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Zur Handlung: Maigret erwartet die Ankunft eines internationalen Verbrechers, gegen den trotz gründlichster Vorarbeit durch Interpol noch keine stichhaltigen Beweise vorliegen. Am Bahnhof erlebt der Kommissar eine Überraschung: Ein vornehmer Herr, auf den die Beschreibung des Mannes passt, steigt aus dem Zug und wird kurze Zeit später im Zug tot aufgefunden. Maigret folgt dem vornehmen Herrn in das Palasthotel "Majestic" und wird Zeuge, wie dieser sich mit einem amerikanischen Milliardär trifft, woraufhin sich beide scheinbar in Luft auflösen!
Maigret und Pietr der Lette ist einer jener typischen Maigret-Romane, in denen sich der Kommissar mit einer Folge unerklärlicher Ereignisse konfrontiert sieht, sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen lässt, und Zug um Zug einer Auflösung entgegenarbeitet. Auch wenn dieser frühe Roman noch etwas stark auf die Methodik der polizeilichen Ermittlungen pocht und zu viele Ausrufezeichen verschießt, schildert Simenon bereits klarsichtig die Lebensumstände seiner Figuren und ihre wechselseitigen Verstrickungen. Einiges schmeckt noch sehr nach US-amerikanischer Dutzendware, doch der 26-jährige Autor hat seinen Stil gefunden -- und den ersten von 76 (!) Maigrets geschrieben! --Hannes Riffel
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Der Erstling,
Rezension bezieht sich auf: Maigret und Pietr der Lette: Sämtliche Maigret-Romane Band 1 (Gebundene Ausgabe)
Angeblich hat Simenon diesen Roman in vier bis fünf Tagen geschrieben. Dieses atemberaubende Arbeitstempo soll er auch im späteren Leben beibehalten haben. Pietr der Lette merkt man den Erstling an. Die Verschwörung ist International, der Mord geschieht im Zug, die Verwechslung liegt bald auf der Hand und die betulichen Figuren um Kommissar Maigret müssen sich allesamt einer Länder übergreifenden kriminellen Organisation stellen, deren Aufbau allzu konstruiert erscheint. Kommissar Maigret, der ruhige, Pfeifen rauchende Vertreter seiner Zunft, wird sogar angeschossen. Noch zeigt sich nicht die ausgefeilte psychologische Raffinesse späterer Romane, Fahnder wie Täter stecken in der Entwicklung, auch wenn Maigret den Tod eines seiner Mitarbeiter fast nicht überwindet. Trotzdem weist sich Simenon mit diesem Fall bereits als einen Könner seines Fachs aus und versteht es, Spannung aufzubauen. Dass der Fall am Ende umständlich erklärt wird, mag an den Unwegsamkeiten eines Erstlings liegen. Maigret weist bereits einige jener Schrullen auf, die ihn später seinen Lesern so sehr ans Herz legen. Die Aufklärung seiner Fälle wird er hier wie in Zukunft vor allem seiner Intuition, weniger den intellektuellen Schlussfolgerungen á la Sherlock Holmes verdanken.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein fulminanter Start,
Von Mag Wolfgang Neubacher "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Maigret und Pietr der Lette: Sämtliche Maigret-Romane Band 1 (Gebundene Ausgabe)
Wieder einmal lässt der Diogenes-Verlag mit einem Großprojekt aufhorchen: Sämtliche 75 Maigret-Romane von Georges Simenon werden neu übersetzt und nun im Monatsabstand dem p.t. Publikum zum Kaufe angeboten (jeweils 4 Bücher pro Monat): Die Bücher sind in edlem Weiß gehalten; in Pappe gebunden und mit einem Lesebändchen versehen. Sicherlich ein netter Anblick im Bücherregal!
Doch nun zum 1. Roman der Maigret-Reihe aus dem Jahre 1929: Kriminalkommissar Maigret, 45 Jahre alt, vierschrötig, nichts so sehr liebend wie einen glühenden Ofen und ein paar Gläser Bier (im Dienst!), erblickt in diesem Roman "das Licht der Welt". Er amtiert im Hauptquartier der Pariser Kriminalpolizei und bekommt es gleich einmal mit einem gefinkelten Fall zu tun: Pietr der Lette, ein europaweit bekannter Krimineller, dem man nie etwas nachweisen konnte, ist auf dem Weg nach Paris. Maigret will ihn auf dem Bahnhof empfangen, doch Pietr lebt nicht mehr. Er wurde im Waschraum von Waggon 5 ermordet. Aber: Ein Mann, der dem Ermordeten täuschend ähnlich sieht, steigt kurz darauf im Luxushotel Majestic ab. Maigret ahnt, dass dieses Hotel noch eine wichtige Rolle spielen wird... Liest man "Pietr der Lette", kann man verstehen, dass sich Simenon über Jahrzehnte hinweg eine treue Fangemeinde aufgebaut hat: Es tut sich viel in diesem Buch; die Verfolgungsjagden geschehen meist mit Zug oder Taxi - mit einem Wort: das Tempo ist hier etwas gemächlicher als in vielen modernen Krimis. Aber die Spannung ist hoch und fesselt den Leser bis zuletzt. Weiters ei erwähnt, dass der neue Titel sich eng an das französischsprachige Original hält (und nicht schon im Titel die Lösung liefert). Mit der Vermutung, dass Simenon viele neue Leser (und Maigret-Fans) finden wird, dürfte man nicht weit danebenliegen... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine tolle und preiswerte Werksausgabe von Georges Simenon ist gestartet,
Von Der Buch-Vorleser "André Hanke" (Sachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER)
Rezension bezieht sich auf: Maigret und Pietr der Lette: Sämtliche Maigret-Romane Band 1 (Gebundene Ausgabe)
Seit mehr als 30 Jahre erscheinen alle Bücher des französischen Vielschreibers und Maigret-Erfinders Georges Simenon im Züricher Diogenes Verlag. 1929 erblickte der Pariser Kommissar Jules Maigret im vollen Umfang und in der bekannten Montur das Licht der Welt, geschaffen binnen einer knappen Woche von dem Groschenheftschreiber Georges Simenon, der bis dahin seine kleinen Texte unter ca. 15 Pseudonymen veröffentlichte. Und mit dem ersten Maigret-Roman Maigret und Pietr der Lette" begann eine sagenhafte Erfolgsgeschichte, die zu massig Romanen und vielen kurzen Erzählungen um den bärbeißigen Pariser Kommissar führte, den man in 50 Sprachen auf der ganzen Welt lesen kann. Dieser erste Maigret-Roman um die Suche nach einem Kriminellen, die mit einem toten Doppelgänger beginnt, ist nun der Auftakt zur Veröffentlichung der ganzen Maigret-Reihe beim Diogenes Verlag, der bis 2009 insgesamt 75 Bände in chronologischer Reihenfolge und in revidierten Übersetzungen in einer schmuck aufgemachten Reihe herausbringt und damit alte Fans zum Wiederlesen und neue Freunde zum Entdecken anstacheln wird. Und dafür darf man einfach nur Danke sagen!
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