Pressestimmen
"Atemlos und tief bewegt liest man die Geschichte dieses Kindes, dessen Schicksal - stellvertretend für viele - einen noch lange umtreibt. Es ist ein Buch, dem man viele junge und erwachsene LeserInnen wünscht, vor allem auch solche, die sonst stöhnen: ›Schon wieder ein Buch zum Thema Holocaust!‹. Mirjam Pressler will keine Botschaft loswerden, sie verfolgt keine Absicht, erhebt ihren Zeigefinger nicht. Sie erzählt eine Geschichte. Und das bewirkt mehr als jede historisch fundierte Betroffenheitsliteratur. ... Es ist erstaunlich, wie die vielfach preisgekrönte Autorin sich immer weiter entwickelt. Dem Verlag sei Dank, dass bei der Ausstattung dieses wichtigen Buches nicht gespart wurde." H.E. Menzel, Eselsohr "Selten findet man diesen Stoff der Kindheit derart ergreifend aufbereitet wie hier. Szene für Szene reißt dieses Buch den Leser in den Strudel seiner verhängnisvollen Geschichte. Es gibt kaum ein Detail in diesem Roman, das nicht wahrhaftig erscheint. Ein Buch, das man so schnell nicht vergisst und das fortan zu den wichtigsten Werken der Autorin gehören wird." FAZ "Was für ein Buch! Man begreift beim Lesen dieses Buches, warum Menschen, junge und alte, Bücher brauchen. Eine erschütternde Geschichte in einer wunderschönen poetisch nüchternen Sprache, die keine Sentimentalität aufkommen lässt. Bilder, die sich einprägen. Ein Fiebertraum Malkas, der an ein Chagallsches Bild erinnert. Mit anderen Worten: Ein Meisterwerk, das einen zentralen Platz im Schaffen dieser wunderbaren Schriftstellerin einnehmen wird." Badische Zeitung "Eine packende Herzenssache." Nürnberger Nachrichten "Diese Geschichte eines kleinen Mädchens und seiner Mutter geht an Herz und Nieren. Genau im Einzelnen und exemplarisch zugleich, öffnet dieses Buch Jugendlichen den Zugang zu unglaublichen Zuständen und haut noch einmal in die Kerbe des Vergessens. Großartig." Ellen Pomikalko, BuchMarkt "Polen 1943: Malka muss mit ihrer Mutter und Schwester vor den Deutschen fliehen: Sie sind Jüdinnen. Auf der Flucht werden sie getrennt und Malka muss sich ihren Weg allein erkämpfen. Ein bewegendes Jugendbuch, das eindringlich von Angst und Verlorenheit, von Grausamkeit und Egoismus, aber auch von Hilfsbereitschaft und vom Überlebenswillen erzählt." SR/Radio Bremen "Die einfache, schrecklich einfache Geschichte einer Flucht. Man darf sich nicht scheuen zu sagen, wie spannend diese Geschichte sich liest. Und zugleich ist zu sagen: Ganz karg ist dieses Buch, überall ist eine Reduktion auf das Wesentliche am Werk, ganz reich ist dieses Buch, voller Blicke, Gesten und Bewegungen." Reinhard Osteroth, DIE ZEIT "Großartig, wie Mirjam Pressler das breite Spektrum menschlicher Verhaltensmuster in extremen Ausnahmesituationen darstellt, ohne zu werten. Es ist erstaunlich, wie die vielfach preisgekrönte Autorin sich immer weiter entwickelt." Eselsohr "Mit seltener Intensität erzählt Mirjam Pressler von einer verletzten Kindheit, den Strapazen der Flucht und dem Verhalten der Menschen in einer schwierigen Zeit. ... Mirjam Pressler hat die Gabe, das Schwere mit Poesie und Spannung auszusprechen, ohne es zu verharmlosen. Eine eindrucksvolle Mutter-Tochter-Geschichte." Der Tagesspiegel "Mirjam Pressler ist nicht nur eine hervorragende Übersetzerin, sie ist auch eine einfühlsame Kinderbuchautorin. Mit 'Malka Mai' hat sie jetzt einen bewegenden Roman über die dramatische Flucht der jüdischen Ärztin Hanna Mai und ihrer beiden Töchter Minna und Malka aus Polen im Jahre 1943 nach Budapest geschrieben." Sonntag Aktuell, Stuttgart "Ein absolut überzeugendes Psychogramm eines Opfers, genau bis an die Schmerzgrenze, aber niemals larmoyant." Bulletin Jugend & Literatur "Herausragender Roman, der besondere Aufmerksamkeit verdient." Eßlinger Zeitung "Ein eindringliches, bewegendes Buch." Deutsche Welleradio Deutsch "Diese Geschichte musste erzählt werden, und sie ist gut erzählt worden." Der Landbote "Presslers bewegendes Jugendbuch erzählt eindringlich von Angst und Verlorenheit, von Grausamkeit und Egoismus, aber auch von Hilfsbereitschaft und Überlebenswillen in einer schrecklichen Zeit." Weser Kurier "Pressler schildert dieses grausame und harte Schicksal packend und mit einer unsentimentalen, kargen Sprache. Dieses Buch braucht keine ausdrückliche Botschaft. Die Geschichte ist Botschaft genug. Die jungen Leser werden sie begreifen. Ein Anhang mit Worterklärungen erleichtert zudem das Verständnis." Stuttgarter Nachrichten "Ein Jugendroman, der ungeschminkt Verhaltensmuster des Überlebens preisgibt und junge wie erwachsene Leser nicht unberührt zurücklassen wird." Main-Echo "Ein 'glückliches' Ende, das mehr erschüttert, kommt kaum vor in der Jugendliteratur." Basler Zeitung "Es ist beeindruckend wie sie jungen Lesern das Thema Judenverfolgung nahe bringt. Besonders überzeugt das ungewöhnliche Ende." Nordkurier, Mecklenburg "Mirjam Pressler ist das Kunststück gelungen, den richtigen Ton zu treffen. Sie verdrängt nicht, sie drängt zum Erinnern. Eine tolle Geschichte zur Geschichte." Kurier Wien "Die Art, in der auch das Unfassbare Jugendlichen fassbar gemacht wird, macht sprachlos, ist überzeugend, aber niemals larmoyant. 'Malka Mai' wird kaum ein Jugendlicher aus der Hand legen können." Geschichte lernen
Rezension
Die Geschichte der kleinen Jüdin Malka Mai ist vom Kern her authentisch. 1943 musst sie zusammen mit ihrer Mutter Hanna, einer Ärztin, und ihrer älteren Schwester aus Polen fliehen. Weil die Reise für das 7-jährige Mädchen zu anstrengend wird, erkrankt Malka und wird von ihrer Mutter bei Bauern zurückgelassen, - später soll sie nach Ungarn nachkommen. Jäh wird aus dem Leben der kleinen Prinzessin ein Leben, das aus Hunger, Kälte, Angst und Einsamkeit besteht. Aktionen, Umsiedlungen und die dumpfe Angst vor deutschen Stiefeln bestimmen die Tage und Monate, in denen das Mädchen oft völlig auf sich allein gestellt ist. Bis sie schließlich wieder mit ihrer Mutter zusammen sein wird, durchlebt sie Schrecken und Elend bis hin zu Typhus. Eine ihrer Überlebensstrategien lautet keine Gedanken, keine Hoffnungen zuzulassen. Vor allem nicht auf ein Wiedersehen mit ihrer Mutter, die sie verdrängend die Frau Doktor Mai aus vergangenen Zeiten nennt.
Mirjam Pressler zählt zu den erfolgreichsten Autoren der Kinder- und Jugendbuchszene. Für das Buch "Malka Mai" wurde sie bereits mit dem Züricher Jugendbuchpreis "La vache qui lit" ausgezeichnet. Die echte Malka Mai, die sie 1996 in Israel getroffen hat, hat vieles vergessen bzw. verdrängt. Insofern ist die Geschichte authentisch und fiktiv zugleich. Wobei der fiktive Part von der Autorin mit derartig viel Einfühlungsvermögen geschrieben wurde, dass er als absolut wahr erscheint.
Eva Gosciejewicz, festes Mitglied unter Dieter Dorn am Residenztheater, liest die wechselnden Perspektiven von Malka und Hanna. Mit ihrer klaren und weichen Stimme gelingt es ihr, die Welt des kleinen Mädchens transparent zu machen, ohne jedoch in ein kindliches Bewusstsein abzudriften. "Sie war allein!" - diese zentrale Erfahrung des Kindes bringt sie unvergesslich rüber. Lesung, Spieldauer: ca. 210 Minuten, 2 MC. Ab 12 Jahren.
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.