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Majestät brauchen Sonne
 
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Majestät brauchen Sonne

Peter Schamoni    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Kaiserwetter" musste es sein, wenn Wilhelm II., seines Zeichens letzter Deutscher Kaiser und König von Preußen aus dem Hause Hohenzollern, seine Füße für Filmaufnahmen aus den imperialen Gemäuern bewegte. Schließlich sollten sie gut aussehen, die ersten bewegten Bilder des prominentesten Filmstars des Deutschen Kaiserreiches. Majestät brauchen Sonne lautet daher trefflich der Film aus der Werkstatt des bekannten Regisseurs Peter Schamoni, der mit großem Erfolg vor dem interessierten Publikum auf deutschen Leinwänden flimmerte. Der Streifen ist ausschließlich aus Originalmaterial zusammengestellt und zeigt dem Zuschauer das Leben Wilhelms II. komplett in bewegten Bildern. Schamoni fokussiert sein Werk dabei bewusst auf die Persönlichkeit und ihre biographischen Fassetten, nicht so sehr auf die historische Rolle des Hohenzollernkaisers im jeweiligen politischen Kontext. Und deshalb sehen wir die Hauptperson beim Holzhacken, beim Reiten, auf der Jagd und auf seiner kaiserlichen Yacht "Hohenzollern", mit der er alljährlich zur "Nordlandfahrt" nach Norwegen in See stach. Unbeschreibliche Szenen gibt es hier zu sehen: Kniebeuge-übende Generäle, die des Kaisers Großväter sein könnten, werden vom Monarchen in die Seite gezwickt und empfinden diese kaiserlichen Scherze als Auszeichnung.

All dies ermöglicht letztlich einen Blick auf die skurrile Hofkamarilla des schauspielernden Kaisers, deren Einfluss auf die deutsche Politik von tragischer Bedeutung war. Ein wahres Highlight des Films sind die farbigen Szenen der großen Hochzeit des Jahres 1913, bei der die wichtigsten europäischen Monarchen in Berlin und Braunschweig zur Feier zusammentrafen. Diese ersten (deutschen) Filmmeter, die mit einem aufwendigen Vier-Kamera-Verfahren hergestellt wurden, geben einen ungeheuer plastischen Eindruck jener Epoche in Farbe wieder; das alte Europa vor dem Ersten Weltkrieg bei seinem "Tanz auf dem Vulkan". Ein echtes Schmankerl! Insgesamt ist der Film eine gelungene Geschichtsdoku, die mit den Stimmen von Mario Adorf und Otto Sander auch eine gewissene Unverkennbarkeit besitzt. Für den Zuschauer, der nicht so sehr auf lange Paraden, Tschingderassa-Bum und sonstiges militärisches Gepränge steht, ist Schamonis Streifen allerdings eine echte Belastungsprobe. Vielleicht hätten manche Filmsequenzen durch die Einblendung einzelner Bilder anderen Inhalts ersetzt werden müssen, um nicht so sehr den Eindruck einer 90-minütigen Marschmusikparade aufkommen zu lassen. Es erscheint, als habe man den Film nach dem vorhandenen Filmmaterial produziert und nicht oft genug nach der Aussagekraft des Gezeigten gefragt. --Constanze Quanz

Video Jakob Kurzinhalt

Kaiser Wilhelm II, letzter deutscher Kaiser, sieht sich selbst, den Staat und das Reich als Gesamtkunstwerk. Mit Hartnäckigkeit gelingt es dem eitlen Regenten, sich bei seinen zahlreichen Reisen und Unternehmungen stets ins beste Bild zu rücken. 1918 wird er zum Abdanken gezwungen.

VideoMarkt

Wilhelm II., der letzte deutsche Kaiser, ist von der verrückten Idee beseelt, sich selbst, den Staat und das Reich als Gesamtkunstwerk zu inszenieren. Dabei gelingt es dem eitlen Regenten durch unglaubliche Hartnäckigkeit, sich bei seinen zahlreichen Reisen und Unternehmungen stets ins beste Licht zu rücken. Nach 30-jähriger Regentschaft wird er 1881 zur Abdankung gezwungen. Schließlich lebt Wilhelm II. bis 1941 mit Requisiten, Bildern und Filmen aus seiner Glanzzeit im Exil, und zwar im luxuriösen Kasteel Huis Doorn in Holland.

Video.de

Wie man sich in den Medien gut verkauft, das hatte Kaiser Wilhelm II. schon vor knapp einem Jahrhundert verinnerlicht. Der meist gefilmten und fotografierten Persönlichkeit ihrer Epoche widmet Peter Schamoni seine mit dem Bayerischen Filmpreis dekorierte Dokumentation. Dabei kommt man in den Genuss von seltenem Archivmaterial und erhält eine Erklärung für den Begriff "Kaiserwetter". Sowohl Psychogramm eines ungewöhnlichen Indivuums als auch Hommage an die Anfänge des Kinos, die sich an Kenner deutscher Geschichte richtet.

Blickpunkt: Film

Der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II., inszeniert sich selbst, den Staat und das Reich als Gesamtkunstwerk. Peter Schamoni gelingt ein unterhaltsamer und lehrreicher Dokumentarfilm über Wilhelm II., den ersten Superstar des 20. Jahrhunderts.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Unterhaltsame und lehrreiche Dokumentation über Kaiser Wilhelm II., den zu seiner Zeit meistfotografierten Mann der Erde.

Kurzbeschreibung

Deutschlands letzter Kaiser Wilhelm II. wurde im Volksmund "Wilhelm der Plötzliche" genannt. Für die Abkürzung I.R. (Imperator Rex) erfanden die Bremer "Wilhelm immer reisefertig". Alljährlich besuchte er mit seinem eigenen Hofzug über 100 Städte. Auf seiner Staatsyacht "Hohenzollern" durchkreuzte er mit großem Gefolge im Frühjahr das Mittelmeer und im Sommer die norwegischen Fjorde. Die frühen Kameramänner brauchten Sonne, um Majestät bei seinen pompösen Auftritten ins rechte Licht setzen zu können. Es hatte Kaiserwetter zu herrschen!
Peter Schamoni nähert sich dem "brillantesten Versager der Weltgeschichte", wie ihn sein Vetter King George V. nannte, aus kunst- und filmhistorischem Interesse, beschreibt ihn als zerrissenen Menschen, nicht nur als preußisches Militär-Monster.

(moviemaster.de, 13. Januar 2003)

König George V. nannte ihn "den brillantesten Versager der Weltgeschichte." Er war der meistfotografierte und meistgefilmte Mensch einer Zeit, die nach der Fotografie gerade die bewegten Bilder entdeckte: Deutschlands letzter Kaiser Wilhelm II. (1859 - 1941). War er nun ein glückloser Romantiker oder eine barbarische Gefahr für die Menschheit? Ein dynastisches Monster oder eitler Pfau? Mit aufwändiger Digitaltechnik regenerierte Peter Schamoni umfangreiches Stummfilmmaterial und zeigt die verführerische Kraft einer umstrittenen Herrscherfigur, die für ihre spektakulären Medieninszenierungen stets Sonne - eben das sprichwörtliche Kaiserwetter - brauchte.[...] "Majestät brauchen Sonne" - der Spruch ist fast ein geflügeltes Wort geworden, nun wissen wir auch, woher er stammt. Der letzte deutsche Kaiser war gleichzeitig der erste "Medienkaiser" - dieser Tatsache verdankt er (und wir) diesen Film. Und das ist auch das eigentlich erstaunliche: Scheint doch die Monarchie in Deutschland schon so lange her, so gibt es doch bewegte Bilder, die das ganze einem noch viel näher erscheinen lassen.

Cover Info

Mario Adorf ...Narrator
Donald Arthur ...Voice
Arthur Brauss ...Voice
Kaiser Wilhelm II ...Himself (archive footage)
Salome Kammer ...Voice
Otto Sander ...Voice Wilhelm II.

Produktbeschreibungen

Wilhelm II, letzter deutscher Kaiser, gilt als die meist fotografierte und meist gefilmte Persönlichkeit ihrer Zeit. Der imagebewusste Regent wusste sich trotz seiner leichten Behinderung auf seinen unzähligen Reisen stets bestens ins Bild zu setzen, nicht umsonst ist der Begriff "Kaiserwetter" untrennbar mit ihm verbunden. Peter Schamoni hat in aufwändiger, akribischer Recherche ein Porträt des Mannes geschaffen, der durch seine inszenierte Selbstdarstellung als erster Medienstar des 20. Jahrhunderts in die
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