Großfamilie zu verheimlichen.

Kurzbeschreibung

Im Kreise seiner Großfamilie lebt Angelo im italienischen Viertel von Montreal, obwohl er als Fernsehautor Karriere machen und sich zu seiner Homosexualität bekannt haben wollte. Dann verliebt er sich in Nino und zieht zu ihm, womit er nicht nur seine entsetzten Eltern, sondern auch Ninos intrigante Mutter am Hals hat.

Produktbeschreibungen

Wenn mit Leidenschaft geliebt, gestritten und gekocht wird, schlägt das italienische Herz international. Auch im Pasta-Viertel von Montreal, wo jeder Einwanderer mit Stolz das Blut der Heimat in sich trägt und die Mamas ihre Familien mit derselben Autorität führen wie die Römer einst die Welt. Angelo Barberini (Luke Kirby) hat genug von den Bevormundungen und der erdrückenden Liebe von Mama Maria (Ginette Reno) und Papa Gino (Paul Sorvino). Er verlässt sein Elternhaus - obwohl er erst Ende zwanzig und nicht einmal verheiratet ist. Und diesem Vorbeben folgt die Katastrophe, als Angelo mit seinem Jugendfreund Nino (PETER MILLER) zusammenzieht und sich in der Familie als sein Lover outet. Jetzt brennt Italien im fernen Kanada. Cop Nino ist sauer, fürchtet, dass schwule Polizisten unter dem Spott der Kollegen vielleicht noch Schafe, aber kein Gesetz mehr hüten können. Gino tobt, weil Söhne ihre Väter ehren und nicht verraten sollen. Und die beiden Mütter beten, dass sich das Schicksal ihrer erbarmt, dass die vollbusige Pina (Sophie Lorain) ihre Söhne vielleicht noch bekehren kann.
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