Ich habe lange überlegt: Kaufe ich eine große Bosch Handkreissäge? Ein No-Name-Gerät für die Hand? Oder doch eher eine billige Tischkreissäge aus dem Baumarkt? Oder, oder, oder.... am Ende bin ich im Baufachmarkt gelandet und habe mich nach kurzer Beratung (Was wollen Sie sägen? Wie präzise soll es sein? Wie oft kommt das Gerät zum Einsatz?) für diese Makita entschieden. Der Grund: Die Maschine hat richtig viel Kraft (wichtig für's Durchhaltevermögen), liegt optimal in der Hand (wichtig für Psyche, Sicherheit und Führung) und schlägt in der Verarbeitung die Konkurrenz aus dem Feld. Hier wackelt nichts, vor allem nicht das Sägeblatt und die in meinem Angebotsset mitgelieferten zwei versch. gezahnte Sägeblätter decken das normale Einsatz-Spektrum voll ab. Auch das sollte man bedenken, da ein gutes, feinzahniges Sägeblatt auch gerne mal knapp 30-50 Euro kostet.
Meine ersten Probeläufe waren handwerklich noch relativ anspruchslos (Regale kürzen & anpassen, Latten kürzen), doch mein erstes Urteil lautet: diese Kreissäge ist wirklich in Verarbeitung und Handhabung sehr, sehr gut. Zwar liegt der Preis wie so häufig bei Makita über dem der unmittelbaren Konkurrenz (z.B. Bosch grün), doch denke ich, dass sich die investierten Euros lohnen. Wer einmal z.B. mit einer geliehenen Billig-Säge versucht hat, präzise zu arbeiten, weiß, was ich meine. Auch leistungsschwache Motoren und geringe Maximal-Schnitttiefen vermiesen einem schnell das Werkeln. Was soll ich mit einer Säge, bei der sich w.g. schlecht verarbeiteter Feststellschrauben die eingestellten Abstände selbstständig ändern? Was bringt mir ein Preisschnäppchen, wenn das Sägeblatt zu viel Spiel hat? Wie soll man da maßgerecht arbeiten?
Wem rund 230-250 Euro für die Makita zu teuer sind, dem empfehle ich die Bosch Kreissäge PKS 66 AF (je nach Set unter 200 Euro). Auf meiner Suche nach dem richtigen Gerät hätte ich diese Maschine fast gekauft: sie liegt gut in der Hand, scheint die übliche, gute Bosch-Qualität zu gewährleisten und kostet bei guten Leistungsdaten nicht zu viel. Lediglich die wenig vertrauenserweckenden Plastik-Führungsschienen haben mich skeptisch werden lassen, woran auch der anwesende Bosch-Experte im Obi-Heimwerkermarkt nichts ändern konnte, weshalb ich dann doch in den Handwerker-Markt gefahren bin, um meine Makita zu kaufen. Ich würde es wieder tun ;-)