Hab mir vor einem halben Jahr den BDF 452 von Makita zugelegt und bin an für sich sehr zufrieden. Ich hab vorher jahrelang mit dem 6317 DWDE 12 V, 2,6 Ah gearbeitet, den ich auch noch weiterhin behalte. Die Akkus sind so langsam platt und bevor ich mir wieder einen neuen Satz Akkus zulege, dachte ich, legst du noch etwas drauf und gönnst dir mal richtig was. Vor dem 6317, hatte ich einen 6213 D, 12 V, 1,3 Ah. Schon der Unterschied zwischen diesen beiden Geräten ist gravierend, was eindeutig an den Akkus liegt. Wenn ich die 2,6 Ah Akkus in den 6213 D packte, schaffte er die gefühlte doppelte Leistung und hielt doppelt solange.
Aus dem Grund hab ich auch bei dem BDF 452 nicht lange überlegt und mich für die 3,0 Ah Variante entschieden, die zwar erheblich teurer ist, aber mit Sicherheit auch kraftvoller und die Leistung länger hält. Für einen Heimwerker, der das Gerät nicht so oft nutzt, ist die günstigere 1,5 Ah Variante vollkommen ausreichend, aber ein Handwerker, der das Gerät tagtäglich nutzt, würde sich sicherlich über häufige Ladezeiten ärgern.
Das Gerät ist durch die kurze Bauform superhandlich und man kommt in viele Ecken. Der Akku ist im Verhältniss zur Maschine relativ groß, was ich gut finde, da ich das Gerät auf den Akku stellen kann und es nicht so leicht umkippt. Bei der Arbeitsleuchte unter dem Spannfutter, dachte ich erst das ist Spielerei-ist aber ne Supersache und in dunklen Ecken oder abends noch schnell ein paar Schrauben reindrehen, ohne Taschenlampe oder Strahler, ist damit kein Problem mehr. An dem Gerät befindet sich über dem Akku ein Haken, wo man sich den Schrauber an die Arbeitshose hängen kann. Hab ich auch schon oft genutzt(auf der Leiter brauch man kurz beide Hände-Gerät an die Hosentasche hängen und weiter gehts). Kenne aber auch Handwerker, die ihn störend finden und ihn abgeschraubt haben.
Der Akku hat sehr viel Power und ist in dem Schnellladegerät ansonsten in 20 Minuten wieder voll.
Dadurch das die Maschine so kraftvoll ist, wird sie von mir teilweise ganz schön misshandelt. Dort wo man sonst die Elektro-Bohrmaschine rausholte, muß jetzt der Schrauber herhalten. Da schafft man dann auch doch schonmal, das der Akku in 15 Minuten leer ist, aber in den Situationen hätte meine alte Maschine noch nicht einmal angefangen zu drehen.
Aber die Maschine macht bisher alles mit und die Akkus machen auch noch einen guten Eindruck, obwohl sie im Winter auch schon ein paar Minusgrade mitgekriegt haben.
Einziger Nachteil ist, das sich bei dem Spannfutter sporadisch das Werkzeug löst. Das hab ich schon von mehreren Handwerkern gehört. Irgendwann knackt es im Futter und der Bohrer oder Bit ist lose. Am häufigsten, meine ich, wäre es beim Schrauben im Linkslauf. Von solchen Problemen hab ich bei älteren Maschinen noch nie gehört.
Aufgrunddessen wollte ich eigentlich einen Stern abziehen, aber so häufig passiert das nun auch wieder nicht.
Außerdem hab ich mich beim Schreiben dieser Rezension in so einen Wahn geschrieben, das ich selber gemerkt habe, das die Qualität des Schraubers dieses Manko einfach überdeckt.