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Maigret und Pietr der Lette.
 
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Maigret und Pietr der Lette. [Taschenbuch]

Georges Simenon , Wolfram Schäfer
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 191 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 8 (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257205023
  • ISBN-13: 978-3257205022
  • Größe und/oder Gewicht: 18,3 x 11,6 x 1,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 217.098 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Georges Simenon
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Auch in dieser Hinsicht ist Simenon ein Mann der Superlative: Nur wenige Autoren haben eine so lange und ertragreiche "Grundausbildung" durchlaufen wie er. Seine Bibliografie umfasst -- neben zahllosen Erzählungen und Feuilletons -- knapp 200 unter Pseudonym erschienene Groschenromane, darunter bereits vier mit jener Gestalt, die ihn weltberühmt machen sollte: Kommissar Maigret. Den ersten "offiziellen" Roman um den Pfeife rauchenden Beamten schrieb er schließlich 1929, der zwei Jahre später unter dem Titel Pietr-le-Letton seinen Weg zwischen zwei Buchdeckel fand.

Zur Handlung: Maigret erwartet die Ankunft eines internationalen Verbrechers, gegen den trotz gründlichster Vorarbeit durch Interpol noch keine stichhaltigen Beweise vorliegen. Am Bahnhof erlebt der Kommissar eine Überraschung: Ein vornehmer Herr, auf den die Beschreibung des Mannes passt, steigt aus dem Zug und wird kurze Zeit später im Zug tot aufgefunden. Maigret folgt dem vornehmen Herrn in das Palasthotel "Majestic" und wird Zeuge, wie dieser sich mit einem amerikanischen Milliardär trifft, woraufhin sich beide scheinbar in Luft auflösen!

Maigret und Pietr der Lette ist einer jener typischen Maigret-Romane, in denen sich der Kommissar mit einer Folge unerklärlicher Ereignisse konfrontiert sieht, sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen lässt, und Zug um Zug einer Auflösung entgegenarbeitet. Auch wenn dieser frühe Roman noch etwas stark auf die Methodik der polizeilichen Ermittlungen pocht und zu viele Ausrufezeichen verschießt, schildert Simenon bereits klarsichtig die Lebensumstände seiner Figuren und ihre wechselseitigen Verstrickungen. Einiges schmeckt noch sehr nach US-amerikanischer Dutzendware, doch der 26-jährige Autor hat seinen Stil gefunden -- und den ersten von 76 (!) Maigrets geschrieben! --Hannes Riffel

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Pietr der Lette
OT Pietr-le-Letton OA 1931 DE 1978Form Detektivroman Epoche Moderne
Mit Pietr der Lette begann die Erfolgsgeschichte des Phänomens Georges Simenon. Obwohl die Figur des Kommissars Jules Maigret vom Autor im ersten Maigret-Roman noch nicht voll moduliert ist, weist das Buch bereits alles auf, was die Faszination dieser Literatur ausmacht und den Weltruhm des Autors begründet.
Entstehung: Mit seichten Erzählungen und Groschenromanen zu Erfolg und Geld gekommen, ließ sich Simenon einen Segelkutter bauen und stach 1929 in See. Im holländischen Delfzijl musste das Schiff repariert werden. Während der Arbeiten zog sich Simenon auf ein verrottetes Boot zurück und schrieb den ersten Maigret-Roman. Mit dem französischen Verleger Fayard kam er überein, zunächst genügend Romane um diesen Kommissar zu verfassen, um dann ab 1931 in geballter Form auf den Markt zu drängen. Um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf seine Bücher zu lenken, veranstaltete Simenon im Februar 1931 in einem Pariser Nachtclub einen »Bal anthropométrique«, zu dem er vierhundert Persönlichkeiten aus Kunst und Literatur, von Presse und Polizei einlud. Alles war in grausige Krimi-Atmosphäre getaucht, die Gäste mussten am Eingang ihre Fingerabdrücke erfassen lassen. Die Aktion war ein grandioser Erfolg: ganz Paris sprach von Maigret, noch bevor der erste Roman erschienen war.
Inhalt: Interpol kündigt der Pariser Polizei die Ankunft und Weiterreise eines vielgesuchten Kriminellen an: Pietr der Lette, Kopf einer Bande von Betrügern, soll auf seiner Reise nach Bremen kurzen Aufenthalt in Paris haben. Ein Fall für Kommissar Maigret, den zumeist ein wenig mürrischen Menschenfreund, der sich bei Regen und Sturm zum Nordbahnhof aufmacht. Dort kann er beobachten, wie der Gesuchte in Richtung eines Hotels hastet. Doch im Zug findet sich eine Leiche und auf den Toten trifft die Beschreibung des gesuchten Letten gleichermaßen zu. Maigret begibt sich in das Hotel, in dem er den zuerst beobachteten Mann vermutet, doch der ist verschwunden und mit ihm ein vermögender Geschäftsmann.
Es folgt – wie in allen Maigret-Romanen – eine Geschichte von den Leiden und Schmerzen des Lebens, von der Suche nach dem Schuldigen und den Umständen, die ihn schuldig werden ließen. Dabei führt Simenon den Leser in die typische Maigret-Atmosphäre ein. Er zeigt einen Beamten mit anarchistischen Anwandlungen, der weiß, wie es um die Welt bestellt ist, der weiß, dass es wenig bedarf, um vom Kommissar oder Opfer zum Täter zu werden. Es gibt nicht nur eine Wahrheit, die Menschen sind nicht so beschaffen, dass man ihnen mit den Kriterien des Strafgesetzbuches beikommen könnte. Maigret ist in erster Linie ein Detektiv der Seele und des Sozialen, den das »warum« immer mehr interessiert als das »wer«. Er weiß, dass seine Arbeit ebenso notwendig wie sinnlos ist. Mit der Auflösung eines Falls ist nichts geklärt.
Struktur: Simenons Herkunft von der journalistischen Reportage ist diesem Buch durchaus anzumerken. Die Sprache ist bewusst einfach gehalten, Aussagesatz reiht sich an Aussagesatz, die in diesem Genre in der Regel üppig eingesetzten Adjektive finden wohltuend sparsam Verwendung. »Literarisch« im herkömmlichen Sinn wirkt das Buch am ehesten in der Charakterisierung der Atmosphäre einzelner Orte und Milieus, die Simenon auf beeindruckende Weise gelingt und ein unverwechselbares Element in seinem Werk darstellt.
Wirkung: Der Roman Pietr der Lette bildete den Auftakt zu einer Reihe von 75 Romanen, mit denen es Georges Simenon gelang, seinen Helden Jules Maigret zum bekanntesten Kommissar aller Zeiten zu machen. Über 50 Verfilmungen und eine nicht mehr zu überblickende Anzahl von Adaptionen fürs Fernsehen trugen zur Popularität Maigrets und seines Schöpfers bei, der zum meistgelesenen, meistübersetzten und auch meistverdienenden Autor seiner Zeit wurde. R. F.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Der Erstling, 10. Mai 2008
Angeblich hat Simenon diesen Roman in vier bis fünf Tagen geschrieben. Dieses atemberaubende Arbeitstempo soll er auch im späteren Leben beibehalten haben. Pietr der Lette merkt man den Erstling an. Die Verschwörung ist International, der Mord geschieht im Zug, die Verwechslung liegt bald auf der Hand und die betulichen Figuren um Kommissar Maigret müssen sich allesamt einer Länder übergreifenden kriminellen Organisation stellen, deren Aufbau allzu konstruiert erscheint. Kommissar Maigret, der ruhige, Pfeifen rauchende Vertreter seiner Zunft, wird sogar angeschossen. Noch zeigt sich nicht die ausgefeilte psychologische Raffinesse späterer Romane, Fahnder wie Täter stecken in der Entwicklung, auch wenn Maigret den Tod eines seiner Mitarbeiter fast nicht überwindet. Trotzdem weist sich Simenon mit diesem Fall bereits als einen Könner seines Fachs aus und versteht es, Spannung aufzubauen. Dass der Fall am Ende umständlich erklärt wird, mag an den Unwegsamkeiten eines Erstlings liegen. Maigret weist bereits einige jener Schrullen auf, die ihn später seinen Lesern so sehr ans Herz legen. Die Aufklärung seiner Fälle wird er hier wie in Zukunft vor allem seiner Intuition, weniger den intellektuellen Schlussfolgerungen á la Sherlock Holmes verdanken.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein fulminanter Start, 30. April 2008
Von 
Mag Wolfgang Neubacher "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Wieder einmal lässt der Diogenes-Verlag mit einem Großprojekt aufhorchen: Sämtliche 75 Maigret-Romane von Georges Simenon werden neu übersetzt und nun im Monatsabstand dem p.t. Publikum zum Kaufe angeboten (jeweils 4 Bücher pro Monat): Die Bücher sind in edlem Weiß gehalten; in Pappe gebunden und mit einem Lesebändchen versehen. Sicherlich ein netter Anblick im Bücherregal!
Doch nun zum 1. Roman der Maigret-Reihe aus dem Jahre 1929: Kriminalkommissar Maigret, 45 Jahre alt, vierschrötig, nichts so sehr liebend wie einen glühenden Ofen und ein paar Gläser Bier (im Dienst!), erblickt in diesem Roman "das Licht der Welt". Er amtiert im Hauptquartier der Pariser Kriminalpolizei und bekommt es gleich einmal mit einem gefinkelten Fall zu tun: Pietr der Lette, ein europaweit bekannter Krimineller, dem man nie etwas nachweisen konnte, ist auf dem Weg nach Paris. Maigret will ihn auf dem Bahnhof empfangen, doch Pietr lebt nicht mehr. Er wurde im Waschraum von Waggon 5 ermordet. Aber: Ein Mann, der dem Ermordeten täuschend ähnlich sieht, steigt kurz darauf im Luxushotel Majestic ab. Maigret ahnt, dass dieses Hotel noch eine wichtige Rolle spielen wird...
Liest man "Pietr der Lette", kann man verstehen, dass sich Simenon über Jahrzehnte hinweg eine treue Fangemeinde aufgebaut hat: Es tut sich viel in diesem Buch; die Verfolgungsjagden geschehen meist mit Zug oder Taxi - mit einem Wort: das Tempo ist hier etwas gemächlicher als in vielen modernen Krimis. Aber die Spannung ist hoch und fesselt den Leser bis zuletzt.
Weiters ei erwähnt, dass der neue Titel sich eng an das französischsprachige Original hält (und nicht schon im Titel die Lösung liefert).
Mit der Vermutung, dass Simenon viele neue Leser (und Maigret-Fans) finden wird, dürfte man nicht weit danebenliegen...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Eine tolle und preiswerte Werksausgabe von Georges Simenon ist gestartet, 7. Dezember 2008
Von 
Der Buch-Vorleser "André Hanke" (Sachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Seit mehr als 30 Jahre erscheinen alle Bücher des französischen Vielschreibers und Maigret-Erfinders Georges Simenon im Züricher Diogenes Verlag. 1929 erblickte der Pariser Kommissar Jules Maigret im vollen Umfang und in der bekannten Montur das Licht der Welt, geschaffen binnen einer knappen Woche von dem Groschenheftschreiber Georges Simenon, der bis dahin seine kleinen Texte unter ca. 15 Pseudonymen veröffentlichte. Und mit dem ersten Maigret-Roman Maigret und Pietr der Lette" begann eine sagenhafte Erfolgsgeschichte, die zu massig Romanen und vielen kurzen Erzählungen um den bärbeißigen Pariser Kommissar führte, den man in 50 Sprachen auf der ganzen Welt lesen kann. Dieser erste Maigret-Roman um die Suche nach einem Kriminellen, die mit einem toten Doppelgänger beginnt, ist nun der Auftakt zur Veröffentlichung der ganzen Maigret-Reihe beim Diogenes Verlag, der bis 2009 insgesamt 75 Bände in chronologischer Reihenfolge und in revidierten Übersetzungen in einer schmuck aufgemachten Reihe herausbringt und damit alte Fans zum Wiederlesen und neue Freunde zum Entdecken anstacheln wird. Und dafür darf man einfach nur Danke sagen!
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