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Mahlers Zeit: Roman (suhrkamp taschenbuch)
 
 
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Mahlers Zeit: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Daniel Kehlmann
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 159 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 9 (24. April 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518397389
  • ISBN-13: 978-3518397381
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,9 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 31.560 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Daniel Kehlmann
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999
Bewunderung und Respekt bringt Andreas Nentwich dem knapp 25jährigen Autor Kehlmann in seiner Rezension entgegen. Dieser Roman ist "das Werk eines fertigen Schriftstellers", meint Nentwich und lobt Kehlmanns Souveränität im Umgang mit der vertrackten Struktur des Romans, mit Farben, Bildern und fremden Psychen. Dass Kehlmann gelegentlich eine Spur zu dick aufträgt, findet Nentwich verzeihlich angesichts der "somnambulen Realität des Romans", in dem das umgesetzt werde, was "Mahler" in seiner Lebens-"Zeit" nicht gelinge: die Aufhebung der Linearität.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Daniel Kehlmann zählt nicht einmal 25 Jahre. In diesem Alter pflegt man selbstverfangen, schrill, lakonisch oder theorielastig zu sein oder wenigstens so zu schreiben. »Mahlers Zeit« aber ist das Werk eines fertigen Schriftstellers, der souverän den sanften Schrecken kalkuliert, in fremde Psychen schlüpft, aus Wolkenspiel, Taubenflug und Straßenszenen, dem Goldton um den Haarflaum eines Mädchenarms, aus Farben, Lichtern, Zeichen und Wundern magische Bilder destilliert. [...] Was diesem Autor immer wieder glückt: die Verschränkung von Zeit und Ewigkeit, Zauber und Schrecken, Hellsicht und Wahn in der Sprache der Poesie.« (Andreas Nentwich Neue Zürcher Zeitung )

»Ein poetisches Gedankenexperiment von seltener Qualität.« (Rolf Grimminger Süddeutsche Zeitung )

»Geschickt und mit einer kräftigen, unprätentiösen Sprache erzählt. Unter den vielen merkwürdigen Helden der neueren deutschen Literaturgeschichte ist David Mahler einer der sonderbarsten.« (Nikolaus von Festenberg Der Spiegel )

»Hier jongliert ein junger, überaus vielversprechender Autor auf die denkbar unterhaltsamste Weise mit an sich komplexen Begriffen der Wissenschaft: er tut es skrupellos und kurzweilig zugleich.« (Peter Henning Norddeutscher Rundfunk )

»Ein modernes Märchen, ein gut erzähltes, ein sehr gegenwärtiges.« (Fritz Rudolf Fries Frankfurter Rundschau )

»Ein Meisterstück suggestiver Leserführung.« (Hartmut Mangold Berliner Illustrierte Zeitung )

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das bleibt hängen ... 9. Februar 2009
Von M. Polo+
Format:Taschenbuch
Ich habe jetzt - wie auch die meisten anderen - neben "Die Vermessung der Welt" und "Ich und Kaminski" endlich auch "Mahlers Zeit" gelesen und war von diesem Buch einfach nur begeistert.
Der Physiker Mahler hat durch eine geniale Entdeckung endlich das "Rätsel der Zeit" (überspitzt formuliert) gelöst. Leider glaubt ihm das niemand. Der Leser wird nun während des Lesens hin und her gerissen zwischen den beiden Polen, ob er nun Mahler glauben soll oder doch lieber der andere Seite, die seine Idee für absurd halten. Je wahnsinniger oder besser besessener Mahler im Buch wird, desto mehr verschwimmt auch für den Leser die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit im Roman. Das macht das Lesen aber nicht anstrengend, ganz im Gegenteil hat man so das Gefühl, mit dem Physiker mitzudenken und die Welt komplett durch seine Augen zu sehen. Genial!

Ich kenne mich persönlich mit Physik und den Hauptsätzen der Zeit Null aus, was mich aber nicht gestört hat und mir vielleicht bei diesem Buch auch nicht zum Nachteil gereicht hat. Aber immerhin wurde soviel Interesse geweckt, mich darüber nach dem Lesen zu informieren. Ob es das spätere Recherchieren war, oder einfach das Darüber-Wissen-Wollen ob das was Mahler gesagt hat prinzipiell möglich wäre - das Buch ist echt haften geblieben und hat bleibende Eindrücke hinterlassen. Das geschieht so selten, dass ich am liebsten sechs Sterne vergeben würde - aber da das leider nicht geht müssen fünf reichen.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Davon handelt dieser Roman von Daniel Kehlmann, von dem Physiker David Mahler nämlich, der in einer Nacht eine Formel entdeckt, die den zweiten Hauptsatz zur Thermodynamik vollkommen auf den Kopf stellt, nämlich die Umkehrung der Zeit bedeuten bzw. die Nichtexistenz der Zeit beweisen würde.

Als Gesamturteil meinerseits kann ich nur sagen, dass ich mehr und mehr zum Kehlmann-Fan werde, Mahlers Zeit aber im Gegensatz zu den anderen beiden, die ich schon von Kehlmann gelesen habe ("Ich und Kaminski" und "Die Vermessung der Welt", sind auch irgendwo in diesem Forum kritisiert...) nicht witzig, dafür einfach nur wahnsinnig (im positiven Sinne) ist, einen jungen und sicher talentierten Physiker sich so in eine abskurre Theorie verennen zu lassen, dass ihm absolut überhaupt kein Glauben geschenkt, er von der Wissenschaftswelt belächelt wird.... Wahnsinn. Auch die Art, wie Kehlmann erzählt, verdient meines Erachtens vollsten Respekt, die Symbole mit denen er arbeitet, beispielsweise die verstorbene Schwester, die Mahler immer wieder im Traum erscheint, die Fliege oder die Scherben der Straßenlaterne, nicht zuletzt auch der Tod, der Mahler anscheinend ständig irgendwie begleitet, sei es am Tanklaster, der in Flammen aufgeht oder der Obdachlose, der an einem Herzinfarkt stirbt... einfach zwischen Genie und Wahnsinn!
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43 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Karl-Heinz Heidtmann TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das wissenschaftlich aus dem zweiten thermodynamischen Gesetz abgeleitete Thema über die Zeit klingt verlockend - und hätte gewiss mehr hergegeben. Auch anderen Autoren ist so etwas gelungen, nicht nur Goethe und Thomas Mann, sondern nennen wir ruhig auch Patrick Süsskind oder Peter Hoeg.

Dass die in der Physik bewanderten Rezensenten Kehlmann Fehler und zu wenig Recherche vorwerfen, ist das geringere Problem - auch Goethe lag naturwissenschaftlich oftmals heftig daneben.

Der entscheidende Unterschied: Kehlmanns ersten Bücher haben zu viel "Fantasy" und keine Nachhaltigkeit. Kaum hat man sie gelesen, sind sie auch schon wieder vergessen - wohl auch ganz gemäß dem Interesse der Verlage nach Lesern als Konsumenten.

Wie schon in seinem Buch "Der fernste Ort" geht irgendwann seine offensichtlich große Phantasie mit ihm durch - und das Ganze wird verschwommen und undurchsichtig - man möchte schreiben "unreif". Der Grat zwischen intelligenter Erzählung
und juveniler Albernheit ist bei Kehlmann schmal.

Dabei ist das Buch stellenweise durchaus spannend. Auch die Entwicklung des letztlich dem Wahn erliegenden Protagonisten Mahler ist schriftstellerisch gut gelungen. Ohne Zweifel, Kehlmann kann schreiben!

Seien wir also geduldig und warten ab, was uns dieser junge, intelligente Autor noch zu bieten hat. Nach dem dritten thermodynamischen Gesetz geht Energie nie verloren. Die Frage ist, ob Kehlmann eine Sternschnuppe am Literaturfirmament ist oder sich zum deutschsprachigen Literaturzenit emporarbeiten kann. Er hätte unbestritten das Zeug dazu.

Die Gefahr, dass er dabei dem kommerziellen Literaturbetrieb erliegt und von diesem gleich einem schwarzen Loch an- und ausgesogen wird, ist jedoch groß.

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