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Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 12.03.2003
Ein erfolgreicher Erwachsenenautor, der auch Kinderbücher schreiben kann. Monika Klutzny zeigt sich beeindruckt, wie Christoph Hein die nicht sehr heitere Geschichte von Ulla und ihren Brüdern, deren Mutter an einer Krankheit stirbt, so "gänzlich unsentimental, mitfühlend und ermutigend" erzählen kann. Denn wie der kleine Bruder so lakonisch wie richtig sagt: Irgendwann würden sie alle der Mutter folgen, und dann könnten sie ihr doch nicht erzählen, sie hätten "die ganze Zeit herumgeheult". Ein Buch über die Trauerarbeit einer Familie, das nicht in rührseliger Melancholie versinkt. Die Rezensentin ist angetan.
© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Ein erfolgreicher Erwachsenenautor, der auch Kinderbücher schreiben kann. Monika Klutzny zeigt sich beeindruckt, wie Christoph Hein die nicht sehr heitere Geschichte von Ulla und ihren Brüdern, deren Mutter an einer Krankheit stirbt, so "gänzlich unsentimental, mitfühlend und ermutigend" erzählen kann. Denn wie der kleine Bruder so lakonisch wie richtig sagt: Irgendwann würden sie alle der Mutter folgen, und dann könnten sie ihr doch nicht erzählen, sie hätten "die ganze Zeit herumgeheult". Ein Buch über die Trauerarbeit einer Familie, das nicht in rührseliger Melancholie versinkt. Die Rezensentin ist angetan.
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Kurzbeschreibung
Eine Familie, die lernen muß, mit dem Tod der Mutter umzugehen: Leicht und mit größter Zärtlichkeit schreibt Christoph Hein über das Sterben und die Trauer, über Abschied und Neuanfang.Eine Idylle zerbricht, als die Mutter von Ulla stirbt. Dabei war sie ihre beste Freundin, eine "richtige Lachtaube", wie das zehnjährige Mädchen immer fand. Von einem Tag auf den anderen ist nichts mehr wie früher: Das Essen ist ungewürzt, der Vater kann Ulla nicht sagen, welche Schuhe am besten zu ihrem Lieblingskleid passen, vorlesen wie ihre Mutter kann er auch nicht, und ständig stehen Leute vor der Tür, die unbeholfen Trost spenden wollen. "Was wirst du jetzt machen? Wie wird es weitergehen?" fragt Ullas beste Freundin sie. Ulla weiß es nicht. Doch es geht weiter, für Ulla, auch für ihren Vater und die beiden Brüder, Karel und Paul. Obwohl die Trauer bleibt und die Mutter weiterhin an allen Ecken und Enden fehlt, finden sie zurück in ihren Alltag. Bald fahren sie zusammen in den Urlaub, nach Hiddensee; der Vater, von Beruf Bildhauer, vollendet sein bisher bestes Werk, eine wunderschöne Pietà; Karel verliebt sich in ein Mädchen; es gibt wieder den von allen geliebten Kirsch-Schokoladen-Kuchen. Und irgendwann weiß Ulla auch allein, was sie anziehen soll.
Über den Autor
Christoph Hein wurde am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien geboren. Nach Kriegsende zog die Familie nach Bad Düben bei Leipzig, wo Hein aufwuchs. 1967 studierte an der Universität Leipzig Philosophie und Logik und schloss sein Studium 1971 an der Humboldt Universität Berlin ab. Von 1974 bis 1979 arbeitete Hein als Hausautor an der Volksbühne Berlin. Der Durchbruch gelang ihm mit seinem Prosadebüt Einladung zum Lever Bourgeoise. 2008 wurde Hein mit dem Walter-Hasenclever-Literaturpreis der Stadt Aachen ausgezeichnet.