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Malibu
 
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Malibu [Restexemplar] [Gebundene Ausgabe]

Leon de Winter , Hanni Ehlers
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Wege des Schicksals sind manchmal verschlungen. Wenn etwa vor 300 Millionen Jahren der legendäre Urkontinent Pangäa auseinander driftet und so den Grundstein für Erdbeben legt, im Herbst 1945 ein Unternehmen aus Rigdefield (Washington) zur großen Verleihfirma für Lastwagen avanciert, wenn einer dieser Lastwagen dann durch ein Erdbeben beschädigt wird und der Betriebsleiter einer Bäckerei den LKW Jahre später nichtsahnend erwirbt, um damit erneut die Straßen zu befahren, dann kann diese Verkettung unglücklicher Umstände, die vor 300 Millionen Jahren begann, einer 17-Jährigen zum Verhängnis werden -- gesetzt den Fall, dass diese zur gleichen Zeit auf dem Soziussitz einer Harley Davidson nach Malibu unterwegs ist.

Eigentlich sind es noch weitaus mehr Umstände, die der niederländische Autor Leon de Winter in seinem Roman Malibu aneinander reiht, um sie dann überraschend zu verknüpfen. 28 Seiten braucht er dazu, 28 Seiten, die den Leser hineinziehen in eine raffiniert gestrickte, zeit- und weltumspannende Geschichte. Denn die 17-Jährige, die bei einem Motorradunfall ums Leben kommt, ist Mirjam, die Tochter des Helden Joop Koopman, eines etwas abgehalfterten Drehbuchautors aus Hollywood. Ausgerechnet am Geburtstag Mirjams erfährt Koopman vom tragischen Tod der Tochter. Aber zur Trauer bleiben nur ein paar Stunden Zeit. Dann wird ein alter Klassenkamerad Koopman überreden, sich im Auftrag des israelischen Geheimdienstes Mossad einem Terroristen an die Fersen zu heften.

Bald schon merkt Koopman, dass er wohl seinerseits in den Fängen des Schicksals hängt, und am Ende ist selbst die Frage nach Verhängnis oder Hoffnung neu gestellt: "Vielleicht steckt darin ja eine schöne Geschichte für Sie, Mr. Koopman", heißt es im Roman, "eine Geschichte über Hoffnung und Glück".

Vielschichtig erzählt de Winter seine verwickelte Story, ohne den roten Faden aus den Augen zu verlieren. Vielleicht ist es ja das Schicksal des Autors, immer besser zu werden. Das Schlechteste für seine Leser wäre das wohl nicht. --Thomas Köster

Kurzbeschreibung

Kurz bevor sie ihren 17. Geburtstag feiern kann, kommt Mirjam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Ihrem Vater, Joop Koopman, ist es nicht vergönnt, sich seiner Trauer hinzugeben. Sein Freund Philip verwickelt ihn in einen Spionagefall für den israelischen Geheimdienst, seine Cousine Linda in ihre buddhistische Wiedergeburtstheorie. Tragödie, Politspionage und metaphysischer Thriller in einem - Leon de Winters kühnster Roman.

Über den Autor

Geboren am 26.2.1954 in 's-Hertogenbosch. Seine Großeltern stammten aus dem orthodox-jüdischen Lumpenproletariat, mit Lumpen machte Leon de Winters Vater nach dem Krieg ein Vermögen. Von der ganzen Familie hatten nur sein Vater, seine Mutter und eine Tante überlebt. »Wie andere Kinder mit Grimms und Andersens Märchen«, wuchs Leon de Winter mit Erzählungen über den Holocaust und mit jiddischen Geschichten auf. In der katholischen Kleinstadt 's-Hertogenbosch war er der Sohn des ›Juden de Winter‹, den die Honoratioren der Stadt mieden, nicht nur weil er sein Geld nicht mit einer ›anständigen‹ Arbeit verdiente. Um den Verlust des Vaters auszufüllen, der starb, als Leon de Winter elf war, begann er, schreibend »eine eigene Welt zu erfinden, in der ich zu Hause sein konnte«. Eine Ausbildung machte er bei der Bavaria Film in München, wo er zum Beispiel für Hans Jürgen Syberbergs Hitler-Film Puppen in SS-Uniformen stecken mußte. Anfänglich von Autoren wie Peter Handke oder Ulrich Plenzdorf inspiriert, verstand er sich mehr und mehr als Autor, der einfach Geschichten erzählen will. »Wenn ich anfange zu schreiben, ist das lustig und erfreulich für mich, so wie wenn man eine schöne Mahlzeit zubereitet und beim Kochen schon lächelt.« Mit wachsendem Erfolg faßte er Mut, sich seiner jüdischen Herkunft literarisch zu stellen. Für Leon de Winter ist »das Schreiben einer Geschichte etwas sehr Ruhiges in dieser zerfetzten Welt«. Ihn interessieren der »Außenseiter-Blick auf die Gesellschaft, die Unmöglichkeit, sich voll zu identifizieren«. In den Niederlanden fühlt Leon de Winter sich genausowenig heimisch wie in Los Angeles, wo er seinen Roman ›Hoffmans Hunger‹ selber verfilmt hat, mit Elliot Gould und Jacqueline Bisset in den Hauptrollen. Seine Heimatlosigkeit empfindet er nicht als Mangel, sondern als Wesensmerkmal: »Ich muß ein Fremder sein irgendwo. Ich darf mich nur daheim fühlen in dem jeweiligen Roman, an dem ich arbeite.«
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