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Maigret und das Verbrechen in Holland ist ein weiterer Roman aus jenem ersten halben Dutzend "offizieller" Maigret-Romanen, die den Kommissar -- und seinen Autor -- Anfang der 1930er-Jahre auf einen Schlag berühmt machten. Zuvor war er bereits als schattenhaft erkennbare Figur in einer Hand voll Heftromane aufgetaucht. Nun steht er unübersehbar im Vordergrund: groß, füllig und in diesem Fall erstaunlich rücksichtslos. Im Unterschied zu den örtlichen Behörden geht es Maigret ausschließlich darum, die Wahrheit herauszufinden. Ansehen und Stellung verdächtiger Personen sind für ihn nicht weiter von Bedeutung. Und damit handelt er sich eine Menge Ärger ein! Ein eher schwächerer Maigret, aber immer noch unterhaltsam und lesenswert. --Hannes Riffel
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Klassiker,
Von
Rezension bezieht sich auf: Maigret und das Verbrechen in Holland (Taschenbuch)
Jawohl es gibt intensivere Charakterstudien bei Simenon!Jawohl, die Sache ist undurchsichtig bis zum Schluss. Jeder hätte es getan haben können. Und dann war es jemand, auf den man natürlich hätten kommen können, ja, müssen, wenn man Simenon kennt. Der kernige und unerschütterliche psychologische Ansatz Simenons, der sein pragmatisches Weltbild wiederspiegelt, das sich durch alle seine Bücher zieht, nach dem die gelebte Bürgerlichkeit nur eine Fassade ist, zeigt sich auch hier wieder in gnadenloser Deutlichkeit. Und deshalb gebe ich diesem kleinen Krimi die volle Punktzahl. Neu ist der Schauplatz. Maigret ermittelt in den Niederlanden, genauer in der Stadt Delfzijl. Allein das sollte für manchen Leser Grund genug sein, diesen Krimi zu lesen. Nicht der niederländischen Sprache mächtig, zieht Maigret seine Schlüsse aus feiner Beobachtung und beruflicher Erfahrung. Wie ein Marionettenspieler zieht er an den Fäden und lässt die Puppen tanzen, ob sie wollen oder nicht. Die Ruhe und Autorität, die Maigret ausstrahlt, spiegelt sich in der Erzählung wider. Übrigens, das Buch wurde schon 1931 geschrieben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
bis jetzt für mich der schlechteste Maigret,
Von
Rezension bezieht sich auf: Maigret und das Verbrechen in Holland: Sämtliche Maigret-Romane Band 8 (Gebundene Ausgabe)
Ich war von diesem Roman etwas enttäuscht. Von allen acht Bänden, ist das bis jetzt der Schlechteste. Kommissar Maigret ermittelt in Holland. Ein Kriminalistikprofessor aus Nantes wird verdächtigt, seinen Gastgeber ermordet zu haben. Maigret soll inoffiziell den Mord untersuchen. Dabei stößt er auf puritanisches Gedankengut, Sprachschwierigkeiten und andere Lebensweisen. Ich finde die Charaktere und Kommissar Maigret nicht so gut herausgeabeitet wie in den anderen Romanen. Auch empfinde ich die gesamte Geschichte als ziemlich schleppend und nicht so fesselnd. Für Maigret-Fans allerdings gehört dieses Buch auf jeden Fall mit in den Bücherschrank!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Simenon ist nicht Agatha Christie. Also scheitert er.,
Rezension bezieht sich auf: Maigret und das Verbrechen in Holland: Sämtliche Maigret-Romane Band 8 (Gebundene Ausgabe)
Anfang der 30er Jahre feiert Agatha Christie mit ihren klassischen Detektiv-Geschichten erste Triumphe. Simenon, der zum dem Zeitpunkt ein Buch nach dem anderen raushaut, ist auf der Suche nach Inspiration und ahmt nach. Das hat er zuvor schon beim siebten Maigret ("Nacht an der Kreuzung") versucht, als er Chandler und Hammet imitiert.Bei den beiden war er gescheitert, und hier sieht es ähnlich schlecht aus. Seine Maigret-Figur ist nun einmal nicht der klassische Kriminalist (deswegen lieben wir Maigret ja so). Der Roman leidet an der Zahl der Figuren, den unwahrscheinlichen Ermittlungsmethoden und am holprigen Aufbau des Endes, das wie die 1zu1-Kopie eines Christie-Romans daherkommt. Originelle Ideen sind aber nur sehr dünn gesät, und wenn Simenon das Ausland beschreibt, kann man sich nicht sicher sein, ob es sich dann um interessante Zeitdokumente oder nur banale Stereotypa handelt. Ein langweiliges und belangloses Buch, das zwar nicht ganz so schlimm wie der erste Maigret ("Pietr, der Lette") ist, aber fast. Beide entstanden übrigens an Bord der Ostrogoth - einer Nuss-Schale von Boot, auf dem Simenon über die niederländischen, belgischen und französichen Flüsse gefahren war. Ostrogoth? Kein gutes Zeichen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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