"In The Now" ist ein Opener wie man ihn gerne hat. Ohne Anlaufzeit wird man hier mit schrammeligen Gitarren begrüßt, die gerade noch soviel Melodie besitzen um den Hörer sofort zu packen, bei der Hand zu nehmen und in das Album einzuführen.
Wenn dann "From The Hips" ertönt, steigt der Endorphinpegel sogar noch. Langsam baut sich da etwas Großes auf, wächst an, um dann nach 2 Minuten mit großer Melodie, großen Gesten und großen Gefühlen auszubrechen. Doch da liegt dann leider auch das Problem von "Mama I M Swollen", denn die großen Gesten bleiben zwar bestehen, doch die großen Gefühle ziehen sie über Albumlänge leider nicht konstant nach sich. Ein bisschen zu sehr suhlt man sich hier in tiefer Trauer, in Pathos und Befindlichkeiten. "We're Going To Hell" ist zwischenzeitlich mal eine Abwechslung, wie man sie sich häufiger gewünscht hätte: Reduziert, akzentuiert und mit wunderbare Melodie, obschon auch hier die allgegenwärtige Trauer durchscheint, die in diesem Ausmaß nicht unbedingt Jedermanns Sache ist. Das 5minütige, mit brüchiger Stimme vorgetragene "What Have I Done?" reicht dann noch einmal ein wenig an das Kunststück von "From The Hips" heran und liefert einen relativ versöhnlichen Abschluss.
Unterm Strich kann "Mama I M Swollen", dem Hörer, der sich auf diese emotionale Achterbahnfahrt einzulassen vermag einen gelungen Emo-Genrebeitrag bieten. Der Rest findet zumindest ein paar schöne Melodien.