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Mama I M Swollen [Vinyl LP]
 
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Mama I M Swollen [Vinyl LP]

Cursive Vinyl
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Vinyl (10. April 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Saddle Creek
  • ASIN: B001UOFP2S
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 359.897 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. In the Now (2:34)
2. From the Hips (3:55)
3. I Couldn't Love You (3:21)
4. Donkeys (3:58)
5. Caveman (3:23)
6. We're Going to Hell (4:53)
7. Mama, I'm Satan (4:28)
8. Let Me Up (4:47)
9. Mama, I'm Swollen (3:20)
10. What Have I Done? (6:11)

Produktbeschreibungen

motor.de

Märchenstunde unter blutroter Sonne. Cursive laden ein zu einem Trip zum Pleasure Island mit Endstation Hölle. Klingt düster, aber verdammt gut.

Das Prinzip des ewigen Kreislaufs zieht sich wie ein roter Faden durch Cursives sechstes Studioalbum. Betrachtet man das Auf und Ab ihres 14 jährigen Bestehens, kommt diese Erkenntnis wohl nicht von ungefähr. Nach nahezu jeder Veröffentlichung verschwand die Band von der Bildfläche, nur um in regelmäßigen Abständen von drei Jahren wieder mit einem neuen Meisterwerk aufzutauchen. Dieses Mal wäre es beinahe nicht so weit gekommen.

Nachdem Drummer und Gründungsmitglied Clint Schnase die Band 2007 in Freundschaft verlassen hatte, stellten sich die übrigen Mitglieder die Frage, ob es nicht für alle der richtige Zeitpunkt sei, Cursive zu begraben. Glücklicherweise entschlossen sie sich, mit Cornbread Compton, ehemals Schlagzeuger bei Engine Down, weiter zu machen und präsentieren uns nun mit "Mama, I'm Swollen" ein neues Album, das trotz neuer Besetzung durch und durch Cursive ist.
Es beginnt mit einem Gedicht: "I don't want to live in the now / I don't want to know what I know". Zwei simple Zeilen der Ablehnung, die schnell klarstellen, wo die Reise hingeht. Tim Kasher war noch nie zufrieden mit sich und der Welt und auch "Mama, I'm Swollen" ist ein düsteres Manifest des Nichteinverstandenseins.
Hin und her gerissen zwischen Selbstzweifel und Verachtung gegenüber unserer vermeintlich zivilisierten Gesellschaft entwirft Kasher Geschichten voller Widersprüche, in denen sich Gut und Böse, Instinkt und Verstand, jugendliche Unbeschwertheit und Existenzangst bekämpfen.

Lyrisch ist Kasher über die Jahre immer brillanter geworden. Albtraumhafte Welten, die an Edgar Allan Poe erinnern ("We're Going To Hell"), treffen auf Pinocchios Pleasure Island ("Donkeys"), das Peter-Pan-Syndrom zieht sich ebenso durch seine Texte, wie die fieberhafte Suche nach einem Ausweg aus dem ewigen Kreislauf unserer Existenz ("Caveman","Let Me Up") oder der Kampf gegen die eigenen Dämonen ("Mama, I'm Satan"). In dem ausartenden, vermutlich autobiographischen "What have I done?" begräbt er schließlich jegliche Hoffnung und kommt zu der desillusionierenden Konklusion, alle Ziele verfehlt zu haben: "I spent the best years of my life waiting on the best years of my life - so what's there to write about?".

Trotz der düsteren Texte glänzt das Album durch seine emotionale Bandbreite und seine spielerischen Variationen. Rohe Gitarren treffen auf dezent eingesetzte Bläser und Violinen, brachiale Sequenzen finden ihren Gegenpol in ungewöhnlich andächtigen Passagen. Diese Stimmungswechsel vollziehen sich nicht selten innerhalb eines Songs. Insgesamt wirken die zehn Songs reduzierter und direkter als auf dem Vorgänger, gleichzeitig wurde ihnen aber mehr Raum gewährt, sich zu entfalten, was jedem einzelnen von ihnen seine eigene Dramaturgie ermöglicht.
Mit "Mama, I'm Swollen" ist Cursive ein weiteres Mal ein hervorragendes Konzept-Album gelungen, das sowohl eingängig als auch anspruchsvoll ist, und ihren Status als eine der innovativsten und aufregendsten Bands der Rockszene erneut bestätigt.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
The album of the year 24. April 2009
Format:Audio CD
Tim Kasher ist ein vielbeschäftigter Mann. Der Frontmann von "The Cursive" und "The Good Life" sass in der Schule neben Conor Oberst und ist als Gastmusiker bei verschiedenen Bands des Label "Saddle Creek" zu hören.

The Cursive gehen mit "Mama I'm Swollen" wieder ein Schritt zurück in die krachige musikalische Frühphase, ohne jedoch auf eine gewisse Eingängigkeit verzichten. Der recht glatte und gefällige Sound von "Happy Hollow" wird in Sachen Soundästhetik in Richtung "The Ugly Organ", dem wahrscheinlich großartigsten Album der Band gezogen.

Die Texte von "Mama I'm Swollen" sind eine zusammenhängende Geschichte, das aufwendig gestaltete und handgeschriebene Booklet ist eine wahre Bereicherung füt jede Plattensammlung. Diese Platte zu hören ist wunderschön, sie zu besitzen noch viel schöner.

Hits wie "From The Hips" und "We're Going to Hell" gehen sofort ins Ohr und haben großen Ohrwurmcharakter. Andere Songs lassen wie "Mama I'm Satan" oder "What Have I done" bahnen sich erst mit der Zeit den Weg ins musikalische Herz, um dort schlussendlich aufrichtig geliebt zu werden.

Ich lege mich (im April) fest: Das wird, wenn kein musikalisches Wunder geschieht, das Album des Jahres 2009. Oder um es in Tim Kashers Worten zu sagen: HE WROTE THE ALBUM OF THE YEAR
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Vinyl
Tolle Platte! Und auf jeden Fall als Vinyl besorgen.
Aber mit 35¤ hier zu teuer. Viel zu teuer. Sogar direkt vom Plattenlabel importieren lassen ist günstiger. Oder Flight13 für gerade 20¤.

Trotzdem zugreifen, solange noch zu haben (auch die CD liegt dem Vinyl bei)!!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
High on Emotion 27. Juni 2009
Format:Audio CD
"In The Now" ist ein Opener wie man ihn gerne hat. Ohne Anlaufzeit wird man hier mit schrammeligen Gitarren begrüßt, die gerade noch soviel Melodie besitzen um den Hörer sofort zu packen, bei der Hand zu nehmen und in das Album einzuführen.
Wenn dann "From The Hips" ertönt, steigt der Endorphinpegel sogar noch. Langsam baut sich da etwas Großes auf, wächst an, um dann nach 2 Minuten mit großer Melodie, großen Gesten und großen Gefühlen auszubrechen. Doch da liegt dann leider auch das Problem von "Mama I M Swollen", denn die großen Gesten bleiben zwar bestehen, doch die großen Gefühle ziehen sie über Albumlänge leider nicht konstant nach sich. Ein bisschen zu sehr suhlt man sich hier in tiefer Trauer, in Pathos und Befindlichkeiten. "We're Going To Hell" ist zwischenzeitlich mal eine Abwechslung, wie man sie sich häufiger gewünscht hätte: Reduziert, akzentuiert und mit wunderbare Melodie, obschon auch hier die allgegenwärtige Trauer durchscheint, die in diesem Ausmaß nicht unbedingt Jedermanns Sache ist. Das 5minütige, mit brüchiger Stimme vorgetragene "What Have I Done?" reicht dann noch einmal ein wenig an das Kunststück von "From The Hips" heran und liefert einen relativ versöhnlichen Abschluss.
Unterm Strich kann "Mama I M Swollen", dem Hörer, der sich auf diese emotionale Achterbahnfahrt einzulassen vermag einen gelungen Emo-Genrebeitrag bieten. Der Rest findet zumindest ein paar schöne Melodien.
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