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Die letzten Jahre verliefen für Weezer alles andere als reibungslos. Erst hatte Sänger/Gitarrist Rivers Cuomo längere Zeit mit psychischen Problemen zu kämpfen, die fast zum Auseinanderbrechen der Band führten, dann brauchte man mehr als zwei Jahre, um den Maladroit-Nachfolger auszuarbeiten. Die ersten Songwriting-Sessions verliefen nicht sonderlich zufriedenstellend, und selbst Producer-Ikone Rick Rubin (Audioslave, Slayer, Slipknot, Red Hot Chili Peppers) konnte es den Kaliforniern nicht recht machen. Doch von all diesen Querelen hört man auf Make Believe wenig. Weezer machen da weiter, wo sie mit ihrem Green Album, aufgehört hatten, verknüpfen entspannten Wohlfühl-Rock mit teils zynischen, teils entwaffnend persönlichen Texten. Der Metal-Touch, der Maladroit auszeichnete, ist fast völlig verschwunden, stattdessen inszenieren Weezer elegante Klang-Arrangements mit Beatles-Schlagseite und konzentrieren sich ansonsten auf das, was sie so groß und großartig gemacht hat: Melodien, Melodien und noch mal Melodien. -- Michael Rensen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
=w= sind zurück!,
Rezension bezieht sich auf: Make Believe (Audio CD)
Das von Producer-Gott Rick Rubin produzierte fünfte Studioalbum errinert wieder ganz stark an das legendäre Blue Album, wobei der Gitarren-Sound etwas moderner und der Gesang etwas voller wirkt. Die Texte sind nicht mehr ganz so gewitzt-ironisch aber teilweise sehr persönlich. Geblieben sind all die Elemente, die Weezer zu den "Beach Boys der Neunziger" machten: mehrstimmiger Gesang, die "Uuuhs", "Ooohs" und "Aaahs" und die Ohrwurm-Melodien - zu finden in "Perfect Situation", "Peace", "Pardon Me", "My Best Friend" und mein Favorit "The Other Way" (unglaublich catchy). Die Platte ist aber sehr abwechslungsreich und beinhaltet auch für Weezer völlig untypische Songs wie "This Is Such A Pity" (Weezer goes New Wave) oder das offensichtlich unter Drogeneinfluss entstandene "Freak Me Out" und eben auch die erste Single Berverly Hills (der mit Abstand schlechteste Song und zum Glück der Einzige seiner Art). Pinkerton-Fans werden die rohe Produktion und die plötzlichen Ausbrüche vermissen, können sich aber bestimmt mit "The Damage In Your Heart" und besonders mit "Haunt You Every Day" anfreunden. "Hash Pipe"-Fans bekommen den Partyknaller "We Are All On Drugs" - nicht nur thematisch verwandt. Maladroit-Muppets bekommen, den Göttern sei Dank, nichts!Alle, die gern Mitsing-Melodien (vom zuckersüßen "Perfect Situation" bis zum absolut niederschmetterndem "Haunt You Every Day") mit einem fetten, verzerrten und manchmal auch quietschenden Gitarren-Sound hinterlegt haben möchten, sollten zugreifen. Alle anderen sollten besser bei Green Day vorbeischauen. How cool is that? Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Anders...,
Von trashbag90 "Alex" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Make Believe (Audio CD)
... aber doch nicht schlechter! Make Believe ist mein "Blue Album". War ich für das noch zu jung als es raus kam, traf "Make Believe" mich genau zum richtigen Zeitpunkt mit absolut genialen und eingängigen Songs.Alles überragend für mich dabei "Perfect Situation" (habt ihr das Video gesehen? einfach genial!) der Song blieb mir über Wochen hinweg im Kopf hängen, und das obwohl so viel Text gar nich bei is? Aber auch der Rest der Songs ist ertaunlich anders im Vergleich zu den Bands die man hierzulande so kennt. Es ist eben einfach Weezer, und es ist genial, zumindest in meinen Augen und Ohren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Immer wenn du denkst, es geht nichts mehr...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Make Believe (Audio CD)
...kommt ein neues Weezer-Album her. Wohl keiner sonst (naja, vielleicht von Eels-Chef Mark Everett abgesehen) schafft es, wie Weezer-Frontmann Rivers Cuomo persönliche Probleme derart fruchtbringend und künstlerisch erfolgreich zu verwerten. Drei Jahre hat man auf "Make Believe" warten müssen, in denen sich Herr Cuomo von Selbstzweifeln geplagt lieber an der Uni einschrieb als seine Band weiterzubringen. Nun ist aber wieder Weezer-Time angesagt - mit Macht. Cuomo ist mittlerweile knappe 35, schreibt aber immer noch Songs wie mit 25.Die spielerische Leichtigkeit und Unbeschwertheit aus Tagen gewisser "Blauer Alben" ist mittlerweile natürlich vorbei, so viel wird beim Anhören von "Make Believe" klar. Auch die flockigen Sommersongs des "Grünen Albums" sind Geschichte. "Make Believe" zeigt Cuomo mal wieder von seiner introvertierten Seite: In den Lyrics sind nicht selten Minderwertigkeitskomplexe, Reue über verpasste Chancen und der Wunsch, geliebt zu werden, angesagt - von "How did things get so bad" (This Is Such A Pity) über "Why don't you come home to me" (Hold Me) bis hin zu "Sometimes my best wasn't good enough for you" (Pardon Me) und "I want to help you / But I don't know how" (The Other Way) ist alles dabei. Klingt furchtbar depressiv? Aber nicht doch. Cuomo weiß halt genau, wie es geht. Ehrliche Lyrics für die Stunden stiller Melancholie, die wir alle verleben, verpackt in charmantesten Indierock, das kann niemand so gut wie der Rivers. Im großen und ganzen erscheint "Make Believe" wie eine Kreuzung aus "Pinkerton" (stark introspektive Texte) und dem "Green Album" (musikalisch hochklassig und weit homogener als "Maladroit"). Weezer sind Profis und so hört sich das auch an: Makelloser Indierock, teilweise mit genialen Melodien und souveränen Zweistimmenrefrains. Ab und zu zaubert Rivers gar zum Schneuzen schöne Riffs aus seiner Gitarre (etwa in "Hold Me"). Wer bisher nur den soliden Gassenhauer "Beverly Hills" kennt, dem sei gesagt, dass der als einzige wirkliche Fun-Mitklatsch-Nummer ganz untypisch für "Make Believe" ist. Ansonsten wird's mal new-wave-mäßig ("This Is Such A Pity"), mal balladesk ("Hold Me", "Freak Me Out") und mal auch verhalten poppig ("Peace", "Perfect Situation"). Totalausfälle gibt es meiner Meinung nach nur einen, nämlich "We Are All On Drugs", das verflucht an den auf "Maladroit" gerne gepflegten 08/15-Schraddelrock erinnert. Der Rest ist über jeden Zweifel erhaben, hat mit "Hold Me" und "The Other Way" zwei wirklich wunderschöne schmerzlich-süße Indie-Songs vorzuweisen (die einem Vergleich mit "O Girlfriend" und "December" durchaus standhalten) und des weiteren eben das, wofür man Weezer kennt und schätzt: Zündende Melodien, griffige Arrangements und den kleinen Schwenk in Richtung Melodramatik, der sie aus der Masse heraushebt. Thank you, Mr. Cuomo. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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