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Maigret am Treffen der Neufundlandfahrer
 
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Maigret am Treffen der Neufundlandfahrer [Taschenbuch]

Georges Simenon , Annerose Melter
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  


Produktinformation

  • Taschenbuch: 167 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: Neuauflage. (Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257207174
  • ISBN-13: 978-3257207170
  • Originaltitel: Au rendez-vous des Terre-Neuvas
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 11,3 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 914.624 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Georges Simenon
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das vorliegende Buch führt uns ganz an den Anfang von Simenons Karriere zurück, in das Jahr 1931. Es ist der achte Roman um Kommissar Maigret, doch der junge Autor ist dank zahlloser Brotarbeiten so routiniert, dass er seine Leser bereits mit wenigen Absätzen mitten in die Handlung wirft: Maigret wird von einem ehemaligen Klassenkameraden gebeten, sich eines Mannes anzunehmen, der beschuldigt wird, einen Mord begangen zu haben. Der junge Funker Le Clinche war auf einem großen Schiff vor Neufundland auf Fischfang gegangen. Als der Kapitän nur Stunden nach der Rückkehr tot aufgefunden wird, erzählen Besatzungsmitglieder von einem Streit zwischen ihm und Le Clinche -- der daraufhin verhaftet wird. Maigret kann seine Frau überreden, den alljährlichen Aufenthalt bei ihrer Familie im Elsass gegen einen Urlaub an der Küste einzutauschen. Und schon kurz nach seiner Ankunft vor Ort denkt er nur noch an seine Ermittlungen.

Maigret am Treffen der Neufundlandfahrer ist einer jener Romane, in denen Maigret sein vertrautes Pariser Umfeld verlässt -- wie etwa auch in Maigret und die alte Dame -- und sich mit dem bockigen Schweigen der Provinzbewohner konfrontiert sieht. Dabei beweist er einmal mehr, dass er es an Sturheit durchaus mit ihnen aufnehmen kann. Allerdings benötigt er auch seine ganze Geduld, um das Rätsel um den jungen Funker und dessen Freundin aufzuklären. Maigret erlebt am Schluss keine Überraschungen, aber das Ausmaß der tragischen Verstrickungen ist selbst für Simenon erschütternd -- nur etwas für gefestigte Leser. --Hannes Riffel

Kurzbeschreibung

Octave Fallut, der Kapitän des Fischdampfers "Océan", liegt einige Stunden nach der Rückkehr aus Neufundland tot im Hafenbecken. Verdächtigt wird der Funker Le Clinche. Maigret wird beauftragt, die Unschuld Le Clinches zu beweisen, und stößt dabei auf seltsame Vorfälle, die sich an Bord ereignet haben.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Fécamp an der bretonischen Küste. Der unbescholtene, allseits beliebte Kapitän des Fischdampfers >Océan< wird in einer windigen Juninacht erwürgt und ins Meer geworfen. Schnell steht für die Behörden fest, dass nur einer als Täter in Frage kommt: Pierre Le Clinche, der Funker des Dampfers, der während der Fahrt kaum ein Wort mit dem Kapitän gewechselt hat. Doch diejenigen, die Pierre kennen, halten ihn für den „nettesten Jungen in der Gegend". Und so wird Maigret, der Pariser Kommissar vom Quai des Orfèvre, eingeschaltet, dem Funker zu helfen.

Für den Kommissar ist es nicht leicht, den verschlossenen Seeleuten Informationen zu entlocken. Die Fahrt der >Océan< stand unter keinem guten Stern, soviel ist bald klar. Die Männer reden vom „bösen Blick", der auf dem Schiff lastete. Doch wo ist das Motiv für einen Mord?

„Maigret am Treffen der Neufundlandfahrer" ist ein früher Roman Simenons, geschrieben im Juli 1931 an Bord der Ostrogoth, eines Bootes, auf dem er zu der Zeit lebte. Diese Nähe zum Meer ist im Roman zu spüren und diese Atmosphäre ist es auch, die ihn - wie alle Bücher des Autoren - absolut lesenswert macht.

Andererseits wird in diesem Buch die Schattenseite von Simenons Arbeitsweise deutlich. Selten sitzt er mehr als zehn bis zwölf Tage an einem Roman. Wenn das erste Kapitel konzipiert ist, schreibt er den Rest in einer Art Trance. Er läßt sich treiben und oft wird erst spät das Thema deutlich, das sich aus der Geschichte herausschält.

So stehen hier im ersten Kapitel Personen in den Mittelpunkt, an denen Simenon im zweiten Kapitel bereits das Interesse verliert und die im weiteren Romanverlauf keine Rolle mehr spielen. Und das Thema des Romans, die verheerende Wirkung, die leidenschaftliche Sexualität auf das Leben ehrbarer Männer haben kann, beginnt sich erst langsam ab dem dritten Kapitel herauszuschälen, um dann jedoch immer klarer in den Mittelpunkt des Romans zu rücken, und mit psychologischer Präzision verfolgt zu werden.

Doch die Botschaft, die Simenon vermittelt, ist nicht moralisch. Er zeigt das Scheitern zweier Existenzen an einer großen, erotischen Liebe. Aber er beschreibt nur, er wertet nicht. Das ist seine Stärke.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Liebe und Eifersucht! 7. Juni 2010
Von F. Kluge TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Maigrets wollen ihre Ferien bei Madame Maigrets Familie im Elsass verbringen. Doch ein Brief eines alten Schulfreundes des Kommissars läßt sie ihre Pläne ändern. Sie fahren an die normannische Küste nach Fécamp. Dort soll der Kommissar inoffiziell ermitteln. Ein alter Kapitän ist nach der Rückkehr von einer Fischfangfahrt ermordet worden und sein junger Funker ist in Verdacht geraten, diese Tat verübt zu haben. Diesem jungen Mann soll Maigret beistehen und dabei versuchen, ihn zu entlasten. Dabei ist das gar nicht so einfach, weil der Kommissar es mit einem sturen und vorsichtigen Menschenschlag zu tun bekommt - den Normannen. Aber Maigret ist nicht weniger stur und vor allem hartnäckig!

Ein sehr flüssig geschriebenes und ausgezeichnet zu lesendes Buch. Kommissar Maigret löst seinen Fall mit Beharrlichkeit und Sturheit. Dieses Buch zeigt auf, wozu die Liebe und die Eifersucht fähig ist! Sie läßt einen, so manche Dummheiten vollbringen. In diesem Buch sind weniger die gut herausgearbeiteten Charaktere der handelnden Personen das Markante, sondern die ausgezeichnete Darstellung des Lebens, der Küstenbewohner und der Fischer, zu Beginn der 1930er Jahre.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Eigentlich fährt das Ehepaar Maigret immer in das Elsass zur Familie der Frau auf Urlaub. Hier wird dann eingekocht und Schnaps gebrannt.
Doch dieses Jahr ist alles anders: Maigret wird von einem alten Schulkollegen gebeten, sich um den Fall eines jungen Mannes von 20 zu kümmern, der verdächtigt wird, seinen Kapitän nach der Rückkehr ihres Schiffes vom Kabeljaufang ermordet zu haben. So landen die Maigrets in Fecamp, wo die "Ocean", deren Kapitän das Mordopfer ist, vor Anker liegt.
Bei seinen Recherchen - er tut dies allerdings als Privatmann, aber mit Wissen und Unterstützung der örtlichen Behörden - stößt der Kommissar einerseits auf wenig Auskunftsfreude, andererseits reagieren die Beteiligten sehr gereizt, je stärker sich Maigret in die Sache "verbeißt". Und dass da bei dem Kabeljaufang vor Neufundland nicht alles mit rechten Dingen zuging, wird für Maigret immer deutlicher erkennbar...
Dieses Mal ermittelt Maigret im Milieu der französischen Kabeljaufischer, die vor Neufundland ihre Fanggründe haben. Besonders sympathisch wird dieser Berufsstand nicht geschildert; der Spannung und der gelungenen Zeichnung der Figuren tut dies aber keinen Abbruch!
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