"Malak" hat die intensive Ausstrahlung eines Erstlingswerkes. Der Künstler kann nicht wissen, ob es noch weitere Gelegenheiten zur Veröffentlichung geben kann. Dementsprechend legt er alles hinein, was ihm wichtig ist zu zeigen, Wahrhaftigkeit, Inbrunst, Leidenschaft. Vielleicht kommt die Gelegenheit nicht wieder . . . Dementsprechend fehlt auf Malak die Ausgewogenheit späterer Werke, die Freiräume für die Mitmusiker sind enger gesetzt und selbst wenn sie vorhanden sind, werden sie von Youssefs inbrünstigem Gesang überlagert. In diesem Fall ist ein großer Teil des Werkes etwas für Spezialisten des arabisch geprägten Gesanges, die "Electric Sufi" und andere spätere Werke schon gehört haben und genau spüren, daß sie bei den gesanglichen Darbietungen noch Freiräume nach oben haben, was die Inbrunst betrifft.
Bei mir gab es diese "Freiräume" leider nicht mehr, obwohl es einige Stücke auf Malak gibt, die Ausblick geben auf das, was Youssef später zu schaffen imstande ist.