Ich muss einräumen, dass ich aufgrund täglicher sturzbachartiger Regenfälle nur zwei Wanderungen aus dem Führer machen konnte (Nr. 2 und Nr. 15), die waren jedoch beide sehr schön. Dank GPS-Daten (übertragen auf den Garmin 310 XT
Garmin Pulsmesser Forerunner 310XT, orange/grau) habe ich den Weg immer gut gefunden. Nun zur Rezension:
Ich kenne den Autoren Herrn Höllhuber nicht. Von der Rückseite des Buches erfährt man nur, dass er begeisterter Wanderer ist. Auf dem Foto sieht man hauptsächlich seinen weißen Bart, die Augen sind hinter einer Sonnenbrille versteckt. Ich denke aber, dass er ein sehr humorvoller Mensch ist und sicherlich kein Langweiler. Hauptberuflich ist er vermutlich Personalchef und verfasst viele Arbeitszeugnisse (etwas "sein Bemühen den Anforderungen gerecht zu werden, konnten wir jederzeit feststellen" oder er schreibt die Hotelbeschreibungen )"Lebhafte Umgebung mit internationalen Gästen").
Tour Nr. 15 war besonders schön, einsam und mit unglaublichen Ausblicken, dabei sportlich auch durchaus eine Herausforderung. Den trockenen Humor der Beschreibung bemerkt man erst, wenn man unterwegs ist. So heißt "ein beliebter Picknick- und auch Umkehrplatz" auf deutsch, dass es danach etwas abenteuerlich wird. Wenn man es keine Markierungen mehr gibt und man wild geht, heißt es "optimal wäre es, wenn sich linkes von Ihnen ein verschlossenes Tor befinden würde." Dazu ist auf dem GPS-Track einfach zwischen zwei Punkten auf einer Strecke von rund einem km lamoyant ein Gerade gezogen. Nun, es hat mir sehr viel Spaß gemacht, mir meinen Weg einmal selbst zu suchen, da man durch GPS weiß, wo man hin muss, kann man sich nicht wirklich verlaufen. In der Zusammenfassung der Tour heißt es passend: "Die Tour wird u.a. wegen des wilden Gehens als spannend empfunden" (daher geeignet für "ältere Kinder"). Die Beschreibung stimmt, auch wenn ich kein Kind mehr bin.
Tour 2 war vollkommen entspannt, man sollte unbedingt den Abstecher zum Mirador machen.
Das Konzept des Wanderführers stimmt: Es sind viele Rundstrecken dabei, nicht nur Einwegstrecken, bei denen man mit dem Bus zurück muss. Kaufgrund war, dass der Verlag die GPS-Tracks zum Download anbietet. Mit der GPS-Uhr am Handgelenk muss man so nicht ständig auf die Karte oder in die Wegbeschreibung gucken sondern kann sich voll der Landschaft und dem Wandervergnügen widmen. Verlaufen ist ebenso unmöglich. Die GPS-Daten alleine wären dagegen sinnlos, da das Buch sehr treffend und nicht untertrieben die Anforderungen und die Höhepunkte der Strecke beschreibt.
Also insgesamt sehr überzeugend.