Auch wenn man sich das neue Album schon vor Erscheinen auf der Homepage von Thrice anhören durfte, war ich doch sehr gespannt, wie das Album als Ganzes funktioniert und wie die Songs "in echt" rüberkommen. Und siehe da: Alle Erwartungen erfüllt, ich bin begeistert.
Während die vorherigen Thrice-Platten bei mir durchaus einige Zeit wirken mussten, bis sie mich richtig fesseln konnten, ging das bei Major/ Minor im Prinzip schon beim ersten durchhören. Die Melodien sind sehr eingängig, die Texte wie gewohnt poetisch und die Lieder sowohl einzeln als auch im Gesamtkontext stimmig.
Das Ganze ist dann auch noch sehr abwechslungsreich; Yellow Belly groovt ordentlich, Blinded ist schön melodisch, Words in the Water einfach ein richtig ergreifender und ruhiger Song, Anthology steigert sich schon fast ins hymnenhafte. Und mit Disarmed folgt ein perfektes Schlusslied; inhaltlich ähnlich Child of Dust aus dem Alchemy Index, sehr tragend und ruhig und am Ende dann doch nochmal ganz groß. So muss ein Album enden!
Die übrigen Lieder sind natürlich auch super (bspw. Promises)... :-)
Insgesamt ist das Album irgendwie etwas "einfacher" als die Alben davor, irgendwie straighter und kerniger. Das noch als Post-Hardcore zu bezeichnen, halte ich für etwas gewagt, dazu fehlt wohl die zumindest stellenweise nötige Härte. Aber das muss ja nicht sein. Thrice entwickeln sich mit Major/ Minor erneut weiter und ändern mal wieder ihren Musikstil, aber immer in die richtige Richtung.
Ganz tolles Album, klare Kaufempfehlung! Anspieltipps: Yellow Belly, Words in the water, Anthology, Disarmed.