Zuerst das Gute: die Bilder sind schön und die Qualität der Aufnahmen sehr gut. Völlig nervtötend ist jedoch die durchweg gleichbleibende, Spanische Pop-Gitarrenmusik. Diese völlig unpassende (wir sind auf Mallorca, nicht in Spanien), monotone Untermalung aller Bilder kennt keine Höhepunkte, keine Spannung und sorgte dafür, dass ich die zweite Hälfte des Films streckenweise ohne Ton angesehen habe.
Die "Rundreise" über die Insel, die in Palma beginnt, ist ganz nett, spart aber zahlreiche Stellen und vor allem das Landesinnere aus. Dafür konzentriert sich der Film im Osten auf etliche Badebuchten, an denen über viele Minuten Tretboote und Touristen in Nahaufnahme gezeigt werden. Statt dieser unnötigen Details hätte man etwas zu den zahlreichen Wanderwegen zeigen können, die zwar erwähnt, aber nie gezeigt wurden.
Auch hat der Film es auf wundersame Weise geschafft, eine Insel zu durchqueren, ohne auch nur ein einziges Mal auf lokale Essgewohnheiten oder Unterbringungen einzugehen. Auch auf die einheimische Bevölkerung, die durchaus noch existiert, wird nicht eingegangen. So hat man nicht zuletzt durch die vielen Detailaufnahmen von badenden Touristen das Gefühl, dass außer jenen kaum etwas originäres auf der Insel beheimatet ist.
Auch fehlt mir die bekannte Seite der Insel, also der Osten bis Süden, der für seine Partys bekannt ist. Wenigstens Cala Radjada oder die Balnearos hätte man erwähnen können. Denn der Film gibt ja vor, dass auf der Insel für alle Geschmäcker etwas vorhanden ist. Und diese Seite gehört eben auch zu Mallorca.
Schade, denn die Bilder sind wirklich schön und die ein oder andere Anregung für den eigenen Mallorca-Aufenthalt ist durchaus dabei.