Manchmal ist der Täter nur ein Opfer und das Opfer der eigentliche Täter.
So auch hier. Chabut, wohlhabender Weinhändler aus einfachen Verhältnissen, weiß sehr wohl um seine Macht. Und er nutzt sie. Seiner Ehefrau gegenüber, seinen Mitarbeitern und vor allem den Frauen gegenüber, von denen er die Finger nicht lassen kann.
Mit ihnen trifft er sich regelmäßig in einer Nobelabsteige und lässt sich dort verwöhnen. Kein Wunder, dass er sich Feinde macht.
Bis es einem von ihnen zu viel wird und er Chabut vor der Nobelabsteige erschießt.
Maigret sucht einen Mörder, der es gewagt hat, sich zu wehren. Einen Ohnmächtigen, der ein Ventil gesucht hat. Und im Laufe der Ermittlungen wird ihm Chabut immer unsympathischer, der Mörder hingegen weckt Verständnis.
Das Psychogramm eines Ohnmächtigen. Lesenwert.