Als ich die ersten Bilder eines SLS sah, dachte ich noch "das wird doch wieder nur eine Studie", aber nein - endlich wieder ein Auto mit Charakter! Ein Auto, bei dem man ohne auf das Markenemblem zu achten erkennt, dass das ein Mercedes ist. Und was für einer - "Geschoss" ist wohl noch eine Untertreibung. Über den ökologischen Sinn solcher Autos mag mal streiten, aber ein Modell braucht ja zum Glück kein Benzin.
Das Modell als gelungen zu bezeichnen, klingt langweilig - es ist mehr: Es ist genau so ein Kunstwerk wie sein Vorbild. Ein Problem hatten die Entwickler bei Maisto aber, und das ist der Motorraum: Um optimale Leistung zu erzielen, hat Daimler diesen nämlich mit zahlreichen Abdeckungen versehen - wirklich viel sieht man hier nicht. Austoben konnte man sich dafür im Innenraum des Modells, wo jedes der zahlreichen Details umgesetzt wurde.
Der Heckspoiler des Modells lässt sich vorbildgerecht ausfahren. Eine Erklärung dazu findet sich in der Verpackung - zusammen mit weiteren Zierleisten für den roten Rand am Sockel. Das hier ist eben ein ganz besonders Modell... Ebenfalls eine Erklärung verdienen würde die Motorhaube, die so gut eingepasst ist, dass man sie nicht so einfach auf kriegt. Die Lösung: Vorsichtig im Bereich der Windschutzscheibe mittig leicht anheben, dann schwenkt sie soweit hoch, dass man vorne unter fassen kann - beide Hände braucht man da aber ;)
Die Sorgen ob der Haltbarkeit kann ich nur begrenzt teilen. Ein 1:18-Modell ist sicherlich allgemein nicht dazu gedacht, wirklich bespielt zu werden; die wirklich anfälligen Teile dürften sich allerdings auf die Außenspiegel beschränken. Der einzige Kritikpunkt trifft die Lenkung, die immer wieder in die Mittelposition springt. Den Sinn einer (zudem brettharten) Federung von 1:18-Modellen mit Radaufhängungen aus Kunststoff mag mir irgendwann auch einleuchten - irgendwie hätte ich da die Sorge, dass irgendwann mal an der falschen Stelle etwas nachgibt.