Südkurier, 9. Oktober 2003
"... in diesem Krimi steckt Hochspannung - die frisst einen an und die einzige Rettung ist, das Buch im Gegenzug selbst zu verschlingen."
Schwäbische Zeitung, 11. September 2003
"... ist wieder der Bodensee Schauplatz des hochspannenden und mit vielen überraschenden Wendungen gespickten Krimis."
akzent, November 2003
"... 'Maiblut' verspricht den Lesern Hochspannung und überraschende Wendungen bis zum Ende und ist ein echter Leckerbissen für alle Freunde anspruchsvoller Krimiunterhaltung."
Kurzbeschreibung
Nach dem überraschenden Tod eines bekannten Verlegers und Kommunalpolitikers beginnt ein mysteriöser Run auf seine mondäne, am Wasser liegende Villa. Irgendetwas Rätselhaftes scheint sich hinter diesem Anwesen zu verbergen. Was hat die Hand eines Toten damit zu tun, die ein spielendes türkisches Mädchen am Ufer des Bodensees entdeckt? Angst macht sich breit. Das Grauen spannt seine Fäden zwischen Personen, die auf den ersten Blick nichts miteinander verbindet. Eher zufällig gerät die Privatdetektivin Carmen Keller in die sich immer enger ziehende Schlinge der Ereignisse und plötzlich beginnt ein verzweifelter Wettlauf mit der Zeit.
Über den Autor
Gerda Matt, 1958 geboren und wohnhaft in Friedrichshafen, Studium der Betriebswirtschaft und anschließend der Psychologie, arbeitet seit über 10 Jahren in einer Erziehungsberatungsstelle. Karin Nimmerrichter, Jahrgang1958, lebt in Friedrichshafen. Studium der Germanistik und Anglistik. Seit 1996 ist sie als Lehrerin tätig. Sie ist Mitglied von SIGNATUR e. V. Beide verbindet die Freude am Schreiben, das Interesse an kriminalistischen Psychogrammen und die Liebe zu Wein und gutem Essen.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
"Die Ameise krabbelte hastig unter einem welken Blatt hervor, zögerte kurz und lief dann auf einem liegenden Grashalm wieder zurück in den Sand. Selbst unter dem kaum merklichen Gewicht des Tieres rieselten die feinen, trockenen Sandkörnchen von den großen, glatten Steinen. Das Mädchen bückte sich, griff nach einem fingerdicken Aststück und versuchte, die Ameise von ihrem Weg abzubringen. Vorsichtig stocherte es in dem feuchten Sand nahe des Bodenseeufers und spürte ganz leichten Widerstand unter dem Stöckchen. Neugierig schob Ayshe es tiefer in den Untergrund und hebelte etwas Weiches und wider Erwarten Schweres hervor. Sie ging in die Hocke und betrachtete interessiert ihren Fund. Weiße Nägel hoben sich von bläulichen Fingern ab. Genau wie bei ihrem Onkel wuchsen aus den Fingergliedern dicke schwarze Haare."
Auszug aus Maiblut. von Gerda Matt, Karin Nimmerrichter. Copyright © 2003. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Die Ameise krabbelte hastig unter einem welken Blatt hervor, zögerte kurz und lief dann auf einem liegenden Grashalm wieder zurück in den Sand. Selbst unter dem kaum merklichen Gewicht des Tieres rieselten die feinen, trockenen Sandkörnchen von den großen, glatten Steinen. Das Mädchen bückte sich, griff nach einem fingerdicken Aststück und versuchte, die Ameise von ihrem Weg abzubringen. Vorsichtig stocherte es in dem feuchten Sand nahe des Bodenseeufers und spürte ganz leichten Widerstand unter dem Stöckchen. Neugierig schob Ayshe es tiefer in den Untergrund und hebelte etwas Weiches und wider Erwarten Schweres hervor. Sie ging in die Hocke und betrachtete interessiert ihren Fund. Weiße Nägel hoben sich von bläulichen Fingern ab. Genau wie bei ihrem Onkel wuchsen aus den Fingergliedern dicke schwarze Haare.