Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit viel Sinn für Trends -- und zum Teil gegen den Zeitgeist -- hat der deutsche Unternehmer Frieder Burda eine stattliche Sammlung zeitgenössischer Kunst zusammengetragen und sich so den Ruf eines der bedeutendsten Sammler des Landes eingebracht. Der vorliegende Band bespiegelt in Kurzporträts und mit viel Bildmaterial die Neuankäufe aus drei Jahren, die einmal mehr Burdas Gespür belegen und gleichzeitig illustrieren, dass sich innerhalb der neuesten Malerei neben einem immer noch lebendigen abstrakten Zweig inzwischen auch wieder eine Tendenz zum schönen Gegenständlichen abzeichnet -- wobei sich manche Künstler, etwa Florian Thomas mit seinen schmalen, der Fotografie verpflichteten Stadtgemälden und seinen an einige abstrakte Bilder von Gerhard Richter erinnernden Kompositionen, beiden Richtungen verpflichtet fühlt.
Versammelt sind Ankäufe etwa von Eberhard Havekost oder der Richter-Schülerin Karin Kneffel, die mit Porträts von Hühnern und Kühen begann und nach einer Feuer-Phase inzwischen mit filigranen Studien von ornamentalen Interieurs auf sich aufmerksam macht. Die Bilder von Heribert C. Ottersbach demonstrieren, wie die Suche nach neuen Maltechniken und Sichtweisen auch das Konkrete wieder ans Abstrakte anbindet. So gewährt Neue Malerei. Museum Frieder Burda. Erwerbungen 2002 bis 2005 nicht nur Einblick in eine faszinierende Sammlertätigkeit, sondern gibt auch einen erstaunlich umfangreichen Überblick über die Maltendenzen unserer Tage. --Thomas Köster
Kurzbeschreibung
Ein faszinierender Überblick über neuere Tendenzen in der gegenständlichen Malerei, die - obwohl längst totgesagt - offensichtlich lebendiger denn je ist und ein großes Publikum begeistert. Oder wie Frank Schmidt es formuliert:»Kunst darf wieder schön sein.«
Die Malerei triumphiert über ihren viel beschworenen Untergang im Medienzeitalter und erlebt eine ungeahnte Blüte. Vor allem deutsche Künstler geben derzeit den Ton an. In Auseinandersetzung mit Fotografie, Konzept- und Medienkunst entwickelt die junge Künstlergeneration eine neue, lebendige Bildsprache, die den Gegensatz zwischen abstrakt und figurativ nebensächlich erscheinen lässt. Der versierte Sammler Frieder Burda hat bei seiner vom deutschen Expressionismus bis in die Gegenwart reichenden Sammlung stets den Blick für Qualität gewahrt. Mit seinen Ankäufen zur »Neuen Malerei« setzt er diese Linie fort. Seine in dieser Publikation in Farbabbildungen und kurzen Texten vorgestellte Auswahl bietet nicht nur wertvolle Orientierung in der zeitgenössischen Malerei, sondern bereitet auch einen großen Genuss.
Die vorgestellten Künstler (Auswahl):
Michael Bach, Georg Baselitz, Tim Eitel, Günther Förg, Anja Ganster, Eberhard Havekost, Almut Heise, Anton Henning, Karin Kneffel, Thoralf Knobloch, Imi Knoebel, Dieter Krieg, Susanne Kühn, Damian Loeb, Markus Oehlen, Heribert C. Ottersbach, Dirk Skreber, Florian Thoma, Corinne Wasmuht, Kate Waters