Soll jeder Internetbenutzer „gläsern" werden oder nicht? Das ist das große Thema in Per Helge Sörensens ersten Werk „Mailstorm". Ohne Umschweife beginnt der Autor die Story um einen Mathematikstudenten, der an einem Sonntag in der menschenleeren Uni an seinem PC im Internet einen Mord beobachtet. Der Student stellt Nachforschungen an und stößt auf Machenschaften der Regierung und der IT-Branche, wo er selber in deren Visier gelangt. Das Buch lässt sich aufgrund des brisanten Themas recht gut lesen. Elementare IT-Kenntnisse sollte man als Leser besitzen, um der anspruchsvollen Handlung folgen zu können. Der Autor hätte sich jedoch einer lebendigeren Sprache bedienen können, da er die Story etwas nüchtern erzählt. Auch fiel es mir schwer, zu der Hauptperson, dem Mathematikstudenten, eine geistige Beziehung aufzubauen, weil nicht mal sein Name erwähnt wird. Im Allgemeinen ist das Buch aufgrund mancher Überraschung kurzweilig und bezüglich des kritischen Themas lesenswert.