Aus der Amazon.de-Redaktion
Maigret wird wegen eines Mordfalls nach Holland gerufen, denn der Verdächtige ist ein angesehener Kriminalistikprofessor aus Nancy. Anfangs ist der Kommissar vom Charme des kleinen Küstenstädtchens Delfzijl ganz hingerissen. Bald wird ihm allerdings klar, dass sich hinter der Fassade von Bürgerlichkeit und Ordnungsliebe nicht wenige finstere Geheimnisse verbergen. Aufgrund von Verständnisschwierigkeiten -- Maigret spricht kein Holländisch und nicht alle Einheimischen Französisch -- kommen die Ermittlungen nur langsam voran. Das Problem besteht jedoch eher darin, dass es zu viele Verdächtige gibt und nicht zu wenige. Und auch die Polizei des Ortes scheint nur sehr bedingt an der Aufklärung des Falles interessiert zu sein.
Maigret und das Verbrechen in Holland ist ein weiterer Roman aus jenem ersten halben Dutzend "offizieller" Maigret-Romanen, die den Kommissar -- und seinen Autor -- Anfang der 1930er-Jahre auf einen Schlag berühmt machten. Zuvor war er bereits als schattenhaft erkennbare Figur in einer Hand voll Heftromane aufgetaucht. Nun steht er unübersehbar im Vordergrund: groß, füllig und in diesem Fall erstaunlich rücksichtslos. Im Unterschied zu den örtlichen Behörden geht es Maigret ausschließlich darum, die Wahrheit herauszufinden. Ansehen und Stellung verdächtiger Personen sind für ihn nicht weiter von Bedeutung. Und damit handelt er sich eine Menge Ärger ein! Ein eher schwächerer Maigret, aber immer noch unterhaltsam und lesenswert. --Hannes Riffel
Kurzbeschreibung
Duclos, ein französischer Kriminalistikprofessor auf Vortragsreise in Holland, wird des Mordes an seinem Gastgeber angeklagt. Anlaß genug, daß Kommissar Maigret eingeschaltet wird. Doch dieser ist nicht das, was man sich unter einem Pariser Kommissar vorgestellt hat, sondern ein Mann mit einem eigenen Kopf, einem ziemlich dicken sogar...
Autorenporträt
Georges Simenon (1903-1989) wurde in Lüttich geboren und lebte ab 1957 in der Schweiz. Er gilt als einer der besten französisch-sprachigen Kriminalautoren.