Erst war ich zugegebenermaßen ein bisschen hin- und hergerissen. Ich kannte bereits "Alles über meine Mutter", fand es toll, und meine Mutter auch. Jedoch hatte sie noch nicht angefangen, hineinzuschreiben, als ich plötzlich "Mama, erzähl mal" fand. Und ich war begeistert! Wahnsinnig begeistert!
Allerdings setzt dieses Buch auch durchaus melancholische Gedanken frei. Dessen sollte man sich nicht nur als Schenkende(r) bewusst sein, sondern auch als der/die, der/die das Buch schließlich hinterher ausgefüllt wiedererhalten soll. Man sollte sich klar darüber sein, dass Dinge in diesem Buch stehen, die man eventuell nicht geahnt hat, nicht unbedingt wissen wollte oder aber auch über die man wahnsinnig traurig werden kann. Wenn es zum Beispiel um Fragen danach geht, was die Mutter anders machen würde, wenn sie nochmal von vorn anfangen könnte zu leben.
Was sicherlich nicht verkehrt ist, ist, sich hinterher mit "Mama" zusammenzusetzen. So kann man Dinge weiterspinnen, weitere Fragen stellen, sich in alten, gegenwärtigen und neuen Zeiten verlieren.
Ein wirklich umwerfendes Buch! Eine Geschenke-Muss für alle, die mehr über das Leben der eigenen Mutter erfahren wollen.