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Pressenotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 12.10.1999
Bewunderung und Respekt bringt Andreas Nentwich dem knapp 25jährigen Autor Kehlmann in seiner Rezension entgegen. Dieser Roman ist "das Werk eines fertigen Schriftstellers", meint Nentwich und lobt Kehlmanns Souveränität im Umgang mit der vertrackten Struktur des Romans, mit Farben, Bildern und fremden Psychen. Dass Kehlmann gelegentlich eine Spur zu dick aufträgt, findet Nentwich verzeihlich angesichts der "somnambulen Realität des Romans", in dem das umgesetzt werde, was "Mahler" in seiner Lebens-"Zeit" nicht gelinge: die Aufhebung der Linearität.
© Perlentaucher Medien GmbH
Bewunderung und Respekt bringt Andreas Nentwich dem knapp 25jährigen Autor Kehlmann in seiner Rezension entgegen. Dieser Roman ist "das Werk eines fertigen Schriftstellers", meint Nentwich und lobt Kehlmanns Souveränität im Umgang mit der vertrackten Struktur des Romans, mit Farben, Bildern und fremden Psychen. Dass Kehlmann gelegentlich eine Spur zu dick aufträgt, findet Nentwich verzeihlich angesichts der "somnambulen Realität des Romans", in dem das umgesetzt werde, was "Mahler" in seiner Lebens-"Zeit" nicht gelinge: die Aufhebung der Linearität.
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Kurzbeschreibung
Der Physiker David Mahler beschäftigt sich mit der Frage, ob die Richtung der Zeit wirklich ein unumstößliches Naturgesetz ist. Gibt es etwas, was ihren Lauf umkehren könnte? Eines Nachts findet er in seinem Traum die Lösung... Wird endlich ein Menschheitstraum wahr? Ist es möglich, in die Zukunft zu schauen? Und können die Menschen diesen Blick aushalten? Mahler will seiner Entdeckung Gehör verschaffen, aber ohne Autorität im Wissenschaftsbetrieb gestaltet sich das ausgesprochen schwierig. Wie gehetzt sucht er den Beistand des Nobelpreisträgers Valentinov, doch seltsame Zufälle verhindern ein Zusammentreffen immer wieder.
Der Verlag über das Buch
3 CDs, ungekürzte Autorenlesung. Zusatz-Bonus: inklusive kostenloser Hörproben-CD
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Audio CD
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Klappentext
Eines Nachts macht der Physiker David Mahler im Traum eine merkwürdige Entdeckung. Viele Jahre lang hat er sich mit dem Problem der Zeit beschäftigt, mit der Frage, ob ihre Richtung wirklich ein unumstößliches Naturgesetz ist oder sich nicht doch etwas finden läßt, das ihren Lauf umkehrt. Nun hält er die Lösung in der Hand. "Für einen Moment wußte er nicht, wo er sich befand. Etwas war geschehen. Vor ihm auf dem Tisch lag ein Stoß von dreißig beschriebenen Blättern, bekritzelt in einer großen, zittrigen Schrift: leicht schiefe Kolonnen von Zahlen, Skizzen, Kurven ... aber all das war, wenn man es begriff, von leuchtend perfekter Klarheit." Das älteste Gesetz der Natur ist in Frage gestellt, damit die Grundfesten der Welt. Wird endlich ein Menschheitstraum wahr? Ist es möglich, in die Zukunft zu schauen? Und können die Menschen diesen Blick aushalten? Mahler will seiner ungeheuren Entdeckung Gehör verschaffen, aber ohne Autorität im Wissenschaftsbetrieb gestaltet sich das ausgesprochen schwierig. Wie gehetzt sucht er den Beistand des Nobelpreisträgers Valentinov, doch seltsame Zufälle verhindern ein Zusammentreffen immer wieder. In suggestivem Ton macht Daniel Kehlmann die Zweifel und Ahnungen seines Helden nachvollziehbar und den Leser zum Zeugen an einem Experiment: dem Verschwimmen der Zeit.
Über den Autor
Daniel Kehlmann wurde 1975 als Sohn des Regisseurs Michael Kehlmann und der Schauspielerin Dagmar Mettler in München geboren. 1981 kam er mit seiner Familie nach Wien, wo er das Kollegium Kalksburg, eine Jesuitenschule, besuchte und danach an der Universität Wien Philosophie und Germanistik studierte. Daniel Kehlmann lebt als freier Schriftsteller in Wien und Berlin. Auszeichnungen und Preise: 1998 Förderpreis des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft, 2000 Stipendium des Literarischen Kolloquiums in Berlin, 2001 Gastdozentur für Poetik an der Universität in Mainz. 2006 erhielt Daniel Kehlmann den Heinrich-von-Kleist-Preis und den Heimito von Doderer-Literaturpreis sowie 2008 den Thomas-Mann-Preis.