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Maigrets erste Untersuchung: Sämtliche Maigret-Romane [Gebundene Ausgabe]

Georges Simenon , Roswitha Plancherel
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 9,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Taschenbuch --  

Kurzbeschreibung

November 2008
Maigret ist noch nicht am Quai des Orfèvres bei der berühmten Mordkommission, sondern Sekretär von Kommissar Le Bret im ruhigen Quartier Saint-Georges. Sein Chef gilt als Weltmann; er verkehrt in ebenjenen Kreisen, in denen der Mord geschieht, dessen furchtlose Aufklärung Maigret die Beförderung zum Kommissar einträgt.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 211 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1., Aufl. (November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257238304
  • ISBN-13: 978-3257238303
  • Originaltitel: La première enquête de Maigret
  • Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 11,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 138.375 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die Figur des Pfeife schmauchenden Kommissars vom Quai des Orfèvres erblickte das Licht des gedruckten Papiers zum ersten Mal 1931, in Pietr-le-Letton. Siebzehn Jahre später (natürlich macht der Klappentext "fast zwei Jahrzehnte" draus) erzählt uns Simenon die Geschichte von Maigrets erstem Falls, als er noch kleiner Sekretär des Kommissars Le Bret im ruhigen Quartier Saint-Georges war.

Maigret schiebt eine ruhige Nachtschicht, als ein aufgeregter Mann ins Revier gestürzt kommt: Eine Frau habe aus einem Fenster um Hilfe gerufen, und dann sei ein Schuss gefallen. Doch als er, der kleine Musiker Justin Minard, Einlass verlangte, habe ihn der Butler rüde abgewiesen und schließlich gar ins Gesicht geschlagen. Eile sei geboten, es müsse gerettet werden, was noch zu retten sei.

Bevor Maigret dem Mann folgt, wirft er noch einen Blick in ein Quartiers-Verzeichnis und bemerkt bestürzt, dass die genannte Adresse zur Villa eines reichen und angesehenen Kaffeegroßhändlers gehört. Vor Ort wird er mit Herablassung behandelt, man zeigt ihm zwar die Räumlichkeiten, doch lässt man ihn spüren, dass er hier nur geduldet ist -- der kleine Sekretär hat sich in der Adresse geirrt. Missmutig feilt Maigret die halbe Nacht an seinem Bericht, der morgens seinem Chef vorliegt. Doch Kommissar Le Bret gehört zu eben jenen Kreisen, denen Maigret so unzweideutig nicht gewachsen ist, und lässt auch sofort durchblicken, dass mit der nötigen Diskretion vorzugehen sei. Die Untersuchungen werden zwar eingeleitet, doch höchst vertraulich, und Maigret selbst wird angewiesen, Urlaub zu nehmen und sozusagen auf eigene Faust zu ermitteln.

In den nächsten Tagen erlebt die zukünftige Legende, was es bedeutet, alleine und fast gegen den eigenen Apparat zu ermitteln. Bestimmte gesellschaftliche Sphären scheinen immun gegen seine Vorstöße, und so bleibt ihm schließlich nur die Zusammenarbeit mit einem Hausmädchen und, eher unfreiwillig, mit einem kleinen Ganoven. Als er am Schluss zur Belohnung zur "Chefbrigade" versetzt wird, weiß er noch nicht mal so ganz, womit er das verdient hat.

Ein spannender Krimiplot wird zur Parabel über die wirklichen gesellschaftlichen Machtverhältnisse und die Versuche eines kleinen Mannes, dagegen anzustinken. Simenon erzählt kontrolliert und ohne Aufregung eine Geschichte, an deren Ende wir nicht wissen, ob wir uns freuen können, oder ob eher Enttäuschung am Platz wäre -- genau wie Maigret! --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Georges Simenon, geboren am 13. Februar 1903 in Liège/Belgien, begann nach abgebrochener Buchhändlerlehre als Lokalreporter. Nach einer Zeit in Paris als Privatsekretär eines Marquis wohnte er auf seinem Boot, mit dem er bis nach Lappland fuhr, Reiseberichte und erste Maigret-Romane verfassend. Schaffenswut und viele Ortswechsel bestimmten 30 Jahre lang sein Leben, bis er sich am Genfersee niederließ, wo er nach 75 Maigret-Romanen und über 120 Non-Maigrets beschloss, statt Romane ausgreifende autobiographische Arbeiten (wie die monumentalen Intimen Memoiren ) zu diktieren. Er starb am 4. September 1989 in Lausanne.

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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irgendwann fing alles an. 26. Oktober 2003
Von Artefakt
Format:Taschenbuch
Maigret ist jung. Gerade eben hat er seine Madame Maigret geheiratet. Er ist Sekretaer des Lebemanns Le Bret, der Kommissar ist.

In einem Haus ist nachts ein Schuss gefallen. Maigret eilt mit dem Zeugen zum Tatort und findet: Nichts. Schweigen und Ablehnung in einem herrschaftlichen Haus, das beste Beziehungen zu Staat und Polizei hat.

Maigret wird von Le Bret auf den Fall angesetzt, nicht ohne zu hoffen, dass er scheitert. Maigret ist oft nahe, das Vorhaben aufzugeben, hat Angst vor der Macht der anderen zu resignieren.
Er scheitert und er scheitert doch nicht. Le Bret haette ihn nicht unterschaetzen sollen...

Hier bildet sich sein spaeteres Verhalten gegenueber den Menschen heraus, sein Vorsatz, niemand vorzuverurteilen.

Ein empfehlenswertes Buch fuer alle Maigret-Fans.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Anfänge Maigrets 3. Januar 2009
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
In diesem Roman aus dem Jahre 1948 erfährt der Leser eigentlich alles über den Beginn von Maigrets Karriere: Am 15. April 1913 sitzt der junge Kommissariatssekretär Jules Maigret im Polizeirevier von Saint Georges in Paris und "büffelt": "Das beschreibende Signalement (gesprochenes Porträt). Handbuch für Polizeioffiziere und -inspektoren" lautet der unheimlich spannende Titel des Lehrbuches. Aber: Maigret will aufsteigen! Zum Lernen kommt er allerdings nicht viel, denn als Sekretär des abwesenden Kommissars Le Bret, eines Mannes von Welt, der sich in höchsten Kreisen bewegt, übernimmt Maigret seinen ersten Fall: Ein Musiker berichtet davon, dass er einer Frau, die aus einem Fenster um Hilfe rief, beistehen wollte, aber rüde aus dem Haus verwiesen, ja sogar von einem Diener geschlagen wurde. Außerdem sei im Haus ein Schuss gefallen!
Sehr schnell merkt Maigret, der seit 4 Jahren in den Diensten der Polizei steht, dass er sich mit diesem Fall eine delikate Sache eingehandelt hat. Immerhin lautet der Name der Hausbewohner Gendreau-Balthazar - eine stinkreiche Familie: "Balthazar-Kaffee" - auch Madame Maigret trinkt ihn! Also: Ermittlung in höchsten Pariser Kreisen...
Simenon lässt den Leser am "Werden" Maigrets (beruflich wie privat) teilhaben. Dass dabei manches nicht mit früher erschienenen Bänden übereinstimmt, kann man ruhig als "künstlerische Freiheit" sehen. Allerdings zeigt der Autor bereits hier die typischen Eigenschaften Maigrets: seine Sturheit; die Unmengen von Alkohol, die er in sich hineinschüttet (und noch nicht verträgt); seine Kombinationsgabe - und seine Selbstzweifel (nicht nur einmal will Maigret alles hinschmeißen und auf der Stelle kündigen!)
Manchmal etwas verwirrend, aber trotzdem ein typischer Simeneon!
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Von Krimi-Vielfraß VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Der Roman spielt, wenn auch erst 1948 geschrieben, im Jahre 1913 und Jules Maigret ist als 26-jähriger Kommissariatssekretär noch am Anfang seiner Polizeikarriere. Als sich unversehens die Möglichkeit einer selbstständig geführten Ermittlung ergibt muß er die Geheimnisse einer erfolgreichen Kaufmannsfamilie lüften.
Simenon versteht es den "jungen Maigret" mit einer drolligen, ja anrührenden, Unsicherheit zu erfassen, welche er jedoch im Laufe der Handlung notgedrungen immer mehr verliert und so zum Schluß als erwachsener Mann und integrer Polizist dasteht.
Auch die restlichen Charkteren sind, wie bei Simenon kaum anders zu erwarten, präzis und lebhaft gezeichnet. Die Handlung selbst ist durch die unantastbar scheinende und auf exellente gesellschaftliche Verbindungen beruhende Macht der sogenannten "guten Gesellschaft" geprägt und so ist es einiger maßen innervierend, wenn man am Ende feststellen muß, daß diese selbst vor der Justiz nicht halt zu machen scheint. Somit ist der Schluß nicht unbedingt zufrieden stellend, aber wohl durchaus realistisch.
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