Kaum hatten sich die eingefleischten Fan-Ohren an den Indie-Sound in Endlosschleife des ersten Albums "Pöbelei & Poesie" gewöhnt, kündigte die Mainzer Band zunächst mit "Sommerdiebe" (zunächst als Single zum Bundevision Songcontest 2010, nun auch als Bonustrack auf dem Album) & später mit "Wochenendendlosigkeit" neue musikalische Töne an.
Es klingt zunächst alles etwas größer, etwas reifer, etwas wegweisender in Richtung Pop - bis man dann beim Genuss der gesamten Platte durchaus auch auf gewohnt rauere und sogar ungewohnt harte Töne (wie bei "Hey Mama!") stößt.
Man spürt also: Auch bei ihrem zweiten Genistreich haben Auletta nichts von ihrer Authentizität eingebüßt - vielleicht sogar ganz im Gegenteil. Vielleicht sind sie sogar noch ein kleines Stück echter, purer als bei ihrem Debutalbum, lassen sie sich doch nun keinesfalls mehr in eine einzige musikalische Schublade pressen.
Rein textlich bleibt alles sehr nah am Alten: Positive, motivierende, lebensbejahende Zeilen in Verbindung mit der ein oder anderen romantisch-verklärten Sichtweise auf die Dinge. Genau das, was man gebrauchen kann, um gegen die Alltagstristesse anzukämpfen & das Großartige im Kleinen zu erkennen. Einfach schön!
Insgesamt wirkt die Scheibe ruhiger & durchdachter, als ihr Vorgänger, aber niemals langweilig.
Es beschleicht einen ein durchweg positives Gefühl, nachdem man sie durchgehört hat - Zufriedenheit stellt sich ein.
Ein Album für die stillen Momente (z.B. mit "Lass die guten Zeiten rollen" oder "Alles, was Ich bin"), ebenso wie zum Celebrieren der puren Lust am Leben!
MAKE LOVE WORK ist nicht nur eine leere Worthülse, der Slogan wird hier auch klangtechnisch umgesetzt. Liebe zum Leben, liebe zur Musik, liebe zu sich selbst & dem Rest der Welt.
DANKE FÜR DIESES WERTVOLLE STÜCK MUSIK, AULETTA!
Ich bin verliebt.