Die Straits präsentierten sich für ihre 3. CD/LP runderneuert, vor allem der von Springsteens E-Street Band ausgeliehene Keyboarder Roy Bittan sorgt für mehr Abwechslung und Frische im Sound. Auch nach über 20 Jahren ist das für mich die emotionalste Dire Straits CD, vor allem dank des Klassikers "Romeo and Juliet", aber auch "Hand in hand", "Expresso love" und das epische "Tunnel of love" sind Kurzgeschichten oder besser gesagt Kurzfilme ("Movies" eben) zum Thema Liebe. Auffällig ist die Tendenz zu relativ langen Stücken. Auf der Original LP waren nur 3 Stücke auf der ersten Seite, was mich damals beim Kauf regelrecht schockierte, doch beim ersten Anhören war man natürlich schon versöhnt, denn die Straits klangen völlig neu, mit deutlich mehr "Wumms" und eben mit Keyboards, was dem Sound eine ganz neue Würze verlieh und ab diesem Album ja dann auch stets dabei blieb. Zwei Songs fallen etwas heraus: "Solid Rock", was seinem Namen alle Ehre macht und deutlich härter daherkommt als die anderen Stücke und das Cabaret-mäßige "Les Boys", eine Hommage an die Münchner Schwulenszene. Nicht die einzige Reminiszenz von Mark Knopfler an Deutschland, wie man weiß, denn auf seinem späteren Solo-Album "Golden Heart" gibt es den Song "Rüdiger", über einen fanatischen Fan aus Deutschland.
Insgesamt ein einerseits sehr reifes, andererseits sehr innovatives Album, das ohne Zweifel zu den Top3 der ewigen Dire Straits Bestenliste gehört.